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möglich, oder abgesondert und für sich allein) betrach-tet wird; allein in der Wirklichkeit, oder in der wirk-lillnm-Verbiiidung der Dinge, pflegt er anders auszu-sehen. Kant hat für concretum das Besondere, undfür abstractum nach Begriffen gesagt: „Ein Beispielist pur das Besondere (concretum), als unter demAllgemeinen nach Begriffen (abstractum) enthalten."Bursa hat (in den Berlinisch. Beiträgen zur Deut»scheu Sprachknnde) das Wort verwebt für concretversucht: „Im abgezogenen (abstrakten) Verstände kannwol Figur durch Gestalt ersetzt werden; aber nicht imverwebten (concretcn)."
Coneretion, eigentlich das Zusammenwachsen oder derZusammenwuchs; uneigcntlich, die Einverleibung. S.Conceesciren. In der Naturlchre wird der Uebergangeines flüssigen oder weichen Körpers in den Zustand derFestigkeit und Härte damit bezeichnet; und hier kannman oft auch das Gerinnen oder Gefrieren dafür sa-gen, weil beides eine Art von Coucretiou ist.
Concubinarius, Franz. Conciibinaire, der Kebsmann(nach Kebsweib), der Beischläfer.
Coneubinat; ich habe Kebsehe (nach Kebsweib) dafürvorgeschlagen. Sonst auch die ehrlose oder gesehloseVerbindung. Catel hat Kebsehe aufgenommen.
Coneubine, das Kebsweib, die Beischläferinn. < 5 . auchFilledejoie.
Concubitus , der Beischlaf; anticipatus, der zu frühe,vor der Trauung begangene.
Concupiscenz, die Begierlichkeit, d. i. der Zustand,worin man von Begierden geleitet oder beherrscht wird:Denn wirket nicht, wie auf die SonnenstrahlenDas Brennglas wirkt, die Lieb' auf die Begier-lichkeit ?
Sie faßt die sonst zertheilten FlammenDurch ihre Kraft in Einen Punkt zusammen.
A lp i n g e r.
„Er hat sich angewöhnt,. so wenig zu bedürfen, dassdie Begierlichkeit ihn selten zu Thorheiten verleitet."W i e l a n d. K a n t hat das Gelüsten dafür gebraucht,wofür man im £>. D. auch der Gelüst sagt:
Kommt ein Gelüst sie an. Wie land.
Concurrent, Mitwerber. Lessing. Wir halten bisher(wenigstens in unserm Wörterbuche) nur Nebenbuhler,welches aber bloß dem Rival, nicht dem Concurrentantwortet. H e p n atz hat Mitbewerber dafür angesetzt,und meint daß Mitwerber für Competent angewiesenwerden könne. Ich gestehe, daß ich zwischen beidenDeutschen Wörtern keinen Unterschied bemerken kann.
Concurrenz, die Mitwerbung oder Mitbewerbung;auch der Wett-eifer und Wettstreit, z. B. durch Wett-eifer werden die Künste blühend; der Wettstreit beför-dert Handel und Gewerbe. Das erste, obgleich gewöhn-lich , fehlt bei A d.
Concurriren, eigentlich, zusammenlaufen; uneigent-lich, i. mitwirken, oder gemeinschaftlich bewirken; 2.sich mitbewerben, z. B. um einen Preis; wett-eifern,z. B. alle Künstler des Drts wett-eiferten zur Verherr-lichung dieses Tages.
Concurs. S. Concours.
Concussion, eigentlich die Erschütterung, uneigcntlichdie Erpressung.
Condemnation, die Vcrurtheilung, Verdammung.Condemnatorisch, verdammend, 5. 25 . ein solches Ur-theil. Ein Derdammungsurkheil oder eine Verurthei-lung, f. condemnakorisches Urtheil.
Condemniren, verurthcilen, verdammen.Condensation, die Verdickung. Da aber densus nichteigentlich dick, sondern dicht heißt, so sollte man Ver-dichtigung sagen. Allein jenes ist üblich. Gehler (imphysikalischen Wörterbuche) hat Verdichtung dafür an-gesetzt.
Condensator. Mit diesem Namen hat man in der Na-turlehre sowol ein Werkzeug zur Vereinigung der zer-streuten elektrischen Materie, als auch ein anderes zurEinengung der Feucrtheile oder der Wärme belegt. Fürdas letzte hat Gehler in dem physikalischen Wörter-bnche Warmefammler angesetzt. Man könnte im Allge-meinen der Einengcr dafür sagen.
Condensiren, dicht machen. Man könnte auch wol vcr--dichtigen dafür bilden; allein verdicken ist schon ge-bräuchlich, ungeachtet dick und dicht nicht einerlei Be-griff bezeichnen.
Condescendenz, die Herablassung, die Nachgiebigkeit,Willfährigkeit.
Condiscipel, ein Mitschüler.
Condition, Lat. Conditio, 1. die Bedingung. Con-ditio sine qua non, eine unerläßliche Bedingung.Genz hat Bedingung der Möglichkeit dafür gesagt:„Der Zustand Frankreichs vor der Revolution war dieBedingung ihrer Möglichkeit (conditio sine qua non),kurz vorhergehende Begebenheiten die Bedingung ihrerWirklichkeit." Eramer übersetzt den Ausdruck wört-lich durch: eine Bedingung, ohne welche nicht. Inscherzhafter Rede mag das hingehen; im Ernste wirdwol niemand es nachsagen wollen. 2. Der Dienst, $,B. in Condition (in Dienst) gehen. In KinderlingsPreisschrift steht durch einen Druckfehler: „Campe über-setzt die R. a. in Condition gehen durch in Bedingunggehen. Soll heißen: in Bedienung.
Conditionaliter, bedingt, oder bedingtmgsweise. DieKaufleute, besonders die Buchhändler, sagen auch aCondition in gleicher Bedeutung.
Conditionell, 1. bedingt, z. B. ein bedingter Sah, einbedingtes Versprechen u. s. w. 2. Bedingend, in derSprachlehre, wo man unter einer conditionellen Con«
, junction ein bedingendes Bindewort versteht, d. i. einsolches, welches eine Bedingung ausdruckt.
Condi-