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1 (1808) A - E
Entstehung
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Epan Ephe Epho Epid

ich? ich hatte einen Freund." Wir können füglichdie Verbesserung oder Berichtigung dafür sagen.Epanouiren (spr- epanuiren), sich eröffnen, aufgehen.Das Herz ging mir auf." Koseg arten. Diese fi-gürliche Bedeutung fehlt in A d.'s Wörterbuche.Epargne (spr. Eparnj'), Dieses Französische Wort, wel-ches sowol die Handlung des Ersparens die Ersva-rung, als auch die Gewohnheit des ErsparensdieSparsamkeit, und endlich auch das Ersparte> dieErsparniß bedeutet, wird von den Sprachmcngcrn, be-sonders in dieser letzten Bedeutung, auch zwischen Deut-schen Wörtern gebraucht. Sie hat sich das Kleid vonihrer Ersparnisi angeschafft. A d. hat dieses gute Wortausgelassen.

Epauletts (spr. Epvlett'), das Achselband oder die Ach-sclrroddel, unterschieden von Achselschnur.Epenthesis, in der Sprachlehre, die Einschaltung ei-nes Buchstabens oder einer Silbe in der Mitte einesWorts.

Epenthetisch, eingeschoben, z. B. das t in antworten(eigentlich an-worten) ist ein eingeschobener Buchstab(epenthetiea iitera). Man könnte auch Schalt-buch-stabe, wie Schalt-tag, ein Tag , der eingeschaltet wird,dafür sagen. Einschubs-t, welches ich irgendwo dafürgesagt habe, ist zu hart, und verdient nicht nachgesagtzu werden.

Epexegese (Epexegesis), die Erklärung, Erläute-rung; auch eine Figur in der Sprachlehre, vermöge wel-cher einem Sachworte ein anderes in gleichem Falle bei-gefügt wird, um dem Begriffe, welchen daö erste dar-bietet, einen andern zur Erläuterung beizufügen, z. B.Cicero, der Redner.

Ephemeridem Wir sagen Tagebuch dafür; und ich wüß-te nicht, warum die Jselinsche Schrift: Ephe-meriden der Menschheit, nicht eben so gut Tagebuchder Menschheit hätte genannt werden können.Ephemerisch, was nur Einen Tag währt, also eintä-gig. Da wir langwierig f. lange während sagen, sodürfen wir auch tagwierig f. einen Tag während sagen.Also auch tagwierig. In den meisten Fällen, wo daSWort uncigentlich gebraucht wird, können wir es durchvorübergehend oder dauerlos übersetzen.

Ephemeren, i. in der PffanzenleHre ist Zeitlose dafüreingeführt. Es kommt aber auch in der Thierlehre eineArt kleiner Fliegen oder Mücken vor, Ephemera ge-nannt , die ein so kurzes Dasein haben, daß mehre Ge-schlechter an Einem Tage, wie man sagt, gcbohren wer-den und sterben. Für dieses haben wir den DeutschenNamen Haft; auch Ilfcr-aas; doch kommt dieser letzteName eigentlich nur der Larve dieses Thierchcns zu, dieeinige Jahrelang im Wasser lebt, wo sie sich Holenund Gänge ins Ufer wühlt. Man hat aber auch, weilman entweder jenen Deutschen Namen nicht kannte, oderihn nicht bezeichnend genug fand, Tagcwnrm und Tag-

thierchen dafür versucht; letztes kommt z. B. in Frank-lins kleinen Schriften, überseht von Schatz, vor.Hcynatz hat auch Tagegeschöpf dafür gesagt:Im-merhin mögen diese kurzlebenden Tagegcschöpse ihr We-sen treiben." Aber das ge ge macht einen Uebclklang.In den Beitragen zur weitem Ausbild. der DeutschenSprache wird gegen Tagkhierchen der gegründete Ein-wurf gemacht, daß es daS Gegentheil von Nachtthier-chcn, wie Tagvogcl von Nachtvogel, fei, folglich demfremden Ausdrucke nicht antworte. Eintagsfliege, wel-ches andere dafür haben einführen wollen, wird vonAd. unter Eintägig verworfen. Ein tagwieriges Ge-schvpfchrn oder Thicrchm, ist zwar freilich nur eineUmschreibung, aber doch eine solche, die bei aller Kürzedeutlich und bestimmt bezeichnet. S. Ephemerisch,

Ephorus, ein Aufseher, Vorgesetzter, Vorsteher. DasEphorat oder die Ephorie, das Aufseher- oder Dor-stehcr-amt. In Sparta hatte man fünf Staats-ausse-her (Ephoros).

Epicedium, ein Leichengedicht, ein Trauergesang zumLobe eines Verstorbenen.

Epicurer o&cr Epicuriier, ein Lüstling, Wohllüstling,Schweiger.

Epicurisch, üppig, wohllüstig, schwelgerisch.

Epicykel, Lat. Epicyclus, in der Sternkunde, ein Kreis,dessen Mittelpunkt in dem Umkreise (der Peripherie)eines andern Kreises herumgeht. Vielleicht paßte Bei-kreis dafür.

Epidemie, eine Krankheit, die sich über ein ganzes Landvder Volk, oder auch nur über einen ganzen Ort er-streckt. Oft reicht Seuche schlechtweg dafür hin, weildiesem Worte schon der Nebenbegriff der allgemeinenVerbreitung anzukleben scheint, z. B. in Viehseuche,Pockenseuche, Schnnpfenseuche u. s. w. In denjenigenFällen aber, wo dieser Nebenbegriff zum Haupkbegriffewird, und wo er also auch ausdrücklich angegeben oderhervorgehoben werden muß, können wir ihn durch Zu-sammensetzungen mit Land (auch mit Stadt und Dorf)ausdrucken, und eine Landscuchc (Stadt- oder Dorf-seuche) , wie Landplage und Landregen , sagen.DasFleckfieber, welches anfangs nur erst einzelne Personenergriff, breitete sich nach und nach aus, und wurde zurLandseuche.

Epidemisch, nicht ansteckend, wie ich, mit andern,in meiner Preisschrift irrig dafür angesetzt hatte (denndieses antwortet dem Lateinischen contagiös), sondernumgehend, oder herrschend. Eine epidemische Krank-heit nämlich ist eine solche, die durch den Einfluß derWitterung, ungesunder Nahrungsmittel u. st w. in vie-len Menschen zugleich entsteht, ohne deswegen geradeansteckend zu sein. Kinderling hat bemerkt, daß inalten Schriften auch anfällig für epidemisch gefundenwerde; allein nach Ad. bedeutete dis Wort (wie auchschon seine Abstammung zu erkennen gibt) ansteckend,

conta-