Corn
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Coqu
auszusprechen sei, weil; und s darin zusammenstoßen;und Z. muß ich hinzufügen, daß es auch den Fehler derDoppelsinnigkeit hat, indem es sowol die Sucht zu rei-zen, als auch die Sucht derRcize bedeuten kann. Her-der hat für Coquetterie, in der unschuldigsten Bedeu-tung genommen, Allgefälligkeit, aber nicht sprachrichtig,gesagt; weil Gefälligkeit nicht die Begierde zu gefallenbezeichnet.
Coquettiren, i. in härterer Bedeutung, buhlen; 2. inmilderer gefallsüchtig oder fanggierig sein, Fanglustäußern oder verrathen, Herzenfängerei treiben oder ihrobliegen. Sie coquettirte um ihn, sie angelte nachihm, sie warf ihr Netz, ihren Köder nach ihm aus;ernsthafter, sie legte es darauf an, ihn zu fangen, sieließ alle ihre Fangkünste spielen, u.s. w. S. die vorher-gehende Coquet, Coquctte und Coquetterie.
Cordat, vernünftig. Wir pflegen auch nüchtern dafür zugebrauchen. Ein verständiger und nüchterner Mann.
Corde, die Saite. Ich mag diese Saite nicht berühren.In der Mcßkunst wird eine gerade Linie, welche diebeiden Enden eines Bogens verbindet, chorda genannt.Dafür sagen wir die Sehne oder Senne.
Cordial, herzlich, vertraut, traulich.
Cordialität, die Herzlichkeit, Vertraulichkeit, Trau-lichkeit.
Cordon (spr. Kordong), 1.überhaupt, dieSchnur; 2. inder Kriegessprache, die Wehrschnur. Trapp. Gränz-kette, im Hamb. Correspondenten. Das erste ist allge-mein gcbilliget worden; gegen das zweite hat man ein-gewandt, daß der Cordon nicht immer an der Grän-ze gezogen werde. Allein dieser Einwurf scheint mir aufeine unnöthige Spitzfindigkeit hinauszulaufen, weil durchjeden Cordon doch wirklich eine Gränze gezogen wird,von wo an die Wirkung desselben anheben soll, es magdis nun zugleich die Gränze dcö Landes sein oder nicht.Gränzkette, wofür man auch Gränzschnur sagen könn-te, scheint also auch der Aufnahme nicht unwcrth zusein. Wenn von einem kriegerischen Cordon die Redeist, so dürfte Wehrschnur am besten passen; wird abervon einem Cordon gegen die Pest oder Viehseuche ge-redet: so würde ich Gränzkette oder Gränzschnur vor-ziehn. Wenn P 0 sse l t sagt: „Diese Mcerherrscher bil-deten von Dünkirchcn bis an die Bucht von Biscaja ei-nen Schiflscordon," so hätte er Schiffskette dafürsagen können. So auch (wie Pet ersten in den Bei-trägen zur weit. Ausbild. der Deutsch. Sprache be-merkt ) Sperrkette f. Sperrcordon. E a t e l hat Kriegs-kette für Cordon gesetzt.
Cornett, Fähnrich bei der Reiterei; ein Reiterfahnrich.
Corneus, i.das Fähnlein oder Fähnchen (Standarte)bei der leichten Reiterei; 2. eine Nachthaube der Weiber.
Cornstto, die Zinke.
Corniehe (spr. Kornisch'), der Karnieß oder Kran;, d.i, der am Gebälke oder Simmswerke einer Säulen-ord-
Corp
nung Hervortretende oberste Theil, gleich über dem Fri-sten oder Borten.
Corno di Caccia (spr. Korno di Kadschia) und Cor dechasse (spr. Kohr de Schaff'), das Waldhorn.
Cornu eopias, ein Füllhorn:
Cornub, in der Sprache der Buchdrucker, ein Mitteldingzwischen dem Lehrburschen und dem Gesellen. Man könn-te Halbgeselle dafür sagen. Bei einigen Handwerkerikwird ein solches Mittelwesen ein Mittler genannt.
Carolitisoh, in der Baukunst, mit Laubwerk geziert.
Corollarium , ein Zusatz oder eine Zugabe zu einem be-wiesenen Satze; eine Anmerkung dazu, worin noch ir-gend etwas zur Erläuterung oder weitern Erhärtungdesselben hinzugefügt wird, was allenfalls auch hättewegbleiben können.
Corporal. Die O. D. Mund-art hat Rottmeister dafür,weil er der Anführer eines kleinen Trupps ist, der ittder Soldatensprache Rotte genannt wird.
Corporation. Ich habe einmahl Gefellschaftskörper da-für gebraucht. „Alle öffentliche Gefellschaftskörper imStaate wurden aufgefodert u. s. w." Eb er t sagt (inden Beitragen), er habe in den Götn'ngischen gelehr-ten Anzeigen Körperschaft dafür gefunden. Dis Wortist auch von andern dafür gebraucht worden: „Wie esmit dem Vermögen anderer Körperschaften gehalten wer-den solle." Der Würzburgische Gesandte zu Rastadt.
Corporell, körperlich oder leiblich. Corporelle Stra-fen, sind mit Einem Worte, Leibesstrafen.
Corporilicatiou oder Corporisation, in der Scheide-kunst , die Verwandelung einer flüssigen Masse in einenfesten Körper; die Verkörperung.
Corps (spr. Kohr), r. eine Heer-abtheilung, wofür Pos-se lt kürzer Heerhaufe gesagt hat. Die ganze Kneges-macht wurde in drei Heerhaufen gerheilt; 2. die Ge-sammtheit. Die Gesammtheit der Geistlichen, der Ade-ligen in diesem Lande. Corps de garde, wofür manKortegarde hört, die sämmtlichen Wachen, welche voneinem Tage zum andern aufziehen. Luther hat Schaar-wache dafür. Man meint aber auch oft die Wachtstu-be und die darin befindliche Mannschaft damit. Corpsde logis, das Hauptgebäude eines Pallastes oderSchlosses, im Gegensatze der Flügel. Corps de ha-taiile, das mittlere oder Haupttreffen. Corps• dereserve, das Rückhalts- oder auch das lknterstützungs-heer. Oft können wir mit Rückhalt schlechtweg ausrei-chen. Bei dem Dorfe wurde ein starker Rückhalt gelas-sen, mit dem Befehle u. s. w. Ein detachirtes Corps >ist ein abgesonderter Heerhaufe; und unter Corps di-plomatique versteht man die sämmtl.chen fremden Ge-sandten an einem Hofe, die Gesandtschaften.
Corpuleut, dickleibig. T h ü m m e l. Feiner, wohlbelei-bet, wohlgenährt. L a v a t e r hat schwerlerbig; S ch 0 t-tel leidig schlechtweg, und starkleibig.
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Corpu-