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1 (1808) A - E
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Colo

Colo

3t [fing et* irn Doolin von Main; von einer Fruchtsingt:

^- die an Mendoza's KüstenDer Pflanzer klug in Vorrathsgrnben haust:oder Falk von jener Gegend redet,

wo, zur Schmach der Christenheit,Gedüngt von Thränen, Zimmt gedeiht,und nun erzählt:

Zwei Tage mochten oder drei

Verflossen sein, da ging der Pflanzer aus zum

Schmause:

so versteht jedermann, daß Colonisten damit gemeintwerden. Man kann übrigens da, wo Pflanzer schlecht-weg nicht paffen würde, auch Pflanzbürger dafür sa-gen. So C at el in der Vorrede zu seinem FranzösischenHandwörterbuche:Im Wesentlichen bleiben zwar Län-der und Sprachen dieselben; allein in beiden werdendie Gränzen so oft verändert und fortgerückt; beider Ge-stalt wird so oft umgeformt und umgegossen; beide er-halten aus dem Auslande, so manchen Zuwachs, so vielPflanzbürger und Fremdlinge re."

Colomie, bedeutet bekanntlich eine Säule, sowol in ei-gentlichem, als uneigentlichem Sinne, z. B. in Colonnede feu, dair 2 C. Feuersaule, Luftsäule, Wolkenfau-le , Rauchsaule u. s. w. In den Buchdruckereien wirddasLat. columna, Columne, gebraucht; und dis kanndurch die Deutschen Wörter Spalte, (wenn nämlich aufjeder Seite mehr als eine Columne steht), Seite undBlattseite erseht werden. Hepnah hat Schristsauledafür vorgeschlagen, Kinderling Halbseite; alleinjenes würde, meinem Gefühle nach, etwas zu gesuchtklingen, dieses nur für gespaltene, und zwar nur fürEinmahl gespaltene Columnen paffen. In den meistenFällen befindet sich auf jeder Seite nur Eine Columne;zuweilen aber werden auch mehr als zwei Columenauf eine Seite gebracht; in beiden Fällen kann mannicht Halbseite, sondern in jenem nur Seite oder Blatt-seite , in diesem nur Spalte sagen. Nur für EineBedeutung des Worts , worin es in der Kriegessprachegenommen wird, gab es bis jeht noch keinen'angemes-senen Ausdruck in unserer Sprache; für diejenige näm-lich, da es für einen Theil eines sich bewegenden Hee-res genommen wird. Die eine Colonne rückte gegenden Berg, die andere gegen das Dorf an. Es hierdurch Säule zu übersehen, würde dem Deutschen Ohreseltsam klingen, weil K>ir mit diesem Worte den Ne-benbegriff des Fest- und Stillstehens verbinden, wel»cher Begriff bei denColonnen eines Heeres nicht Stattfindet. Etwas weniger würde der Ausdruck auffallendsein, wenn man ihn mit Heer verbände, und Heersau-le sagte. Der Feind erschien in drei Heersäulen. Eini-ge scheinen Heerspiste dafür beliebt zu haben: ,,EineHeerspiste ist nicht die Spitze eines Kriegesheers, noch

weniger das in einer Spitze zur Schlacht-ordnung ge-stellte Heer selbst (warum nicht?), wie Adelung sagt;sondern nichts mehr und nichts weniger, als waS wirandern (Ausländer oder ausländisch Redenden) eine Co-lonne, der Hr. Pros. Fischer aber eine Marschsäulenennt." Hepnatz. Allein da Colonne nicht eine vor-ragende Spitze des Heeres, sondern eine ganze, vonden übrigen getrennte Abtheilung desselben bedeutet,und da, außer der Feuer- und Rauchsäule, die vordemJüdischen Heere herzog. keine andere marschirende (zie-hende) Säule bekannt ist: so scheint weder Heerspiste,noch Marschsäule dem Begriffe angemessen zu sein.

Hier ist ein Vorschlag. Da der Französische Aus-druck, Colonne, bildlich ist, was zwingt utts, bei demnämlichen Bilde stehen zu bleiben, und nicht ein ande-res , unserer Vorstellungsart und unserem Sprachgebrau-che gemäßeres zu wählen? Dis,würde, dünkt mir, dasBild eines Stromes sein, der sich in mehre Arme er-gießt. Also Arm oder Heeres-arm für Colonne. DerFeldherr theilte das Heer in drei Arme. Der eine Hee-res-arm des Feindes griff unsere Verschanzungen an;der zweite u. s. w. Da aber in einigen Fällen das WortArm nicht gut zu dem damit zu verbindenden Zeitwor-te passen würde, .wie wenn es hieße: der eine Armrückte vor, der andere ging u. s. w.: so bedürfen wirnoch eines zweiten Ausdrucks. Vielleicht würde Heer-haufe (O. D. Heerhaufen) für diese Fälle passen. DerFeind rückte in drei Heerhaufen an. Der eine Heerhau-fe erstieg das Gebirge.

Colophonium, Geigenharz; es wird auch Spiegelharzund Grichisches Pech genannt, weil es zuerst aus Gri-chenland gekommen, Und seinen Namen von der StadtKolophone in Jonien erhalten haben soll,

Coloraturen, in der Tonkunst, Läufe, Verzierungendes Gesanges, auch durch Schleifungen oder Dehnungder Töne. Eschenburg. Reichardt hat künstlicheStimmwendungen und Sprünge dafür angesetzt.

Coloriren, färben, anfärben, übermahlen; uneigentlichbeschönigen. Für denjenigen Sinn, worin dieses frem-de Wort von den Mahlern gebraucht wird , wenn sie z.B. sagen: er versteht sich gut oder schlecht aufs colo-riren, kann man Farbe geben sagen. Er versteht sichaufs Farbegeben, oder auf die Farbengebung. Das Stückist gut oder schlecht befarbet, könnte man auch sageri.

Colorit. Man hat schon Farbengebung dafür eingeführt >welches aber, genau genommen, freilich nur die Hand-lung des Farbengebens, oder das Coloj-iren bezeichnet.,^Oft, sagt Rüdiger, könnte man wol noch einfacher(und, füge ich hinzu, deutlicher) die Färben dafür sa-gen. Die Farben sind zu bunt, zu stark aufgetragen,zu grell u. s. w." Färbung, welches Eschenburg da-für angibt, druckt eines Theils, wie Farbengebung, auchnur die Handlung aus ( ipsum actum colorandinotat. Stieler), und ist andern Theils zu allgemein.

Die