Eblo
Ebra
Echa
Dyna
Dynast, ein Machthaber, Herrscher, mit dem Neben-begriffe des Kleinen. In dem mittleren Ze-t-alrer wur-den die erblichen Bescher eines großen Land -ügcnthumsdarunter verstanden, insofern sie nicht zu den Reichs-ständen gehörten.
Dynastie, r. die Herrschaft; 2. eine Reihe von Herr-schern aus einer und ebenderselben Familie, eine Hcrr-scherfamilie, wofür man auch das regierende Haussagt. Das herrschende würde Deutscher sein.
Dyssenterie, die Ruhr.
Dyset asie, in der Arzeneikunst, die Schwer- oder Dick-blütigkeit.
Dyspathie, die Unsolgsamkeit, Wunderlichkeit, Unleid-lichkeit des Kranken.
Dyspepsie, in der Arzeneikunst, die schlechte Verdauung.
Dysphagie, in der Arzeneikunst, das beschwerlicheSchlucken.
E.
Eau de Lavande (spr. Oh d' Lawangd'), Spiekwassek.
Ebauche (spr. Ebohsch'), der Entwurf, die erste Anla-ge. 2. Ein schwacher Versuch. S. Skize.
Ebauchiren (spr. ebohschiren), leicht oder obenhin ent-werfen, aus dem Grooert arbeiten.
Ebenist, eigentlich einer, der in Ebenholz arbeitet; manversteht aber überhaupt einen Kunsttischler darunter.
Eblouirt (spr. ebluirt); außer geblendet und verblendet,haben wir verblüfft dafür, welches ehemahls freilich nurder N. D. Mund-art eigen war, seit einiger Zeit aberauch von mehr als Einem edlen Schriftsteller in die Bü-chersprache eingeführt worden ist. B 0 d e gebrauchte eszuerst in seinem Tristram Shandy, nach ihm andere,- z. B. W i e l a n d:
Wiewol so einem schwächet«,'«'Verblüfften Kopf aus x ein u zu machenKein großes Kunststück ist.
Ad., der es, wie alles, was der N. D. Mund-art ei*gen ist, in die niedrige Sprech-art verweiset, kennt dasWort nur in seiner zweiten, abgeleiteten Bedeutung,in der es furchtsam machen oder abschrecken heißt; undleitet es sehr gezwungen von blauen, schlagen, her.Besser St o sch, der in den Kleinen Beitragen S. 22.mit mehr Wahrscheinlichkeit vermuthet, daß es ursprüng-lich verblucht, gleichsam verbeleuchtet, durch zu vielesLicht geblendet, geheißen habe. Diese Vermuthung stimmtsowol mir der Hauptbedeutung des Worts (vermöge wel-cher es die Begriffe staunend und bestürzt vereiniget,und den höchsten Grad von beiden ausdruckt) als auchmit der Bemerkung überein, daß ffund ch im N. D.-oft mit einander verwechselt werden. Dieser Herlei-tung zufolge würde verblüfft recht eigentlich dem Fran-
z6i)
zösischen ebloui antworten. Im gemeinen Leben sagtman, wenigstens im N. D., auch verdutzt und bedutztdafür.
Ebranlement (spr. Cbranglemang), die Erschütterung.
Ebranliren (spr. ebrangliren), erschüttern.
Ebullition, das blasentreibende Aufkochen; kürzer, dasAufkochen, Aufsieden, Aufwallen und die Aufwal-lung; in der Arzeneilehre auch der Ausschlag.
Ecarlate (spr. Ekarlahr), Scharlach, Schars achsarbe,Scharlachroth.
Enararen, entfernen, auf die Seite bringen oder schaf-fen.
Ecoolica, in der Arzeneikunst, Abtreibungsmittel, wo-durch das Abgehen der Leibesfrucht befördert wird.
Ecce liomo! Diese Worte, deren sich Pilcnus bediente,als er Mitleid gegen den gequälten Christus erregenwollte, hat Luther durch: siehe, welch ein Menschist das ! übersetzt. In der Kunstsprache der Mahlerethat man sie zur Benennung solcher Gemählde gemacht,worauf Christus in demjenigen Zustande vorgestellt wird,worin Pckatus ihn mit jenen Worten den Juden vor-stellte. Ein Eccehomo. sagt man. Man könnte einleidender oder duldender Christus dafür sagen.
Eccenttisch. S. Excentrisch.
Ecclesia. Wir haben zwar das aller Welt bekannte Work;Kirche, dafür; aber die Freunde der Lateinischdeuischen'Rechlssprache wollen doch lieber Ecclesia mater, odergar matrix, filialis und viduata; als Mutterkirche^Tochterkirche und erledigte Kirche, lieber Ecclesiapressa, als, die Kirche im Drucke oder die unter-drückte Kirche, sagen. Wie lächerlich!
Ecclesiast, 1. ein Geistlicher oder Kirchendiener über-haupt; und 2. Salomo's Buch, der Prediger genannt,insonderheit.
Ecclesiastiscb, geistlich oder zum Kirchenamte gehörig,z. B. ein solches Ansehen.
Ecclisis, in der Arzeneikunst, der Austritt eines Kno-chens aus seiner natürlichen Lage und Fuge; der Ki.o-chenanstritt.
Eccrinologie, die Lehre von den Abgängen und Aus-würfen des menschlichen Körpers; die Auswursslehre.
Eccrysis, in der Arzeneikunst, die Austteibung desKrankheitsstoffes, durch den Schweiß, Harn u. s. w.
Echafaud (spr. Eschafoh, woraus die Deutschen Schaf-sol gemacht haben), im Allgemeinen, ein Gerüst; inbesonderer Bedeutung ein Blutgerüst, eine Blutbühne ;in der Volkssprache, der Rabenstein. Schaffot selbstkönnte jetzt für Deutsch gelten, wenn es nicht den Tonauf der Ableitungssilbe hätte.
Echantillon (spr. Eschangtilljong), die Probe, das Muster.
Ecbapiren (spr. eschapiren), 1. durchgehen, ausreisten,davonlaufen; 2. entfahren, entwischen, entschlüpfen,z. B. es entfuhr, es entwischte oder entschlüpfte ihm daSunvorsichtige Wort.
Ll Z JEehar-