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Elab
Eias
Elee
Eleg
angenommen werden können, weil man kein Wcchselwork(Participium) der vergangenen Zeit davon bilden, folg-lich auch dieses Wort weder in der vergangenen Zeit,noch in der Form deS Leidens gebrauchen kann. Dennman möchte nun entweder, er hat gewerbschricbm oder,er hat werbgeschrieben sagen wollen: so würde demDeutschen Ohre beides gleich unausstehlich klingen. Ein-rollen würde die beste Verdeutschung sein, wenn diesesWort nicht leicht mißverstanden und für zusammenrollengenommen werden könnte. Der Zusamenhang wird in-deß, wenigstens in den meisten Fallen, vor diesem Miß-verständnisse sichern.
Elaboration, die Ausarbeitung.
Elaboriren, ausarbeiten.
Elargiren, weiter machen, ausdehnen. Göthe hatauch ausweiten dafür gesagt: „Es scheint mir kein Vor-theil zu sein, daß wir unser Theater ( unsere Bühne)gleichsam zu einem unendlichen Naturschauplatze ausge-weitet haben."
Elasticität, die Federkraft, Schnellkraft, Spannkraft.Man kann auch die Prallweiche und die Prallkraft da-für sagen. K a n t hat Springkraft dafür beliebt. Spring-feder, für elastische, hatten wir schon. Auch dieFe-derharte, weil wenigstens das Bei - und Nebenwort sc»derhart schon üblich ist. S. das folgende Elastisch,
Elastisch; nach A d. federhart. Dis mag in einigen Fal-len gut sein, in andern ist es unbrauchbar. Man kann.z. B. nicht sagen: ein weicher, federhartcr Polstersitz.Ich schlug ehemahls schncllkraftig, von Schnellkraft ab- 'geleitet, dafür vor; allein das konnte auch was schnellkräftig ist bedeuten, und verdient daher,, als zweideu-tig, verworfen zu ,werden. Eher würde man fpannkraf-tig von Spannkraft dafür ableiten können, welches auchvon dem Verfasser berBriefe für Kinder. Braunschweiga/yy. schon geschehen ist. Voß hat das N. D. prallhervorgezogen, und für elastisch gebraucht :
Huf kühlem Moose, weich und prall.
Dieses Wort scheint allerdings zu verdienen, daß es im-mer mehr veredelt und für elastisch gebraucht werde,weil es wirklich (besonders durch den Nebenbegriff desAbprallens) sehr viel Ausdruck hat. Wi eland scheinteben so darüber zu denken; denn auch er hat (im Märzdes D. Merkurs 1795 .) angefangen es für elastisch zugebrauchen:
Aus einem warmenUnd prallen Schwanenbett.
Mir haben auch prallia. Da dieses, bei gleicher Bedeu-tung , weniger bekannt ist, als prall: so dürste es viel-leicht gerade deswegen eher, als prall selbst, für ela-stisch angenommen werden. In meiner Prcisschrift ha-be ich auch die Zusammensetzung prallweich für elastischversucht; welche ich auch jetzt noch für einige Falle nichtunrecht finde. „Ein prallwciches Ruhebette." Auch die-ser Ausdruck kommt nun schon in Schriften vor.
Dann flick' ich für Sr. Hoheit Gewissen,Darauf zu rnhn, ein prallwciches KissenZusammen aus Lappen von Aberglauben.
Der N. Froschmauslcr.Veit Weber (Wächter) hat in den Sagen der Vor-zeit ein Sachwort für Elasticität davon abgeleitet: „Derdem Stahlbogen eine so zurückschnellende Prallweiche zugeben verstand." Ich selbst habe auch Prallkrast dafürzu sagen gewagt: „Welche die Welt selbst für die Prall-kraft ihres , keine Einschränkung duldenden Geistes zuenge fanden." Theophron.
Electeur (fpr. Elektöhr), ein Wähler, Wahlhcrr, Kur-herr, und wenn er Fürst ist, Kurfürst.
Electron , die Wahl.
Electricität, electrisch und eleetrisiren. Es hakmir nicht gelingen wollen, für diese Wörter, so wie für° die damit gemachten Zusammensetzungen ,— Electrisir-maschine-, EleCtrometer, Electroplior —■ solcheDeutsche Ausdrücke zu finden,, die mir selbst genügten.Für electrisches Feuer habe ich einmahl — weil es• durch Reiben erregt wird — Reibfeuer zu sagen versucht:„Die Folge jeder guten oder bösen That laust, wieReib-seuer, durch die ganze Kette der menschlichen Gesellschaft,, vom ersten bis zum letzten Gliede derselben." Theo-phron. Für elektrische Körper hat man Nichtleiterfür unelectrischr, Leiter gesagt.
Electrometer, ein Elektricitätsmesser, wodurch der Gradoder die Stärke der Electricität angegeben wird. Solange für Electricität eine schickliche Deutsche Benen-nung fehlt, läßt sich auch diese Zusammensetzung nochnicht verdeutschen.
Electrum , ein durch Kunst veredeltes Metall, z. B.weißgemachtes Kupfer.
Electuarium, die Latwerge.
Elegant, als Beiwort, zierlich, nett. Geschmackvollwürde den Begriff noch besser ausdrucken, wenn dieseZusammensetzung gegen einen Einwurf, der sich widersie darbietet (S. Gustos) gercchtfertiget werden könnte.
Elegant (fpr. Elcgang), als Sachwort, eine neuere Be-nennung, wodurch Petit-maltre verdrängt wurde, undwofür ich Zierliug vorgeschlagen habe. Aber auch dieseElegants waren in der Sprache, wie in ihrem Wesen,unbeständig und vorübergehend. Es traten Bisamdus-ter (Muscadins) an ihre Stelle; und auch diese wur-den, nach einer kurzen Herrschaft, von den Unglaubli-chen (Incroyables) vertrieben. S. jeden von diesenan seinem Orte. Unser altmodischer Stutzer schämt sich,unter diesen Kindern der neuesten Mode, ungeachtet sieseines Geschlechts sind, aufzutreten. Die altern Namenwaren Schmuckebold und Hageprunk, welche VeitWeber (Wächter) in den Sagen der Vorzeit wie-der ins Gedächtniß gebracht hat. Catel hat Zierliugaufgenommen.
Ele-