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1 (1808) A - E
Entstehung
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Cyii

Daec

Dact

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d essem beide gleichlaufende Grundflächen einerlei Umkreishaben. Sturm bildete vor mehr als hundert JahrenRundsäule dafür. S. dessen Archimedis Kunstbücheru. s. w. Nürnberg 1760. Das Wort scheint aber jetzterst Glück machen zu wollen, nachdem Kindcrlingund Bursa es hervorgezogen haben.

Cylindrischer Fuß, ein Walzenfuss, d. i. eine Walze,deren Höhe und Durchschnitt einen Fuß betragen.

Cylindrus horodicticus, eine Stundeusaule, d. i. eineSonnen-uhr in der Form eines Cylinder.

Cylindrus pyrotechnicus, ein Sturmblock, d. i. einmit Handgranaten angefüllter Cylinder.

Cyrnbal, das Hackebrett; bei den Alten Schallbecken,dergleichen noch jetzt bei der sogenannten Janilscharen-musik üblich sind.

Cyniker, der Spottname einer philosophischeil Lehrzunftin Grichenland, die sich über das Uebereinkömmliche inder Beurtheilung des Sittlichen und Unsittlichen wegsetz-te, und daher keinen Anstand nahm, manches öffentlichzu thun, was der Wohlstand zu verheimlichen gebietet.Sie wurden daher cynische, d. i. hündische Philoso-phen oder Hundephilosopheu, Cyniker, genannt. Rü-diger hat (in dem Lehrbegrisse des Vernunftrechts)kein Bedenken getragen, Hundeweise dafür zu sagen.Die Schule der Hundeweisen (Cyniker)." Allein dieVerbindung der Begriffe Hund und Weiser hat, selbstim Scherz oder Spott, zu viel Auffallendes.

Cyniseh, hündisch. S. Cyniker.

D.

Da capo , ein in der Tonkunst gebräuchlicher Jtal. Aus-druck, welcher, unter ein Stück gesetzt, den Spieleroder Sänger benachrichtiget, daß das Stück von vornwieder angefangen, und bis zu Ende des ersten Theilswiederholt werden soll. Man kann es daher durch vomAnfange! oder von vorn! verdeutschen. Noch ein-mahl! welches ich ehemahls mit dafür angesetzt hatte,paßt Deswegen nicht, weil gewöhnlich nicht das ganzeStück, sondern nur der erste Theil desselben wiederholtwird. Wenn diese Wörter zusammengezogen und alsein Sachwort gebraucht werden, z. B. im Da capo«bertraf er sich selbst, so kann man Wiederholung da-für setzen. Bei der Wiederholung u. s. w.

Daccord (spr. dakkohr), bedeutet, wenn es für sich al-lein steht, so viel als unser zugestanden! eingeräumt!und die R. a. d'accord mit einem sein, heißt, einigoder einverstanden mit ihm sein, mit ihm überein-stimmen.

Dactyliothec, eigentlich ein Ringkastchen; dann auchjn allgemeinerer Bedeutung ein Juwelenkäsichen. L i p-p er hat das Wort zum Titel der von ihm besorgtenSammlung von Abgüssen geschnittener Steine ge-

braucht. Wenn es ihm gefallen hätte, sich dieser Deuk-jchen Worte zu bedienen: so würde auch der Ungelehr-re gewußt haben, was uns in dieser Sammlung dar-geboten wird.

Daetylologie oder Dactylonomie, die Kunst an denFingern zu rechnen, und in weiterem Sinne, auch dieKunst durch Hülse der Finger seine Gedanken auszu-drucken oder zu verstehen zu geben; also das Finger-rechnen oder die Fingerrecheukunst, und die Finger-sprache.

Dactylus, bedeutet zwar eigentlich einen Finger; aberin dieser Bedeutung kommt es im Deutschen nicht vor.Hier wird es nur in seiner uneigentlichen Bedeutunggebraucht, wo es ein Kunstwort der Verskunst, undzwar die Benennung eines dreisilbigen Fußes ist, deraus einer langen und zwei kurzen Silben besteht; z. B.herrlicher. Pros. Löwe hat es durch Dvppelschlag zuverdeutschen gewagt:Da der Dichter auch oft Dop-pelschlage (Daetplen) eingemischt hat." Jn den Bei-tragen zur weit. Ausb. der Deutsch. Sprache. Beider Grichischen Benennung Dactylus hat man auf denUmstand gesehen, daß die Finger ein längeres Gliedund zwei kürzere haben. Für diejenigen, welchen jenesfremde Wort und diese dabei gedachte Vergleichung be-kannt ist, würde Fingersuss eben so bezeichnend seick.Stenzel hat, im Moritzischen Mörterbuche, Finger-schlag dafür beliebt:Andere bestimmen das Sapphi-sche Versmaß aus einem Trochäus oder Wälzer, ei-nem Spondeus oder Tritt, einem Dactylus oder Fin-gerschlag u. s. w.

Dudalisch. Dädalus war, wenn wir dem Ovidund der Fabellehre glauben wollen, ein so sinnreicherKünstler, daß er sogar für sich und seinen Sohn Ika-rus Flügelaus Wachs bildete, womit sie aus ihremKerker davonflogen. Dadalisch wird daher für sehrkünstlich, oder kunstreich gebraucht.

Dämon. In der' Götterlehre der Alten waren die Dä-monen, was in unserer Kirchenlehrc die Engel sind,Mittelwcsen zwischen der Gottheit und dem Menschen.Man -theilte jene, wie diese, in gute und böse ein.Da, wo wir jetzt das Wort Damon zu gebrauchenpflegen, könnten wir füglich bald guter, bald böserGeist, oder auch guter und böser Engel dafür sagen.

Dämonarch, Fürst der Geister oder Geisterfürst, Be-herrscher der Geister oder Geisterbeherrscher.

Dämouiacus, im Sinne des Aberglaubens, ein Beses-sener ; der Wahrheit nach entweder ein Nervenkranker,oder ein Betrüger.

Dämon olatrie. Als man noch an Teufel und Teufeleienglaubte, verstand man unter diesem Worte die Vereh-rung des Teufels, den Teufelsdicnst.

Dämonologie, die Geisterlehre. Kant hat diesem Gri-chisch-latcinischen Worte willkührlicher Weise den BegriffGg «einer