Emer
En bi
Emergiren, auftauchen, emporkommen, berühmt wer-den. Emergens novum ist, in der Rcchtssprache,ein sich hervorthuender neuer Umstand, wodurch dieSache eine andere Gestalt gewinnt.
Emeritus, einer, der ausgedient, d. i. so lange gedienthat, bis Alter oder Schwachheit ihn unfähig dazu mach-te. Ein Ausgedienter ist zwar gebräuchlich; allein überdie Zulässigkeit dieses und ähnlicher Wörter, welche die^deutliche Form bei thätiger Bedeutung haben, wird>,wch gestritten. Die Zahl solcher Ausdrücke ist indeß i«unserer Sprache zu groß, als daß man sie für sprach-widrig erklären und die Ausmärzung derselben mit eini-ger Hoffnung des Gelingens versuchen könnte. S. aberF ade.
Emersion, tu der Sternkunde, der Austritt eines ver-dunkelten Himmelskörpers aus dem Zustande der Ver-finsterung.
Emerveillirt, (spr. emerwelljirt), verwundert, in Ver-wunderung gesetzt.
Emeticum, ein Brcchunttel.
Emetologie, die Lehre von den Brechmitteln.
Erneute (spr. Emöht'), der Aufstand, Auflauf.
Emigrant, ein Auswanderer, d. i. einer, der sein Va-terland verläßt , um anderswo zu leben.
Emigration, die Auswanderung.
Emigr6, Emigi'irter, ein Ausgewanderter, d. i. ei-ner, welcher ausgewandert ist. Dieses Wort gehört mitAusgedienter (S. Emeritus) in Eine Klaffe.
Emigrirsn, auswandern.
Eminent, hervorragend, hoch, erhaben, z. B. solcheVerdienste.
Eminiren, hervorragen, hervorstechen.
Emissaire (fpr. Emissär), ein Kundschafter, Ausspähet,Geheimbote.
Emmenalogie, die Lehre von der monatlichen Reinigung.
Emmeublement (fpr. Ammöblmang), der Hausrath,das Zimmergcrath.
Emmeubliren (fpr. ammöblircn), mit Hausrath ver-sehen, einrichten.
Emolliens , etwas erweichendes. Emollientia, erwei-chende Mittel oder Erwcichungsmittel.
Emolument, i. der Vortheil oder der Nutzen über-haupt; 2 . der Amtsertrag; zuweilen auch die Nebcn-einkünfte.
Emotion, die Gemüthsbewegung, die Rührung, dieWallung und Aufwallung.
Empaquetiren, einpacken.
Empecheraent (spr. Angpcfch'mang), das Hinderniß.Ost paßt auch das, freilich gebräuchliche, aber nichtsprachrichtige Wort Aufenthalt dafür. Da wir nichtaufenthalten, sondern aufhalten für hindern und ver-zögern sagen, so sollte das Sachwort auch von diesem,und nicht von jenem, abgeleitet werden und der Auf-hält, nicht der Aufenthalt lauten,
Empe
Empeehiren (fpr. angpeschiren), verhindern.
Empechirt, verhindert.
Emphase, der Nachdruck.
Emphatisch, nachdrücklich. Nachdrucksvoll scheint kei-ne gute Zusammensetzung zu sein, weil man nicht sagenkann, daß etwas von, Drucke voll fei.
Empirie, die Erfahrungskunde. Oft könne« wir auchdie Erfahrung schlechtweg dafür sagen.
Empiriker, Empiriens, im Allgemeinen einer, der et-was, ohne wissenschaftliche Grundsätze, bloß durch Ver-suche, Uebungen und aus Erfahrungen weiß oder kann.In engerer Bedeutung wird ein Erfahrungsarzt darunterverstanden, denk es an wissenschaftlichen Kenntniffen fehlt.
Empirisch, erfahrungsmaßig, von der Erfahrung ab-hängig. Die empirische Psychologie ? die Ersah»rungsseelenkunde. Moritz. Ein empirischer Satz, einErfahrungssatz.
Empirist ( Empirista ), „derjenige, welcher alle rei-ne Vernunft - erkenntnisse von der Erfahrung ableitet."Kant.
Emphraxis, in der Arzencikunst, jede Art von Verstoßpfung.
Emphysoma, der Windgcschwulst.
Emphyteuta, dcrErbzinsmann. <£in emphytevtische*Gut, ist ein Erbzinsgüt.
Emplacement (fpr. Angplaß'mang), dieLage, der Platz.
Emplette (spr. Angplette), der Einkauf.
Emploi (spr. Angploa), ein Amt, Dienst, eine Ver-sorgung.
Employren (fpr. angplojirea), anstellen, versorgen, an-wenden oder gebrauchen. Ein Employirter, ein Be-amteter, Bediensteter.
Emportement (spr. Angport'mang), die Hitze, Entrü-stung, das aufgebrachte Wesen. Emportirt, aufge-bracht.
Empressement (spr. Angpreffmang), die Geschäftigkeit,der Eifer, die Begierde. Empeessirt, voll Eifer, ei-frig, emsig. Sich empressiren, sich beeifern.
Empyrsum, der Feuerhimmel, der Sitz der Seligen.Unsere Dichter gebrauchen es gleichbedeutend mit Him-mel überhaupt; also empyreisch, himmlisch.
Empyrenma, das Brandichte, die Drandigkcit.
Empyrevmatisch, brandicht.
Emulation, die Nacheiferung, der Nacheifer.
Emulii'en, nacheifern.
Emulsion, ein Kühltrank.
Enallage, in der Sprach!., die Verwechselung; eineFigur, nach welcher ein Nedetheil für den andern, undbei den Zeitwörtern eine Zeit für die andere, gesetzt wird.
Enüorema, das Urinwolkchen, d. i. eine darin schweben-de Verdickung,
En blanc (spr. ang blang), Jtal. in dianco (wofür manauch in blanco hört), offen oder unausgefüllk gelas-sen; wenn z. B. in einer Anweisung der Platz, wo die
Enca-