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1 (1808) A - E
Entstehung
Seite
211
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Cons

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neten." Dieser vermeinten Entdeckung zufolge, nannteMeiner die ConsonantenHauptlaute, die Vocale hin-gegen Hülfslaute; und A d. nahm diese Benennungen an.

Schon fingen dieselben an, in den Sprachgebrauchüberzugehen, als ein anderer Sprachlehrer, der Profcss.Wagner in Braunschwcig, im V. St. der Beitragezur wettern Ausbildung der Deutschen Sprache dage-gen auftrat, und mit vielem Scharfsinne zeigte, daßdie altere Meinung, wodurch die Vocale für die Haupt-laute, die Consonanten hingegen nur für die Hühs-laute, welche jene ab-ändern und näher bestimmen, er-klärt wurden, dennoch die wahre sei. Er sagte:Das,was am längsten und anhaltendsten auf unsere Empfirudüngen wirken kann, muß doch, wenn übrigens dieWirkungen in gleichen Zeiten gleich sind, immer mehrKraft und Stärke haben, als dasjenige, dessen Wir-kung schneller vorübergehend ist, und verdient also auchin jeder Hinsicht vor diesem den Vorzug. Nun abergleicht der Eindruck, den der Laut eines Consonantenauf unsere Empfindung macht, nur dem, welcher durchden Schall eines Schlages hervorgebracht wird, indeßder Vocal fortiöncn kann, so lange wir ihn forttöncnlassen wollen, und unser Athem zureicht. Dieser ist fürdie Sprache fast eben das, was der Hauch für den Lautist. Er ist ihre Seele, und gibt ihr Leben und Fülle,wenn der Consonant, ohne ihn, kaum wie ein Schat-ten vor unserer Empfindung vorübereilt. Aber auch alsden Körper der Sprache kann man die Vocale betrach-ten, als ihren Körper, dem die Consonanten nurden Umriß und die Form leihen. Und dann ergibt essich, warum der Hebräer sich mit der Bezeichnung derConsonanten allein begnügen konnte. Hatte er nurdie Umrisse der Wortgcstalten, wenn ich Mich diesesAusdrucks bedienen darf, so war es ihm bei der Dürf-tigkeit seiner Sprache etwas leichtes, das in dieselbenHineinzutragen, was crfoderlich war, um sie, zu völli-gen Körpern auszubilden. Nun zeigt es sich auch, wozuihm wenigstens das Alpha diente. Es sollte ihn daraufaufmerksam mächen, daß nicht der ihm folgende Conso-nant der Anfang des Wortes sei, sondern vor demsel-ben erst ein Vocal ausgesprochen werden müsse."

Diesen Gründen zufolge (die man am angeführtenOrte ausführlicher dargelegt findet) nannte W. die Vo-,calc Urlaute (das llr in der Bedeutung deö ersten undvorzüglichen genommen), und die Consonanten Bil-dungslaute. Diese Benennungen schienen mir aber nochnicht recht deutlich zusein; und ich glaubte statt ihrerGrundlaut für den Vocal, und Bestimmungslaut fürden Consonanten vorschlagen zu müssen; ein Vorschlag,den ich das Vergnügen hatte von dem Verfasser völliggebilligct und angenommen zu sehen. Ich gestehe indeß,daß ich nichts dawider hätte, wenn die ältern Benen-nungen, Selbstlaut und Mitlaut, trotz den dagegengemachten Einwendungen, dennoch beibehalten würden.

Denn auf den Haupt-einwurf: daß auch einige Conso-nantcn für sich und ohne Vocal ausgesprochen werdenkönnen, läßt sich antworten, daß dis freilich nicht ganzgcläugnet werden könne, daß aber doch ein großer Un-terschied zwischen den vollen und lauten Tönen, wel-che durch die Vocale angegeben werden, und dem schwa-chen Geräusche sei, welches bei einigen Consonantengehört wird, indem man sich bemüht, sie ohne Mit-hülfe eines Vocals auszufprechen.

Consonanz und Dissonanz, in der Tonkunst Gleich-klang oder Zusammenklang und Mißklang. R ei ch ard tsetzt für das erste Wohlklang und Wohlklange an.

Consorten, werden von Rüd i ge r'n die Genossen ge-nannt:Hr. A. und Genossen." So auch Luther:Juden und Judengenosscn."

Conspectus, die Ansicht oder Uebersicht; oft so vielals Verzeichniß.

Conspiration, eine Verschwörung, Meuterei.

Conspifiren, i. zusammentreffen oder zusammenstim-men; 2. eine Verschwörung oder Meuterei anzettelnoder anstiften, sich verschwören.

Constabel, ein Feuerwerker; auf den Kriegsschiffen der-jenige, welcher die Aufsicht über die Kanonen hat, alssder Stückmeister oder Stückbefehlshaber.

Constant, beständig, standhaft.

Constatiren, klar oder gewißmachen, beweisen, dar-thun, erhärten. DaS beste Wort dafür scheint bekun-den zusein.Der Wechsel bekundet, daß die Zahlungin Wolle geschehen sei." Klein.

Constellation. Man versteht bekanntlich darunter denjedesmahligen Stand vdcr das Verhältniß der Gestir-ne gegen einander, und muß es also durch Gestirnstandverdeutschen. Aber das Wort ist hart, und es wäre da-her zu wünschen, daß uns jemand ein besscrklingendeSnachweisen könnte. Gestirn, welches Eschen bürgdafür vorschlug, hat schon seine ihm angewiesene Be-deutung , nämlich die einiger Sterne zusammengenom-men, welche ein Sternbild ausmachen; es kann alsonicht zugleich den Stand der Gestirne gegen einanderbezeichnen. Er ist unter einem glücklichen Gestirnsian-de gebohren, wofür man auch wol, um die Härte zuvermeiden, sagen könnte: er ist unter glücklichen Stern-bildern gebohren.

Consternation, die Bestürzung.

Consternirt, bestürzt.

Consdpation, die Verhärtung, Verstopfung, Hart-leibigkeit.

Constipirt, verstopft, hartleibig.

Constituiren, 1. festsetzen; 2. einsetzen z. B. einenRichter; 3. belangen, oder vor Gericht fodern. Aufdc»Hochschulen heißt einen constituiren auch so viel als:einen fodern oder zum Zweikampf herausfordern. DieConstitnirencke Versammlung ist die gründende vdebstaatsverfassende d. i. diejenige, welche die neue Ver-Dd 2 fassung