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1 (1808) A - E
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197
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Conini

Comm

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mag, Anwendung zu leiden." Beitrage zur weit. Aus-bild, der Deutschen Sprache. III: 171.

Oft können auch andere Deutsche Ausdrücke dafür ge-braucht werden. Wenn es z: B. heißt: die Regierunghat Commissarien für die Armee, für die eroberten Län-der u. s.w. ernannt: so können wir in diesem Falle füg-lich Bevollmächtigte dafür sagen, ungeachtet diesesWort sonst eigentlich dem Lat« Mandatarius antwor-tet. Aber hier kommen Mandatanus und Commissa^rius in einer Person zusammen; und es ist daher gleich-gültig, nach welchem von beiden sie benannt wird. Ge-gen Satzmann oder Scßmann (vielleicht Saßmann) - f-welche Ad. ehemahls dafür anführte- habe ich in meft.nen frühern Schriften schon erinnert, daß sie zu sehr ver-altet, und zugleich ihrer Zusammensetzung nach zu dumkel sind, als daß sie wieder gangbar gemacht werdenkönnten; auch scheinen sie, wie schon Rüdig er ange-merkt hat, vielmehr einen Schiedsrichter und eine Artvon Lehnsmann bedeutet zu haben. S. Halt aus undScherz. In der neuen Ausgabe des Wörterbuchs hatA d. sie auch weggelassen.

Commission, 1. der Auftrag und die Vollmacht; 2. insofern diejenigen Personen darunter verstanden werden,welchen ein Auftrag geschehen ist t und die mit einerVollmacht versehen sind, Abgeordnete und Bevollmäch-tigte. Zuweilen paßt auch dafür der Ausdruck Unter-suchungsausschuß oder bevollmächtigter Ausschuß, z:B.die Landverfammlung (Nationalversammlung) hateinen Untersuchungsausschuß, d. i. eine Commissionzum Untersuchen, oder einen bevollmächtigten Ausschuß;einen Ausschuß mit Vollmachten zum Handeln ernannt/'Weitn Seewesen heißt Commission, die Vollmachtoder der Befehl, welche von der Regierung einem Schif-fe zum Auslaufen gegen den Feiud ertheilt werden. DasSchiff ist in Commission gesetzt, heißt also, es hatVollmacht oder Befehl zum Auslaufen erhalten. DerCommiffionshandel besteht in Handelsgeschäften für an-dere, indem für diese entweder eingekauft oder verkauftwird. Es ist alfo ein Handel auf fremde Rechnung -ein Auftragshandcl.

Commissionür ; Geschäftsführer. S. Commissarius.

Commissori um, ein landesherrlicher Auftrag zu einembestimmten Geschäfte; cin Gcschafts-auftrag, eine Voll-macht oder ein Voümachtsbricf.

Commitee oder Comitd, der Ausschuß.^

Committent, der Auftragende, Bevollmächtiget.

Committirer-, auftragen; auch bevollmächtigen. ImBrittischen Parlemcnte wird eine Bill cornrnittirt, wennsie einem Ausschuffe (einer Commission) zu nähererPrüfung übergeben wird.

Commoda und incommoda, die Vortheile und Nach-theile , das Gute und Schlimme, welches eine Sachemit sich führt.

Commodans, in derRechkSsprache, der Verleiher, Com-modatarius, der Borger.

Commode, als Beiwort, 1. beguem und gemächlich.Der Sessel ist sehr beguem oder sehr gemächlich; 2. Be-quemlichkeit liebend, wofür wir gleichfalls gemächlichsagen. Er ist gar zu commode, d. i. er liebt zu sehrdie Bequemlichkeit; er ist zu gemächlich; 3. als Sach-wort, da eine mit Schubkasten versehene Lade zur be-quemen Aufbewahrung der Kleidungsstücke, der Wäsche». s- w. darunter verstanden wird; eine Bequemlade.Stüv e. Putztisch und Putzkasten, welche Kinder-ling dafür angegeben hat, passen mehr für Toiletteund für jeden Kasten, worin Putz verwahrt wird.

Commodite, 1. Bequemlichkeit, die Gemächlichkeit,und zwar bis letzte in beiderlei Sinne genommen. Erliebt die Gemächlichkeit. Seine Gemächlichkeit oder sei-ne Gemächlichkeitsliebe erlaubt ihm nicht. 2. Der Ab-tut, wofür man'in der feinern Umgangs-fprache gleich-falls die Bequemlichkeit zu sagen pflegt. Sonst auchdas geheime Gemach.

Commodo; commodamente, in der Tonkunst, be-quem, gemächlich. Reichardt.

Commodore, heißt einBriltischer See-offieier, Eapitänoder Contre-admiral, der ein kleines Geschwader, auchwol nur ein einziges Schiff führt, und unabhängig vonden Befehlen seiner sonstigen Obern, einen bestimmtenAnftrag ausführt; also ein Befehlshaber.

Commotion, die Gemüthsbewegung, Rührung, Er-schütterung.

Cornmun sman spr.kommuhn), gemein oder gemeinschaft-lich. Cornmerngüter, Communweide, Gemeingüter)Gemeinweide. Wir sagen auch gemeinsam für Commnn:Auch die Erde, zuvor wie Luft und Sonne ge-meinsam. V 0 ß/

Commuiie (spr.Komntühne), die Gemeine oder Gemein-de, die Gesammtschaft und Gesammtheit, Gemeinheit,welches Rüdiger dafür gebraucht wissen will, ist schonfür Gemeingrund oder gemeine Weide und Gemeingut,überhaupt für Communität, oder Ccmmunaute ein-geführt. Indeß findet es sich doch auch in dieser Bedeutung:Liebe und Eintracht hielten die einzelnen Haushaltun-gen und die ganze Gemeinheit zusammen. ,,W i e l a n d.

Communieable (spr. kommunikabl), mittheilbar.

Communicant» Dafür möchte ich Bekenner vorschlagen-weil man durch den Genuß des Abendmahls ein Bekennt-niß ablegt, daß man zu einer der christlichen Religions-gesellschafken gehört.

Communication, die Mittheiluttg. Zm Kriege verstehtman freien Zugang oder'Verbindung darunter. Esfindet zwischen dem Heere und der Festung kein freierZugang, oder auch keine Verbindung Statt. Commu-nicationsUme, eine Verbindungslinie.

Communicativ, zur Mittheilung geneigt, oder gewohntmitzutheilen. Mittheilbar, welches.Eatel dafür an-Bb 3 gesetzt

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