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1 (1808) A - E
Entstehung
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Elem

Elep

Elit

Eleg

Eleganz^ Franz. Elegance (spr. Elegangß'), die Zier-lichkeit , Nettigkeit.

Elegie. Dieses Wort hat in neuern Zeiten diejenige Be-deutung wieder angenommen, die es ursprünglich hat-te. Wir verstehen nämlich ein Trauergedicht, einenTraucrgesang, ein Klagelied oder einen Klaggesangdarunter; dahingegen zu Horaz'ens Zeiten der Ge-

, genstand einer Elegie auch etwas erwünschtes oder fröh-liches sein konnte:

Versibus impariter iunctis querimonia primum,Post etiam indusa est voti sententia compos.

Elegisch , kann durch Zusammensetzungen mit Trauer oderKlage umgangen werden, z. B. ein Trauer- oder Kla-gedichter, st. elegischer. Die elegische Vcrsart istdiejenige welche aus Sechsfüßlern (Hexametern) undFünssüßlern (Pentametern) besteht. Man müßte sie,übereinstimmig mit dem Sprachgcbrauche, die trauern-de oder klagende Versart nennen, wenn nicht in neuernZeiten auch solche Gegenstände darin besungen wordenwaren, welche nicht zu den traurigen gehören. Alsolieber das Silbenmaß des Klageliedes.

Element, 1. in eigentlicher Bedeutung genommen, derUr-stoff oder Grundstoff, der Grundbestandtheil unddas Ur-theilchen; 2. uneigentlich und in der Mehrzahl,die Elemente, gebraucht, bezeichnet es die Anfangs-gründe einer Wissenschaft oder Kunst. In einer andern,gleichfalls uneigentlichcn Bedeutung nimmt man es,wenn man z. B. sagt: das Spiel, der Wein rc. ist seinElement, um auszudrucken: er kann ohne Spiel, oh-ne Wein rc. gar nicht leben. Hier könnte man Lebens-bedingung und Lebensstoff dafür setzen :Wie ein Fisch,der eine Zeitlang aus dem Trocknen lag, und durch ei-nen glücklichen Sprung sich nun auf einmahl wieder inseinen natürlichen Lebensstoff versetzt sieht." Theo-phron. Stieler schlagt Urgemengc für Elemente,vor, ja er laßt sogar dieses aus jenem entstehen, indemer 11 iu e, r in 1 und eng in ent übergehen laßt. Manhöre den sinnreichen Herleiter selbst:Quid? si dice-remus, esse a voce Ur et menge quasi das Urge-menge. Ex elementis enim omnia componuntur,atque in ea resolvuntur. R. nobis frequentissimein L mutatur, ut ex eo factum sit Ulmeng, quem-admodum in Almosen, pro Armosen. Vocalisvero U in c seu Ü facilis transitio est; et rusticinostri loco k in ment promiscue dicunt: ein üle-mengscher Kerl, homo execrandus." Man solltedieser feinen Herleitung zufolge glauben, daßllrgemen-ge das fremde, Element hingegen das daraus entstan-dene DeutscheWort sei! Ich würde Urgemenge oderUrmengsel eher für Chaos zu gebrauchen rathen. Ilr-stoff und Grundstoff hat Ad. für Element angesetzt.Catel hat, außer Urstoff, auch Urtheilchen aufge-nommen.

Elementarisch., abgekürzt, elementar, laßt sich durch

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Zusammensetzungen mit Grund oder Anfang verdeut-schen , z. B. Grundkenntnisse für elementarische, An«fangsbücher für Elcrnentarbücher.Ich nahm mir vor.an den Faden der hiezu gewählten Erzählung so vieleGrundkenntnisse zu schürzen, als re." Vorrede zum Ro-binson. Zuweilen wird man auch grundtheilig oder ur-theilig dafür setzen können. Das Elernentarseuer, wel-ches einige Naturlehrer annehmen, und worunter sie ei-ne feine, flüssige, sehr spannkräftige (elastische) undalle Körper durchdringende Materie verstehen, welchesie für die Ursache der Wärme hallen, könnte mandasUrfeuer nennen.

Eleodorisches ober Panisches Wachs, aufgelößtes uudmit Farben verbundenes Wachs, dessen die Alten sich,statt des Oehls, zu ihren Mahlereien bedienten.' Inneuern Zeiten ist die verloren gewesene Kunst, das Wachsdazu zuzubereiten, von dem Grafen Caylus und demPreußischen Hofmahler Calau wieder erfunden wor-den. S. auch Encaustisch. Der Deutsche Name könn-te Mahlerwachs sein.

Elephantiasis, der jüdische Aussah; eine Krankheit desMorgenlandes, welche in krebs-artigen Geschwüren be-sieht, wobei Füße und Beine mit einer der Elephanten-haut ähnlichen Decke überzogen werden.

Eleuteronomie , die Freiheitslehre; in der Kunstspra-che des Kantischen Lehrgebäudes das Gegentheil derEu»daemonie oder Glückseligkeitslehre.

Elevation, bte Erhebung, Erhöhung, die Höhe, z.B.in Polshöhe; das Emporheben des sogenannten Aller-heiligsten in der katholischen Kirche, die Erhabenheit.

Eleve (spr. Eläwc), der Zögling oder Pflegesohn, die

. Pflegetochter. Boß hat auch das weibliche Zoglinginn:Auf denn, wofern euch das Herz die verachtete.

Zöglinginn rühret.

Eleviren, erheben. In der kaufmännischen Sprache heißtden Protest eleviren so viel, als: einen zurückgewie-senen (protestiren) Wechsel durch die nächste Post zu-rücklaufen lassen. Die Holländer haben den Kunst-aus-druck lichten dafür.

Elicireii, herauslocken.

Elidiren, ausstoßen, wegwerfen oder wegschlcifen, z.B. einen Buchstaben , des Wohlklangs oder des Silbcn-maßes wegen. Man sagt, in diesem Zusammenhange,auch verschlucken dafür.

Eligible (spr. eligi bl), wohlfahig.

Eligi reit, auslesen, auswählen.

Elision, in der Sprachlehre, das Wegwerfen, Ausstö-ßen oder Verschlucken eines Buchstabens. Man kannauch die Wegschleifung und das Wegschleifln dafürsagen.

Elite, der Ausbund, der Kern, z. B. der Kern des Heers,der Aushub:Ein Ball, auf welchem der Aushub derEleganten (Zierlinge) von Polen vollzählig war." Fr.Schulz.

Mm 2 Eli-