Crou
Cujo
Crit Croq
nen Vernunft schrieb, d. i. nach seiner eigenen Ernäh-rung, ein Buch über „dienige Wissenschaft, welche dasVermögen der Vernunft in Ansehung aller reinen Er-kenntnisse a priori untersucht;" das heißt mit andernWorten: eine Bestimmung dessen, was zu der reinenVernunft gehört, oder die Angabe der Gränzen ihrerWirksamkeit, wodurch das, was außerhalb dieserGrän-zcn liegt, von ihrem Gebiete ausgeschlossen wird; alsoeine Granzschcidung oder Markscheidung der reinenVernunft. Es scheint, daß Kant seinem berühmtenWerke diesen Deutschen Titel füglich hatte vorsetzen tön-nen. Rüdiger'n hat es gefallen, das Wort in die-sem Sinne durch Kunsigericht zu verdeutschen: „Alsendlich in unsern Tagen derKönigsbcrgcr Weltweifc dasKunstgericht der Vernunft eröffnete." Für Critic inverächtlichem Sinne können wir Krittelei, Tadelet undMäkelei gebrauchen: „Der beinahe kindische Hang desVerfassers zur Ladclei." Jen. Litt. Zeitung.
Doch kennt ihr auch das Volk,
Das diese Menfchenmäkelei$ Zuerst getrieben? Lessing.
Criticus, der Kunstrichter. Nach Ad.'s Bermcrkuug,vermöge welcher dasGrichische Kgtrss mil dem altdeut-schen kitten, zanken, verwandt ist, würde man Kritt-ler dafür sagen können. Aber dis hat der Sprachge-brauch schon für den falschen oder schlechten Kunstrichtcr,den Crtticaster, gestempelt, so wie die Wörter krit-teln und Krittelei für kunstrichten und Kunstgericht, inverächtlichem Sinne genommen. Der Holländer Per.Rabe (Kubus) nennt in dem Boekzaal die Kritikerfeiner Zeit nicht unpäßlich Betrsr-kuabbelaers, d. i,Buchstaben - oder Silbengnabbclcr , und die KritikCetter-knaffbelarye, Silbcngnabbelei. GnabbclrpHolland. Xnubbeiu bedeutet nagen. Wir haben aberfür jene Holland. Ausdrücke schon die Wörter Silbcn-stechcr und Silbenstccherei. '
In manchem Falle kann man für Criticus Beurthei-ler sagen. Mein Beurtheilet in derAllgem. Bilbliothek.Der Beurthciler meint u. s. w.
Critisch, 1. beurtheilend, prüfend, musternd, kunst-richterlich; 2. bedenklich oder mißlich, z. B. solche La-ge. In dieser letzten Bedeutung wird es von Criseabgeleitet, Z. nach Kantischem Sprachgebrauche:Markscheiders oder granzscheidend. Die markscheiden-de Philosophie, d. i. die criliscbe.
Critisireu, beurtheilen, prüfen, mustern, und durch-nehmen oder tadeln. Im Scherze sagt man auch kunst-richtern, und wenn wir zugleich Mißbilligung und Ver-achtung ausdrucken wollen, bekritteln. Für critisirenin gutem Verstände könnte man vielleicht kunstrichtensagen.
Croquis (spr. Krokih), in der Mahlerei ,der erste rohe Ent-wurf, durch einige Bleistift- Feder- vderPinstlzüge. Lkttze.
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Crotipe (spr. Krupe), derHinterrücken des Pferdes, dasKreuz.
Croupier (spr. Kruppieh), der Spielhelfer oder Spielge-hülfe, d. i. der Gehülfe des Bankhalters bei den Glücks-spielen: buchstäblich, ein Hintanaussiper, der auf derCroupe sitzt.
Crown-glass (spr. Kraungläß). „Eine Glas-art, wel-che in England gewöhnlich zu Fensterscheiben gebrauchtwird. Sie ist in der Dioptrie berühmt geworden, ftit-
■ dem es dem älternDollond gelungen ist, durch ihreCorNbination (Verbindung oder Versetzung) mit demweißen Kristallglafe oder Flintenglaße, die Abweichungwegen der Farbenzerstreuung in den Fernrohren zu ver-meiden." Gehler im phystcal. Wörterbuch?. DerDeutsche Name würde Kronenglas sein.
Crucifix. Zuweilen wird, wiewol unrichtig, ein bloßesKreuz damit gemeint, dergleichen man in Römisch-ka-tholischen Ländern an den Wegen u. s. f. errichtet findet.Eigentlich aber bedeutet Crucifix eine Abbildung desKreuzes und des Gekreuzigten zugleich. In dieser vol-len Bedeutung genommen, könnte es wol durch Kreuz-bild ersetzt werden. - In diesem Deutschen Ausdrucke wildzwar der Gekreuzigte nicht ausdrücklich mit angegebe-;allein wir.,sind gewohnt, die Vorstellungen davon mitdem Bilde eines Kreuzes, auch ohne nähere Erinnerung,von selbst zu verbinden. Wir können aber auch das hec-lige Kreuz dafür sagen. Der Priester hielt der Ver-sammlung das heilige Kreuz vor. Das Kreuzbild anihrem Halse schien auf ihren Glauben zu deuten.
Cruditiit, die Roheit, die Unverdaulichkett, oder etwasrohes, etwas unverdauliches.
Cruel (pr. krücll), grausam.
Crypto. Dieses Grichifche Wort kann entweder durch Zu-sammensetzungen mit geheim, oder durch heimlich über-setzt werden; z.B. ein Crypto-Calvinist, ein heim-licher Calvincr oder Anhänger des Calvins; Crypto-graphie, die Gehcimschreibekunst. Crjpto-gamie,die geheime oder verborgene Ehe. Cryptogamisch (inder Pflanzcnlehre). in verborgener Ehe lebend.
Cryptouimus, der Geheimnamige; einer, der seinenNamen geheim hält.
Crystalliniseh. Warum nicht kristallisch?
Crystalüsation , 1. die Verwandlung in Kristall; 2. dasAnschießen, worunter man ein plötzliches Festwerdeneiner Flüssigkeit versteht , wie dieses z. B. beim Gefrie-ren des Wassers Statt findet.
Crystallisiren, anschießen lassen.
Cubicfujj, der Würfelfuß, d. i. ein Fuß der Länge, Brefite und Dicke oder Tiefe nach.
Cudiemaß, das Würfelmaß. S. Cufiicfuß.
Cubicwurzel, die Würfelwurzel.
Cubiczahl, die Würfelzahl.
Cubus , der Würfel.
Cujoii, Franz. Coi'on. S. dieses.
Cujoii-