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1 (1808) A - E
Entstehung
Seite
229
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Cred

Cred

Cret

tungen sicher zu stellen. Man könnte, scheint's . beko-sten dafür sagen, so wie Bekoster für CredeiiLcr.

Credenzschreiden, so viel als Creditschreiden oder Lre-ditiv. S. dieses.

Credenztifdj, der Schenktisch.

Credit. Der einzige Deutsche Ausdruck, den wir für die-ses Wort, in kaufmännischer Bedeutung genommen, bisjetzt hatten, war Treue und Glaube. Allein dieser Aus-druck ist in den meisten Fällen ganz unbrauchbar dafür,wie wenn man ausdrucken will, er. hat großen Credit;ich bitte Sie, mir Credit zu machen; sein Credit ist ge-stiegen, gefallen, hält sich noch u. s. w. Den Begriffhier mit Einem Worte anzugeben, scheint unthunlich zusein; wenigstens hat mires nicht gelingen wollen, einsolches Wort zu finden. Wir können uns aber doch hel-fen; z. B. auf folgende Weife: sein Nainc hat in Geld-sachen viel Gewicht, er sieht in großem kaufmänni-schen Ansehen, sein Name gilt viel auf oder an derBörse. Die Kaufleute sagen auch er isi gut, er ist sehrgut, er isi für so oder so viel gut. Ein gutes Haus,ist ein solches, dem man sicher creditiren kann. Erwird schlecht, sagt man in Hamburg von einem Manne,dessen Credit angefangen hat zu wanken. Einen Cre-dit machen, heißt, sich für ihn verbürgen, zuweilenauch nur, einen als einen Mann, dem man trauenkann, empfehlen, einem sein Ansehen leihen. Für:sein Credit ist gestiegen, gefallen, können wir sagen:sein Ansehen, oder das Gewicht seines Namens ist ge-stiegen u. s. w. Auch der Ausdruck guter Glaube kannoft die Stelle des fremden Credit vertreten. So schriebRamlcr in der Abhandlung über die Bildung derNennwörter:Man hat diese bequemen Wörter auf gu-ten Glauben einiger berühmten Verfasser angenommen."Räch diesem Beispiele habe auch ich in der sechsten Aus-gabe des Väterlichen Raths die Worte: er kann seinenCredit für immer feststellen, in: er kann seinen gutenGlauben auf immer feststellen, zu verändern gewagt.Zuweilen kann man auch betraut sein für Credit ha-ben, sagen:Das berühmte, durch ganz Europa be-traute Tepperschc Haus zu Warschau." Fr. SchulH.In einer Stelle meines Sittenbüchleins, wo ehemahls:der Kaufmann hat Credit nöthig, stand, habe ich beider neuesten Ausgabe: der Kaufmann hat Vertrauenbei andern nöthig, gesetzt; und ich sehe nicht, daß derGedanke dabei etwas eingebüßt hat. In Einem Falle,wo von Credit bis zu einer bestimmten Zeit die Redeist, können wir, wie Ebert bemerkte, Zahlungsfristdafür sagen: z. B. er hat ihm halbjährige Zahlungs-frist (halbjährigen Credit) verwilligct. Endlich kannman dieses fremde Wort zuweilen auch durch Borg,oder Verborg und Verleihen übersetzen, z. B. der Borgoder Verborg, worin er gar zu freigebig war, hat ihnzu Grunde gerichtet. In der neuen Ausgabe desAuszuges aus dem Theophron habe ich da, wo ehe-

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mahls: suche in Geldgeschäften deinen Credit fest zugründen, stand, deinen guten Namen fest zu grün-den, gesetzt.

Das Debet und Credit in den Kaufmannsbüchernhat man schon lange durch Soll und Hat oder Sollenund Haben ersetzt. Jenes wird nämlich an die Stelledes Debet, dieses an die Stelle des Credit gesetzt.

Creditdriese, find Beglaubigungsbriefe in Geldsachen,d. i. Briefe, worin der Aussteller sich für das Geld,welches sein Empfohlener aufnimmt verbürget. Mankönnte auch Bürgschaftsbriefe dafür sagen.

Credidren, im Allgemeinen, trauen oder anvertrauen;auch einem Vertrauen beweisen oder schenken. In be-stimmterer Bedeutung, borgen... Ich möchre ihm nichtfünf Thaler creditiren, d. b borgen.

Creditor, oder Creancier (spr. Krcangßich), der Gläu-biger. Es wird dem Debitor oder Schuldner entge-gengesetzt. S. dieses. Creditor hypothecarius, einUnterpfandgläubiger; antichreticus, ein Gläubi-ger, dem der Nießbrauch eines Unterpfandes, statt d^rZinsen, angewiesen ist; pignoratitius, ein Pfand-gläubiger. Pfand (prunus) und Unterpfand (hypo-theca) sind darin verschieden, daß jenes dem Gläubi-ger überliefert, dieses hingegen nur zur Sicherheit ver-schrieben wird. Creditrix , dic Gläubigerem.

Creditiv, die Beglaubigung; bestimmter, das Beglau-bigungsschreiben, der Beglaubigungsbrief.

Credo , heißt, ich glaube. Man macht es aber auch zumSachwvrtc, und spricht;. B. das Credo hersagen. Hierbedeutet es das Glaubensbekenntniß.

Creiren, erwählen oder wählen. ;

Creolen oder Criolen, Span. Criolfos, von Europäi-schen Eltern in Amerika erzeugte Menschen.

Creme fouettde (spr. Kräm' fuetteh), schöne Worte oh-ne würdigen Inhalt, Scheinwitz ohne Gründlichkeit, m.tEinem Worte, Schaumwerk oder.Schaumspeise. DaSerste hat Eatel; das letzte scheint aber den Vorzug zuverdienen. Man könnte auch Rahmschaum dafür sagen.

Cremortartari, Weinsteinrahm.

Crepiren, verrecken, gelinder, sterben. Von Bombengesagt, platzen.

Crepo» (spr. Krepong), der Krepp.

Crescendo (spr. krcschendo), in der Tonkunst. Rcichardtsetzt anwachsend dafür an. Auch steigend ließe sich viel-leicht dafür sagen.Wachsend, zunehmend, in derallmähligen Verstärkung der Töne bei ihrem Vortrage."Eschenburg.

Cretius (spr. Kretängs),Menschen in den Alpenthälern,die einen Kröpf von der Größe einer Wallnuß mit aufdie Welt bringen, der immer größer wird. Sie sinddickköpfig und von starken Gliedern, lernen nie weiteretwas, alö die Selbfilauter, aussprechen, in den Jah-ren der Mannbarkeit erst gehen, und würden verhun-gern, wenn man ihnen nicht bis ins 10rate Jahrgf 3 die

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