«Emba
Embr
Emfir
Einen
Embarras (spr. Angbarrah), die Verwirrung, die Ver-legenheit; auch dasGewirre, und die Schwierigkeiten.
Emdarra88ant, beschwerlich, lästig, hinderlich.
Embarrassiren (spr. angbarrassiren), verwirren, in Ver-legenheit sehen oder verlegen machen, aufhalten.
Embarren. So nennt man in Petersburg gewisse Vor-rathshäuser, besonders für Hanf, die zusammengenom-men ein großes, mit Bogengängen umgebenes Gebäudeauf einer Insel in der kleinen Newa ausmachen. S.Jägers Zeitungslexicon.
Embelliren (spr. angbelliren), verschönern. Das einfa-che schönen, welches Loga u hat, ist veraltet:
Ein Mahler ist er auch, der alle Laster schonetZu einer Helena.
In einer andern Bedeutung, in welcher dieser Dichterdas Wort schönen (nänssich für schön sein) gebraucht hat,verdiente es eher gangbar zu werden:
Fürstinn, euer reines Schön hat ein Fieber jetzt
verhöhnet;
Aber Schönes ruhet nur, daß es nachmahls schö-ner schönet. .
Sturz hat auch verniedlichen für embelliren gesagt:„Der Mahler verniedlichet die von ihm gemahlten Per-sonen."
Embelliaaement (fpr. Angbclliff'mang), die Verschöne-rung, das Verniedlichen.
Emblem, ein Sinnbild.
Emblematiaeb, sinnbildlich.
Emblematmireu, sinnbildern. Lessi ng.
Emboitement (spr. Angboät'mang), in der Redekunst,das Einschachteln oder die Einschachtelung, d. i. die-jenige Eigenschaft der Schreib-art, da immer ein Satzin den andern, wie kleinere Sckachteln in größere, ein-geschlossen oder eingeschaltet wird. Wir pflegen eineSchreibart, der dieses eigen ist, eine verschlungene, unddie Eigenschaft selbst die Verfchlungenhkit der Schreib-art zu nennen. Die Deutsche Sprache und der Deut-sche Geschmack gestatten uns mehr Freiheit hierin, alsden Franken die ihrigen. Ein Ungenannter hat auch dasZeitwort schachteln in dieser Bedeutung gebraucht: „Ichhabe bei dieser kurzen Ucbersetzung Kants in einandergeschachtelte Perioden erst auseinander legen müssen."
Embonpoint (spr. Angbongpoäng), die Wohlbelcibtheit;ist schon ganz gebräuchlich, ungeachtet A d. dieses Wort,wie viele andere, noch nicht hat.
Embouebure (spr. Angbuschür'), i. die Mündung einesStroms; 2. das Mundstück, Mundloch oder der An-sah bei einer Flöte u. s. w.; 3 . die Ocffnung, z. B.eines Hohlweges.
Embraaaade, die Umarmung, Umhalsung; das erste,als das edlere Wort, für die ernste, das andere fürdie scherzhafte oder spottende Schreib-art.
Embra886meut (spr. Angbrass'mang), die. Umarmung.
Embrassiren, umarmen.
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Embrasure (spr. Angbrasürc), 1. die Schießscharte, 2.die schjcfablaufcndcn Fenstcrmauern im Zimmer, undder dazwischen befindliche Raum; die Fenstervertiefung.Sie sonderten sich von der Gesellschaft ab, und tratenin eine Fenstervertiefung. Catel hatFensterbogcn da-für angesetzt.
EmbromIIirkn (spr. angbrulljiren), verwirren, in Unord-nung oder Verwirrung bringen,
EmbrouiUirt (spr. angbrulljirt), verwirrt, verwickelt.
Embryo, eine nnzcitige oder unreife, noch nicht zu ih-rer völligen Gestalt entwickelte Leibesfrucht. D. A n-to n glaubt, dieser Deutsche Ausdruck erinnere zu sehran Fehlgeburt, und schlägt Ungeburt vor. Hingegenläßt sich nun zwar einwenden, daß die Vorsilbe un inden meisten Fällen mehr als bloß verneinende Kraft ha-be, z. V. in Unwesen, Unwillen, Unwetter; alleinda auf der einen Seile diese Regel doch nicht ohne Aus-nahmen ist, und wir auf der andern schon Mißgeburt,für mißgcbohrnes Kind, Nachgeburt für das, was nach-gcbohren wird, und Fehlgeburt für ein fehlgebvhrnesKind in unserer Sprache haben: so scheint Ungeburt f.Embryo, der Aufnahme dennoch würdig zu sein. Mankann übrigens oft auch, stakt ungebohrncs Kind oderungebohrncs Thier, der oder das Ilngebohrne sagen.„N. 3 ?. hat eine vollständige Sammlung von Ungebohr-nen, oder Ungcburten."
Der Ungebohrne fühlt in Mutterkeibe schonDas Loos der Erdensöhne — Zwang und Schmerz.Nach einer genauern Benennungs-art versteht man unterEmbryo ein-: Leibesfrucht, die noch nicht 3 Monate altist; nach welchem Alter man stc denn mit dem Lak. Wor-te fötus zu bezeichnen pflegt. In der Pflanzenlehre kannman Fruchtkeim für Embryo sagen.
Embuscade (spr. Angbüskade), der Hinterhalt.
Emeudatiou , bie Verbesserung.
Emendator, der Berichtiget. S. Emendiren.
Emendiren, verbessern. Das Wort wird besonders vondem Ausmärzen falscher Lesarten aus den Werken derAlten gebraucht, in welcher Hinsicht unser berichtigenam besten dafür paßt. Er hat das Werk nicht bloßherausgegeben, sondern auch die Lesarten berichtiget.Lich tenberg hat dcnBegriff: schlecht verbessern, oderdurch angebliche Verbesserung verschlimmern, in EinWort zusammenzudrängen gesucht, und verschlimmbes-sern dafür zu sagen gewagt. Dieses schwerfällige Wortschien mir verwerflich zu sein , weil es sprachwidrig (mitKlo pflock zu reden, wider-artig) gebildet ist. Ichschlug daher zerbessern, versteht sich nur für die scher-zende Schreib-art, dafür vor, und hatte dabei die Aehn-lichkeit von zerreiben, zerarbeiten, zerstoßen u. s. w.vor Augen, in welchen die Vorsilbe zer auf ein Uebermaßdessen, was durch das^Hauptwort ausgedruckt wird, undauf ein Zugrunderichten des Gegenstandes durch diesesUebermaß, deutet.
Mm 2 Einer-