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Esti
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Et cae
Esqu
Esquisse (spr. Eskiss'), der Entwurf. Wir haben dasWort Skize danach gebildet. Grund-entwurf (da, woEntwurf schlechtweg nicht hinreichend scheinen möchte)würde Deutscher klingen. Die Franken unterscheidenübrigens Croquis unb Esquisse; jenes ist der erste ro-he Entwurf durch einige hingeworfene Bleistift - Feder-nder Pinseistrichc, dieses der völlig entwickelte, abergleichfalls nur durch nnausgearbeitete Züge angegebenePlan eines Gemähldes, eines Schauspiels u.s. w.
Essai (spr. Essah), der Versuch, die Probe.
Esse. Man gebraucht dieses Wort in der R. a. in sei-nem Esse sein, womit man sagen will: heiter und ver-gnügt oder aufgeräumt sein. In N. D. sagt man da-für auch auf seinem Schicke (Geschicke) sein. Sich.Assiette. Gewöhnlich wird dieses Esse für das Lat.Zeitwort gehalten, wclckes sein bedeutet. Allein v.Wink er seid hat in den Beitragen zur weitcrn Aus-bildung der Deutschen Sprache (IX. 131.) die nichtunwahrscheinliche Vermuthung geäußert, daß die ganzeR. a. in seinem Esse sein, nichts anders, als die ver-drehte Französische: etre a son aise, sei.
Essentialia, ober Essentiaden, wesentliche Theile oderBestandtheile. Für essentialia constitutiva hak Ma-cken sc n ausmachende Bestandtheile, d. r. Bestandthei-le, welche das Wesen des Dinges ausmachen, gesagt.
Essentiell, wesentlich.
E'ssetiz, 1. das Wesen; 2. der Geist, z. B. Pomme-ranzengeist für Pommcranzen- esseuz. Hcynatz hatfür diese zweite Bedeutung Kraftwasser angesetzt, wel-ches zwar für einige, aber nicht für alle Falle paßt. DasWort Wasser, wobei wir an etwas geschmackloses und»«kräftiges zu denken gewohnt sind, scheint dem Begrif-fe, den das erste Work, Kraft, darbietet, entgegen zuarbeiten. Ich würde daher lieber Krafttropfen sagen;und zwar um so mehr, da diejenigen A'zeneimitkel, dieman Essenzen nennt, tropfenweise genommen zu wer-de» pflegen.
E,ssitojoll 1 der Ausgangs - oder Ausfuhrzoll.
Estafette, wofür man auch Stafette hört, ein reitenderPoitbotc, ein Eilbote zu Pferde.
Estampe, ein Kupferstich.
Estandarce, ob«-Standarte, das Reiterfähnchen, oderdie Reiterfahne.
Estimable (spr. cstimabl), schätzbar. Dieses DeutscheWort ist zwar allgcmeiu gebräuchlich; allein die Aehn-lichkcitsrcgcl verbietet es in diesem Sinne zu gebrauchen.Denn da unschätzbar so viel als was nicht geschätztwerden kann oder alle Schätzung übersteigt, bedeutet,so muß schätzbar heißen, was geschätzt werden kann,und nicht, was geschätzt zu werden verdient, oder wasgeschätzt wird. Für diesen Begriff sollten wir dahernur geschätzt, achtungswürdig, achtungswerth und acht-bar gebrauchen.
Estimatiou, die Schätzung.
Estime (spr. EstihnD, die Achtung, Hochachtung, wel-ches mehr sagt, antwortet dem Französischen Conside-ratio».
Estimiren, achten, schätzen.
Estrade, der Auftritt, d. i. die Erhöhung des Fußbo-dens, z. B' vor einem Fenster, Throne u. s. w.
Estropiren, Franz, e.stropier, lähmen, zum Krüppelmachen.
Etabliren (sich), sich ansetzen, niederlaffcn, eine Hand-lung anlegen, seine Werkstatt eröffnen, sich setzen odersich auf feine eigene Hand setzen. Er ist völlig etablirt,heißt, er ist völlig eingerichtet. Für einen etabliren,können wir ansetzen gebrauchen. Ein Werkhaus (Fa-brik oder Manufactnr) etabliren, heißt, es anlegen.Ein Gesetz, einen Gebrauch etabliren, können wirdurch einführen ersetzen. Einen Grundsatz etabliren,heißt, ihn festsetzen. In der Kantifchen Schule wirddas einfache setzen dafür gebraucht.
Etablissement (spr. Etabliff'mang), bald Anlage, baldEinrichtung, bald Versorgung, bald Niederlassung.„Die Anlage der Engländer in Neuhvlland würde ei-nen glücklichern Erfolg versprechen, wenn u. s. w. Erist noch sehr mit seiner neuen Einrichtung beschäftiget.Er fand hier, was er nicht erwartet hatte, eine sichereVersorgung. Ich fand meines Freundes Niederlassungin B. so vernünftig, daß ich nothwendig dazu rathenmußte/'
Eta^'e (pr. Eta»e), Geschoß, Stockwerk, Stock.
Eta^enmäßlg, stockwerksmaßig, d. i. so, daß das En-de des einen den Anfang deS andern berührt, z. B. sogeschnittenes Haar.
Etaliren, auslegen, auskramen.
Etalon (spr. Etalong), ein Zuchthengst oder Beschäler.
Etat (spr. Elah). Wir können dafür bald Zustand, Be-schaffenheit oder Lage, bald Fuß, bald Anschlag oderUcberschlag setzen. „Der Zustand, die Beschaffenheit,die Lage seiner Gesundheit, seines Vermögens u. s. w.Auf den alten oder neuen Fuß. Es muß bei dem ein-mahl gemachten und festgesetzten Anschlage oder llcber-schlage bleiben/' Der Förster ist dieses Jahr nicht auffeinen Etat gekommen, heißt, er hat nicht so viel ge-liefert, als er liefern sollte; also, er ist nicht anf feineLiefernnaszahl gekommen. Diese Ausgabe gehört nichtauf den Hofetat , d. i. auf die Hvfrechnung, zur Hof-nuterhaltting. Für Kriegs-etat könnte man Knegs-siaat, zuweilen auch Heerliste, und für Civil-etat,das bürgerliche Verwaltungswesen sagen. In den Zu-sammensetzungen Etatsrach, Etatsininister rc. kann esdurch Staat verdeutscht werden, Staatsrath, Staats-minister.
Et eaetera, und so weiter. Ein in einem Garten vorHalle befindliches Lusthauschcn ward Ludcwigs Etcä-tera genannt. Die Entstehung dieser scherzhaften Be-nennung war folgende. Der genannte berühmte Pros,
der