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Duod
Dupl
Dyna
Duodrama , ein Schauspiel, worin nicht mehr als zweiPersonen auftreten; ein Zweipcrsoucuspirl.
Hupe (spr. Düp), ein einfältiger Mensch, der sich nar-ren laßt; ein Gimpel. Es ist aber auch nicht unge-wöhnlich, unser Narr in gleicher Bedeutung zu gebrau-chen. Ich mag eben so wenig eines andern Narr sein,als ich selbst einen andern zu meinem Narren machenmöchte. Für jemandes Düpe sein (etre In dupe clequn.) pflegen wir zu sagen: sich am Narrenseile vonihm leiten lassen, sich anführen oder bei der Nase füh-ren lasten.
Dupiren (spr. dnpircn),, zum Besten oder zum Narrenhaben, anführen, prellen und beschuppett. Die letztenbeiden sind niedrig.
Duplic, die zweite Antwort des Beklagten, auf die Er-wicderungs-oder zweite Klageschrift (Replic) des Klä-gers, welche auf die'erste Antwort oder Verantwor-tuugsschrift (Fxception) des Beklagten folgt. FürDuplic könnte man zweite Verantwortungsschrift sa-gen. So hat auch Lessing dieses Wort in der Schrift,die er Eine Duplik überschrieb. Braunschw. 1778, ganzrichtig bestiinmt. Indem er nämlich sich für den ange-griffenen, seinen Gegner hingegen für den angreifendenTheil erklärte, so wollte er auch die zweite Antwort,welche er diesem entgegensetzte, nicht Replic, sondernDuplic genannt wissen. Adelung hingegen hat (unterGegenrede und Gegensah) die Bedeutungen jener bei-den Wörter verwechselt. Bei einem und ebendenselbenGerichtsstände (Instanz) können sechs Verhandlungs-schristen , drei anklagende oder angreifende und drei ver-antwortende, Statt finden. Der Kläger nämlich reichti. seine Klage oder Klageschrift ein; wogegen dann 2.der Beklagte in seiner ersten Vertheidigungsschrift, Ex-ception oder Exccptionssah genannt, sich verantwortet.Diese kann man also die erste Verantwortungsschrift(oder Gegenrede) des Beklagten nennen. Was der Klä-ger 3. gegen diese Verantwortung vorzubringen hat, dasmacht den Inhalt seiner zweiten Klageschrift aus, wel-che die Replic desielben genannt wird; und gegen die-se vertheidiget sich 4. der Angeklagte in seiner zweitenVerantwortungsschrift, von den Rechtsgelehrten dieDuplic genannt. Hat der Kläger nun auch gegen diesenoch Einwendungen oder Gegengründe vorzukragen, soist ihm 5. vergönnt eine dritte Klagschrift (seine Tri-plic) einzureichen; wogegen denn aber auch 6. der Ange-klagte das Recht hat, sich in einer dritten Verantwor-tungsschrift (Quadruplic genannt) zu verantworten.Mehr als diese sechs Schriften werden bei einem undebendenselben Gerichtsstände nicht angenommen. Eber-hard (in der Synonymik) hat folgende ähnliche Be-nennungen vorgeschlagen: „Man könnte vielleicht vondem Erwiedern einen nützlichen Gebrauch bei der Un-terscheidung der Satzschristen der Sachwalter durch eigneBenennungen machen; indem man die Excevtionsschrist
Dupl
des Beklagten die erste Antwortsschrift; die Replic desKlägers die erste Erwiederungsschrift; die Duplic desBeklagten die zweite Antwortschrift; die Triplic desKlägers die zweite Erwiederungsschrift, und die Qua-druplic des Beklagten die dritte Antwortsfchrift nennte."
Duplication, die Verdoppelung.
Duplicatum, etwas doppeltes oder verdoppeltes.
Dupliciren, zur zweiten Verantwortungsschrift schrei-ten. S. Duplic.
Dupliren, verdoppeln.
Duplicität, 1. im Allgemeinen, die Doppelheit; 2. infigürlichem Sinne, die Doppelzüngigkeit, Zweizüngig-keit, oder Zweizüngelei. Schiller hat Zwcideutelei,welches aber mehr anzudeuten scheint, daß man einenund ebendenselben Ausdruck auf zweierlei Weise erklärtoder deutet, als daß man über eine und ebendieselbeSache oder Person bald so bald anders redet. Dis letz-te versteht man aber unter Duplicität. Zuweilen kannman auch Doppelheit dafür setzen, z. B. wenn Herderschreibt: „Das macht die anscheinende Duplicität un-sers Wesens." Log au hat auch das Wort Doppel-zünglerfür den, der sich der Zweizüngelei schuldig macht.Dafür würde ich lieber Zweizüngler sagen.
Duplum, das Doppelte. Etwas in duplo ausfertigen,heißt, es doppelt ausfertigen. In alten Schriften fin-det sich auch das Zeitwort zweifachtigcn dafür. S.Brem. Wörterb. Sonst auch in doppelter Abschrift.
Dur, in der Tonkunst, dem Moll entgegengesetzt, von
, Tonarten, in deren Tonleiter sich die große Terz befin-det. Eschenburg. Ich sollte glauben, daß man fürMoll und Dur die weiche und harte Ton-art sagendürfe. Aus dem weichen C, aus dem harten F.
Durabel, Franz, durable, dauerhaft.
Dura mater, in der Zcrgliederungskunst, die Hirnhautunter der Hirnschale.
Durante, wahrend, z. B. durante lite, während desRechtshandels, durante matrimonio, während derEhe.
Durete (spr. Dührteh), die Härte.
Dux, in der Tonkunst, der Führer; das Thema einerFuge. Eschenburg.
Dynamic, die Kraftlehre, d. i. eine Wissenschaft entwe-der von dem Wesen der Kräfte (welche Lc ib nitz er-funden zu haben glaubte. S. die bis jetzt noch vnbe-nützten handschriftlichen Bruchstücke seiner Dynamik imHannöverschcn Büchersaale) ; oder von der Anwendungderselben, insofern in der Bewegungslehre (Mechanik)davon gehandelt wird. In Kants Lehrgebäude ist dieDynamic: „derjenige Theil der metaphysischen Natur-lehre, welcher die Bewegung, als zur Qualität (zu denBeschaffenheiten oder Eigenschaften) der Materie gehö-rig, unter dem Namen einer ursprünglich bewegendenKraft, in Erwägung zieht."
Dynast,