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Das Werk ist vvll schöner Schwungrcden (voll. schönerDeclamationen) ; alles, was er darüber sagte, warbloßes Prunkgcredc, war nichts als leere Schmuckrcde-rei. Man hat auch Rcdnerei für unechte Redekunst ge-sagt. Auch von diesem ließe sich die Zusammensetzung,Prunkrednerei , für Declamation im verächtlichemSinne, bilden. Catel hat auch Kunstrede für De-clamation in gutem Verstände angesetzt.
Declamator, ein Schwungredner oder Prunkredner.
Declamatoriseh, rednerisch oder kunstrednerisch, und• wenn man will, auch prunkrednerisch.
Declamiren, 1. kunstmäßig lesen oder vortragen; erließt gut, er trägt vortrefflich vor; 2. eifern oder pol-tern; er eiferte einmahl wieder heftig gegen die sündli-chen Schauspiele; 3. sich in rednerischem Schwüngeerheben, ein Prunkgerede machen, sich in Schmuck-rederei verlieren.
Deklaration, die Erklärung.
Declaratoria sententia, das Erlauterungsurtheil.
Declariren, erklären.
Declinable (spr. deelinabl), in der Sprachlehre, was ge-bogen oder umgeendet (declinirt) werden kann. C a-tel hat biegbar dafür angesetzt. Biegsam würde weni-ger ungewöhnlich klingen.
Declination, i. die Abbeugung oder Abbiegung; 2. dieAbweichung, 5. B. der Magnetnadel von der geradenRichtung nach Norden. In der Sternkunde insonderheitversteht, man unter der Declination oder Abweichungder Gestirne, den Abstand der Gestirne von dem Glei-cher (Aequator) , durch den Bogen eines größten Krei-ses gemessen. 3. In der Sprachlehre, die Veränderungder Nennwörter durch die verschiedenen Fälle, casus.Dafür gebrauchte Schottes das Wort Abwandlung,so wie Zeitwandlung für Conjugation. Allein seitGottscheds Zeiten ist für die Declination ziemlichallgemein dgs Wort Ab-anderung eingeführt, und Ab-wandlung von vielen für Conjugation gebraucht wor-den. Biegung, welches andere, z. B. C atel dafür an-gesetzt haben, antwortet dem Worte flexion, und fin-det sowol beim decliniren, als auch beim conjugirenStatt, Klop sto ck nennt (in den Gram. Gesprächen)die' Declination Um-endung, die Conjugation Um-bildung ; Benennungen, welche nicht so willkührlich sind,als sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Denn beimDecliniren wird wirklich nur die Endsilbe, beim Eon-jugiren aber auch, in einigen Fällen, die Stammsilbeverändert, z. B. in lectus von lego. Hier wird alsowirklich umgebildet, dort nur umge-endet. Da nunAb-änderung und Abwandlung keinen so guten Grundfür sich haben, sondern, unbestimmt wie sie sind, ebenso gut von der Declination, als von der Conjugationgebraucht werden könnten: so muß man wünschen, daßjene Klopstockischen Benennungen allgemein eingeführtwerden mögen.
Declinatorisch, ablehnend.
Declinatorium, ein Kompaß, der so eingerichtet ist, daßman die Abweichung der Magnetnadel daraus bemerkenkann. Ein Abweichungskompasi. Das Wort Kompaßkann, da es unsere Sprach-ähnlichkeit nicht beleidiget,für eingebürgert gelten.
Deeliniren, 1, ablehnen, z. B. eine Gefälligkeit, einGeschenk; 2. abweichen, die Magnetnadel weicht vierGrad westlich ab; 3. in der Sprachlehre, entweder ab-ändern, wie Gottsched wollte, oder lieber um-en-dcn, wie Klop stock sagt. S. Declination.
Decoct, ein Krautertrank, etwas abgekochtes, ein Ab-sod, wofür A d. ohne Ursache, wie es scheint, lieberAbsud gesagt wissen möchte, weil er jenes nur unterdiesem, als eine verschiedene Aussprache angeführt hat.Allein Absod ist sowol gebräuchlicher, als auch der Ab-stammung, von abgesotten, gemäßer. Dieser letzten Ur-sache wegen möchte ich das Wobt auch lieber Absottschreiben. Ad. kennt absotten nicht. In der Jen. Lit.Zeit. fand ich Abkochung dafür: „Die Apotheke hatdie Obliegenheit, täglich drei große Fässer voll Abko-chungen zuzubereiten." Absott oder Absod ist besser;Abkochung bezeichnet die Handlung des Abkochens.
Decoction, die Abkochung, das Abkochen.
Decollation, die Enthauptung.
Decolliren, enthaupten, köpfen.
Decompouiren, auseinandernehmen, zerstücken, zer-legen.
Decomposition, das Auseinandernehmen, Zerlegen,oder die Auseinandernehmung, Zerlegung. Man hatin der Naturlehre und Scheidekunst besonders das WortZersetzung dafür eingeführt. S. Gehlers physical.Wörterbuch.
De concert (spr. dö Congßähr), einverstanden, ein-stimmig.
Deconcertiren, „gebraucht Lavater in seiner Reise-beschreibung, und fügt selbst in Klammern hinzu: außerFassung bringen. Wozu jenes, da dieses ebendasselbesagt?" Ebert in den Beitragen zur weit. Ausbild.der Deutsch. Sprache. Eigentlich antwortet außer Fas-sung bringen dem decontenanciren. Für deconcer-tiren haben wir irre machen, verwirren oder verwirrtmachen. Auch können wir für deconcertirt befangensagen. Er stand sehr befangen da. Das entgegenge-setzte unbefangen ist zwar gebräuchlicher; aber jeneskommt doch auch vor. So auch die Befangenheit, dasGegentheil von Unbefangenheit.
Decontenanciren (spr. dckongkenaugßircn), außer Fas-sung bringen, verwirrt machen. Decontenancirt,verwirrt; auch verdutzt und verblüfft; diese letzten bei-den für die leichtere Schreib-art.
Deeoratenr (spr. Dekoratöhr). Moritz schlägt Ziera-thenmahler vor. Um dis lange Wort etwas kürzer undzugleich sprach-ahnlicher zu machen (denn wir pstcgcn
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