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1 (1808) A - E
Entstehung
Seite
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Cone

Cone

Concision, die Gedrängtheit.

Concis, gedrängt, z. B. eine solche Schrcib-art. Hiehcrgehört auch die R. a. in gedrängter Kürze.

Concitiren, anreizen, aufregen.

Conclave, die verschlossenen Wahlzimmer, worin derPapst gewählt wird. Um die Begriffe verschlossener Raumund zur Wahl in Einem Worte zu vereinigen, könnteman (da Zwinger jeden eingeschlossenen Raum bezeich-net) Wahlzwinger dafür sagen.

Conchidiren, i. schließen, 2. beschließen.

Conclnsion, 1. der Schluß oder die Schlußfolge, 2. derBeschluß oder das Ende einer Rede u. s.w.

Conclusum , der Schluß, Beschluß oder Abschluß, auchwol der Abschied, z. B. in Landtags- oder Reichstags-abschied. Conclusum in Senat», beschlossen int Ra-the u. s. w.

Concoction , die Verdauung.

Concomitance (spr. Kongkomitanß'), buchstäblich, dieMitbcgleitung. Es wird diejenige Eigenschaft damit be-zeichnet, vermöge welcher zwei Dinge neben einanderbestehen können, mit einander Schritt halten, sich ein-ander die Hand bieten. Man sagt, z. B. La conco-mitance demees deux projets est frappante. Viel-leicht ließe sich der Zusammengang, der Zusammcn-schritt und die Handbictung dafür sagen. Das obigeBeispiel würde ich folgendermaßen übersetzen: es ist auf-fallend , wie sehr diese beiden Entwürfe sich einander dieHand bieten. Die Auseinanderfolge, welches Eateldafür angesetzt hat, ist schon an sich kein gutes Wort,und druckt auch gar nicht aus, was Concomitancebezeichnet.

Coneordanz. Wenn Register nicht selbst undeutsch wäre,so könnte man mir Heynatz'en, Finderegister, undwenn von einer Coneordanz über die Bibel insonderheitdie Rede ist, Bibelregister dafür sagen. Da Spruchfür jede kleinere Abtheilung in der Bibel, die man auchVers zu nennen pflegt, allgemein gebräuchlich ist, undda die Coneordanz ein Buch ist, welches die Sprü-che oder Schriststellen nachweiset, worin dieses oder je-nes Wort vorkommt, oder von dieser oder jener Sachedie Rede ist: so könnte man wol Spruchweiser dafür

' sagen. Da es aber auch Coneordanzen gibt, welche nichtbloß Sprüche, sondern auch einzelne, in der Bibel vor-kommende Wörter nachweisen, wie z. B. die von GeorgMichaelis, Jena 1741. so müßte man diese Nachwei-sebibeln nennen. Das Wort Bibel muß für eingebür-gert gelten.

Concordat, die Uebereinkunft, der Vergleich, der Ver-trag weltlicher Fürsten mit dem Papste über die Verlei-hung geistlicher Pfründen. Wenn in der Geschichte desConcordats ohne weitere Bestimmung gedacht wird, someint man den zwischen dem Könige Franz I. und demPapste Leo X. errichteten Vertrag über die Pfründenver-lcihung in Frankreich.

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Concordienbudj/ (Formida concordiae), eins der so-genannten symbolischen Bücher der Freigläubigen (Pro-testanten). Der Zweck desselben war die in der prote-stantischen Kirche entstandenen Streitigkeiten beizulegen.Man könnte Einigungsbuch dafür sagen.

Concordiren, übereinstimmen oder zusammenstimmen,zusammentresscn.

Conconriren (spr. konkuriren), mitwirken und mitwcr»ben. Eine mitwerbende Abhandlung, d. i. eine solche,die mit um einen ausgesetzten Preis wirbt. Weil dieseAbhandlung zu spät einlief, so konnte sie nicht zum Mit-werben oder zur Mikbewerbung zugelassen werden.

Concours (spr. Kongkuhr, wofür man aber Konkurs,von dem Lar. Concursus, hört), eigentlich der Zu»fammentauf; uneigentlich 1. ein Wettstreit, eine Mit-werbung oder Mikbewerbung; 2. das Zusammentre-ten der Gläubiger, um sich in dem Vermögen einesSchuldners nach Verhältniß ihrer Federungen zu thei-len. In der Kanzleisprache wird der Lai. Ausdruck Con-cursus Creditorum dafür gebraucht. Es illzumCon-curs gekommen, d. i. man hat die Gläubiger aufgeru-fen. Es wird concursus creditorum eröffnet, d. i.die Gläubiger werden eingeladen, sich mit ihren Schuld-foderungen zu melden. Man könnte daher auch Zusam-menruf der Gläubiger dafür zu sage».

Concresciren, heißt zusammenwachsen. Es wird aberauch als Kunst-ausdruck in der Sprachlehre gebraucht,und sagt alsdann, daß ein Begriff, den man vorherbloß als eine abgezogene (abstracte) Beschassenheitbetrachtete, nun als eine an einem Dinge befindlicheEigenschaft (als etwas Concrete«, einverleibtes) an-gesehen werden soll. Groß z. B. druckt bloß eine für sichbetrachtete Beschaffenheit aus; der große (Mann, Bergu. s. w.) aber bezeichnet den Begriff groß als eine Ei-genschaft, die mit dem Manne, Berge n. s. w., dem siebeigelegt wird, zugleich gedacht, oder die dem BegriffeMann, Berg u. s. w. einverleibt, (gleichsam als mit ihmzusammengewachsen) werden soll. Diese Verwandlungdes Beschaffenheitsworts in ein Eigenschaftswort nenntman concresciren. Wir können die Wörter beilegenund einverleiben dafür gebrauchen, und z. B. sagen:wenn die Beschaffenheikswörter groß, klein, gut, ge-lehrt u. s. w. beigelegt oder einverleibt werden (con-cresciren)- so wachsen sie um eine Silbe, und lautenalsdann der große, die große, das große u.. s. w.

Concret, was als zusammengewachsen oder einverleibtmit einer für sich bestehenden Sache (einer Lubstanz)zugleich gedacht, oder dieser beigelegt wird. Es ist daSGegentheil von afc>8tract. S. dieses. Ein concreterBegriff ist also ein beigelegter oder einverleibter. Inconcreto, als beigelegt oder einverleibt betrachtet. Zu-weilen können wir es auch durch in der Wirklichkeitgeben, wie wenn man z. B. sagt: Sie mögen Rechthaben, so lange der Fall in abstracto (hier, bloß alsEe Z möglich.