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Epis Epit Epit Equi
Episcopal, bischöflich. Die bischöfliche Kirche, das bi-schöfliche Ansehen. Die Episcopalen sind diejenigen,die sich zu der herrschenden oder bischöflichen Kirche inEngland halten; also die Bischöflichen.
Episode. Wir können Neben- oder Zwischengesang, kur-zer, Neben - oder Zwischcnsang, dafür sagen; auchNeben- oder Zwischenhandlung, insofern die Episodeund das Werk, wozu sie gehört, schauspiel-artig (dra-matisch) oder erzählend ist. Eschen bürg setzt dieBenennungen Einschaltung, Eingewebe und Beiwerkhinzu. Das letzte ist in der Sprache der bildenden Kün-ste für Accessorium üblich. Heß, in der Geschichteder Patriarchen, hat Zwischenstück.
Episodisch , ist uns als Beiwort entbehrlich; denn Ne-bengesang, Nebenhandlung, Nebengeschichte sagen schonso viel, als episodischer Gesang, episodische Ge-schichte. Sonst könnten wir auch eingeschaltet, einge-webt und eingeflochten dafür sagen.
Epistel. Wir Haben Brief und Sendschreiben, auch Schrei-ben schlechtweg dafür. Das veraltete Sendschreiben wird,gerade weil es veraltet ist, besonders für solche Fälledas brauchbarste sein , da wir mit Epistel widrige Ne-benbegriffe verbinden, wie wenn wir z. B. sagen: ichHabe seine langweilige Epistel erhalten. Wenn von der-jenigen Gattung von Gedichten, welche die Form desBriefes hat, und welche unter Epistel verstanden wird,die Rede ist, so könnte man Briesgedicht dafür sagen.„Du kennst das schöne Pftffelsche Briefgedicht an seineTochter, die Klippe des Gefühls genannt." Väterli-cher Rath. Nur in der kirchlichen Bedeutung des Worts,da ein zum Vorlesen bestimmtes Stück eines Apostel-briefes , im Gegensatze des Evangeliums, darunterverstanden wird, wie wenn man sagt: er laS die Epi-stel ab, er predigte über die Epistel, hat dieser frem-de Ausdruck so liefe. Wurzeln in die Volkssprache ge-schlagen, daß er schwerlich wieder ausgetilgt werdenkann, es müßte denn sein, daß unsere ganze kirchlicheVerfaffung eingeschnilffzen würde. Für die uneigentlicheund undeutsche R. a. einem die Epistel lesen, könnenwir füglich ihm Vorwürfe machen, eine Strafpredigthalten, Verweise geben, den Kopf waschen u. s. w.sagen.
Epistolarisch; kann theils durch brieflich, theils durchZusammensetzungen mit Bricf gegeben werden, z. B. dieBriefform oder die briefliche Form f. die epistola-rische.
Epistolograph, der Briefschreiher oder Briefsteller.
Epistolographie, eine Anweisung zum Briefschreiben,die Bricfschreibeknnst.
Epi syllogismus , „die absteigende Reihe der Vernunft-schlüsse, d. i. der Fortgang der Vernunft auf der Seitedes Bedingten." Kant.
Epitaphium, die Grabschrift.
Epithalamium , ein Hochzeitslied.
Epitheton, ein Beiwort, d. i. ein Bestimmungswort,welches einem Sachwerte beigefügt wird, z. B. der grü?ne Baum.
Epitomator, der Ausziehet oder Auszugntachcr.
Epitome, der Auszug, der Inbegriff, der kurze Begriff.
Epoche, Franz. Epoque (fpr. Epock'), ein Zeitpunkt,d. i. ein Punkt in der Zeitfolge, bei dem man stillsteht,oder einen Zeit-abschnitt macht. Allein dieses DeutscheWort paßt nicht zu der R. a. Epoche machen. Eherwürde man in diesem Zusammenhange Zeitstufc, oderZeit-abschnitt, auch Zeitmahl (Mahl für Erinnerungs-zeichen genommen) dafür gebrauchen können. Allein dasletzte möchte an Mahlzeit erinnern. Vielleicht ließe sichZcitscheide (wie Wetterscheide ) oder auch Scheidezeit(wie Scheideweg) dafür sagen. Zeitrcchnungspunkt,welches Ki nderling vorschlägt, ist zu lang. Schot-tet gebraucht in seiner Sprach-einlcitung Gedenkzcit)wofür man kürzer Deukzeit sagen kann. Andere habenZahlpunkt dafür beliebt. Dieses führt Hcynatz imAnlibarb. mit Beifall an; worin ich ihm nicht beistim-men kann, weil der Begriff Zeit dabei fehlt, der dochzu Epoche wesentlich gehört. Denn nicht jeder Punkt,wobei man zu zählen anfängt, sondern nur derjenige,bei welchem man eine Folgercihe von Jahren zu zäh-len anfängt, heißt eine Epoche. Noch weniger möchteich das Urtheil dieses verdienten Sprachforschers: „daßman auch uneigentlich, er macht einen Zahlpunkt, für,er macht Epoche, sagen dürfe, zu dem mkinigen ma-chen. Wer eine Summe Geldes zählt, der macht oft,z. B. so oft ein Thaler oder zehn oder hundert Thalervoll sind, und er nun wieder zu zählen anfängt, ei-nen Zahlpunkt, aber keine Epoche. Cat e l hat Zeit-abschnitt angenommen.
Epoden. ©rieft. Epodos. Mit diesem Namen werden inder Grichifchcn und Lateinischen Dichtkunst gewisse Ver-se, auch ganze Gedichte bezeichnet. Das Eigenthümli-che der Epoden des Horaz besteht darin, daß jedes-mahl auf einen länger» (sechsfüßigen) jambischen Versein kürzerer (vierfüßigcr) folgt. S. aber SulzersWörterb. unter Epddos.
Epopee, ein Heldengedicht, Heldengesang.
Epopten, Anschauer, d. i. Eingeweihte, die alles, wasbei den sogenannten Mysterien vorging, mit ansehendurften.
Equation, die Gleichung.'
Equidistant, gleich-abstandig. Catcl. Etwas gewagt,weil abständig für abstehend bisjetzt noch nicht üblichwar. Es ist indeß von Abstand richtig abgeleitet. Weres in dieser Bedeutung nun aber doch nicht annehmenwill, der muß gleich-abstehend oder gleich-entfernt sagen.
Equilibre. S. Aequilibrium.
Equ’dibrist. S. Aequ ili brist.
Equipage (spr.Ekipagc), i. überhaupt, das Gerätst oderGepäck; insbesondere aber 2. das Reiseratst oder die
Reise-