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1 (1808) A - E
Entstehung
Seite
282
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Sachwort der Raser und die Raser'mn dafür bilden.Will man einen noch stärker» Ausdruck, so kann mansie die Hirnwüthigen nennen:Der Sauger und Pfei-fer und Kastraten (Hämmlingc) und hirnwüthigen Wei-ber war keine Zahl." W i e l a n d.

Eurhumirt (spr. angrühmirt), vom Schnupfen befallen.Man könnte verschnupft dafür sagen. Bei der R. a. esverschnupft ihn, für, es macht ihn empfindlich, liegtvielleicht jene eigentliche Bedeutung des verschnupft zum Grunde. Er bekommt den Schnupfen davon.

EnroIIiren. S. Einrolliren.

Ens, ein Wesen. Ens rationis, ein Gcdankcnwesen, d.

1. ein solches, welches nur in unserer Vorstellung, nichtin der Wirklichkeit, da ist:Bedarf mehr, als die-scrkurzen Schilderung, die ich wahrlich nicht nach sclbst-geschaffcnen Gedankenwesen, sondern nach wirklichen Men-schen entworfen habe." Väterlicher Rath.

Ensemble (spr. Angßangbl), (das), das Ganze. Allediese Stücke zusammengenommen, machen ein sehr schö-nes Ganzes.

Emarnireu (fpr. augtamiren), eigentlich anschneiden, un-cigentlich anfangen oder eröffnen, z. B. eine Verhand-lung. Einer unserer Schriftsteller hat auch anschneidenin figürlicher Bedeutung dafür gebraucht.Einen Dis-cours (ein Gespräch) anschneiden." Kose garten. Et-was gewagt!

Enterologie, die Lehre von den Eingeweiden.

Enterotomie, das Aufschneiden eines Darms, um et-was herauszunehmen; der Darmschnitt.

Entfernen t (spr. Angtät'mang), der Eigensinn, Starr-sinn, die Starrköpfigkeit, auch die Köpfigkeit schlechtweg.

Entetirt, Franz, entete; eigensinnig, starrköpfig, steif«köpfig. Wir haben aber auch daS einfache köpfig (wel-ches dem gleichbedeutenden tötn antwortet), ein Wort,welches A d. nur in den damit gemachten Zusammense-tzungen kennt. S. aber Richcp.

Enthousiasrniren (spr. angthufiasmiren), begeistern, inFeuer setzen.

Enthusiarnns; wir haben 1. für den niedrigsten Grad,Warme; er redete mit Wärme von dem Glucke u. s. w.;

2. für die höheren Grade, und zwar das Wort in gu-tem Sinne genommen, Begeisterung, und 3. wenn vonden Nebenbcgriffen der Schwäche, der Unregelmäßigkeit,des Irrthums oder des Aberglaubens etwas hinzuge-dacht werden soll, Schwärmerei. Auch die AusdrückeHochgefühl und Hochsinn können oft gesetzt werden, wodie Freunde der Sprachmcngerei das fremde En-thusiasmus gebrauchn!; z. B.Wie viel Gutes ließesich bewerkstelligen, wenn ein gewisser reiner Hochfinnfür das wahre Vernünftige und Gute die Herzen allerMenschen belebte und zu gemcinschaltlichcn Bemühungenvereinigte!"

Enthusiast, 1. in guter Bedeutung, ein Begeisterter,

3. in böser, ein Schwärmer, ein Brausekopf.

Enthusiastisch, begeistert, mit Begeisterung, schwär«'mcrisch. Für die edle Art der Schwärmerei hat W i e°land schwarmcrlich gebildet, weil die Bei- und Ne--benwörter in isch, einige Fälle ausgenommen, den NeVbenbegriff des Tadelnswürdigen mit sich führen. Auchhochsiiegend und hochschwebend können zuweilen dafürgebraucht werden.

Enthymema, in der Denkkunst (Logik), eine Art vonunvollkommenem Vernunftschlusse, welcher nur aus zweiSätzen, dem Unter-und Schlußsätze (Minor und Con-clusio), ohne Obcrsatz (Major) besteht; j. 23 .:

Du bist ein Mensch;also bist du sterblich.

Hier ist der Obersatz: alle Menschen sind sterblich, aus-gelassen. Man könnte unvollkommner oder abgekürzterVernunftschlusi dafür sagen.

Entit'.it,(. Entitas, in der barbarischen Sprache derSchulwcisen des mittleren Zeitalters, die Wesenheit,vermöge welcher von jedem Dinge behauptet werden kann,daß es ein Ding sei!

Entoilage (spr. Angtoälage), gewebte Kanten oder Spi-tzen, von der feinsten Art. *

Entomolith, ein versteinertes Kerbthier oder Gcziefer,(Insect).

Entomolog, ein Kerbthicrkcnner, ein Geziefcrkenner.S. Entomologie.

Entomologie. Je nachdem man die eine oder die ande-re der für Insect (S. dieses) vorgeschlagenen Benen-nungen annehmen, oder sie alle verwerfen und dem Lat.Namen beizubehalten sich entschließen wird , muß die En-tomologie, d. i. die Lehre von den Insecten, entwe-der durch Kerbthierlehre und Kerbthierkunde, oder durchGezieferlehre und Gezieferkunde verdeutscht, oder durchInsectenlehre und Insectenkunde halb Lateinisch halbDeutsch benannt werden.

Entrainiren (spr. angträniren), fortreiffen, hinreisten.

Entrata, in der Tonkunst, der erste Theil eines Con-certs; der Eingang.

Entrechat (spr. Anterschah), ein künstlicher Tanzsprung,wobei die Beine kreuzweise so schnell bewegt werden,daß sie wie durch einander geflochten erscheinen. Mankönnte vielleicht Kreuzsprung dafür sagen. Oft ist Lust-sprung dafür hinreichend, welches auch Catel dafürangesetzt hat.

Entree (fpr. Angtreh), 1. der Eingang, z. B. eines Hau-ses; 2. das Eintrittszimmer^ d. i. dasjenige, woreinman die Fremden treten läßt, indeß sie angemeldet wer-den; 3. der Zutritt, z. B. bei großen Herren; 4. dieVorspeise oder der erste Gang, bei einem Gastmahle;5 - das Eintrittsgeld bei Schauspielen u. s. w. Die En-tree, saat man, ist ein Gulden. Endlich wird Entree(Jtal. Entrata) 6. auch in der Tonkunst für Eingangoder Einleitung gebraucht, und eine kleinere Art von

Eröff-