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1 (1808) A - E
Entstehung
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177
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Chain

Chao

Chao

Char

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Geschlecht der Schwämme, in sofern sie aus der Erdehervorwachscn.

Champion (spr. Schangpiong), ein Kampfer. Ehemahlssagte man auch Kämpe dafür, welches in den Ritterro-maucn seit einiger Zeit wieder erneuert worden ist. Oftkann man Verfechter dafür sagen.

Chan , ein Fürst oder Oberhaupt der Tätern; ein Taler-oder Tarterfürst.

Change (spr. Schang'), 1. überhaupt der Tausch, derWechsel; 2. insbesondere, in der Sprache der Buch-händler, der Büchertausch. Ost versteht man auch un-ter dem Namen Change die eingetauschten Bücherselbst; wie wenn man z. B. sagt: ich werde meine Changeabholen lassen.

Changeant ( spr. Schangang). Wir haben schillernd da-für, daher Schillertaft; und in einigen Gegenden SchiC',lebold, der Name desjenigen Kerbthieres (Jnseets),welches sonst auch Jungfer oder Wassernimphe (De-moiselle, Libellula Lin.) heißt, und welches, jenachdem das Licht darauf fallt, verschiedene Farben spielt.Rüdiger findet zwar, daß Changeant durch schillerndganz eigentlich ausgedruckt werde; glaubt aber doch,daß schielig, welches man in Sachsen dafür sage, denVorzug verdiene. Dis kann ich nicht finden. Schillerndist ziemlich allgemein bekannt, steht wenigstens in A d.Wörterbuche; schielig nicht. Jenes druckt den Begriffsehr gut aus; dieses könnte mißverstanden, und fürschielend genommen werden. Warum wollten wir dasbekannte Bessere, gegen das unbekannte Schlechtere ver-tauschen?

Zwei dichterische Verdeutschungen dieses fremdenWorts finde ich in K l e i st s Frühlinge: „Er (der Pfau)wendet den farbewechselnden Hals," und „die Taubemit wandelbarem Gefieder." Zum gemeinen Gebraucheist schillernd vollkommen hinreichend.

Changement (spr. Schang'mang), die Veränderung.

Changiren (spr. schangiren), verändern, z.B. seine Woh-nung; wechseln, z. B. die Kleider; umtauschen, z. B.Bücher auf den Leipziger Messen; schillern, oder dieFarbe verändern, je nachdem das Licht darauf fällt. Eswird auch für verändert werden gebraucht, und in die-ser Bedeutung genommen , hat H a g e d 0 r n es sehr gutdurch verarten gegeben:

Was mindert nicht die Zeit? Verarten wir nicht

immer?

Daß verarten etwas anders, als ausarten, sagt, leuch-tet von selbst ein.

Chanson (spr. Schangßong), in der Tonkunst, ein Lied.

Chansonette (spr. Sckangßonnctte), ein Liebchen.

Chanterelle (spr. Schangterellc), die feinste Geigensaite.R e i ch a r d t.

Chaos. Für die höhere Schrcib-art habe ich Urgemischund Urgemenge (Urmengscl) vorgeschlagen. Die Hollän-der sage» Mengelclomp. Nach diesem ließe sich viel-

leicht, zum gemeinen Gebrauche und für die niedrigereSchrcib-art, Mischklump bilden:

Der Welten Mischklump lag re.

Für Chaos in uneigcntlicher Bedeutung, wie wenn voneinem Chaos der Geschäfte die Rede ist, können wirGewirr und Wust sagen. Voß hat Wust auch fürChaos in eigentlichem Sinne gebraucht:

Als in Ordnungen nun, wer jener auch war von

den Göttern,

Abgeschichtct den Wust.

Eben derselbe hat auch wirrende Masse für Chaosgesagt;

Als, die lange gepreßt in der wirrenden Masse

sich bargen.

Alle Gestirn' anfingen hervorzuglühen am Himmel.E a t e l hat Urgemisch aufgenommen.

Chaotisch, wustig.

Bläff' und Winter beherrschen den wustiqen Ort.

Voß.

Chapeau (spr. Schapoh), der Hut; uneigcutlich eineMannsperson oder ein Herr.

Chapean bas (spr. Schapoh bah). Die Franken sagen:chapeau bas (Hut herunter) gehen; die Deutschen ma-chen ein Sachwort daraus, und sagen: er hat einen Cha-peanbas oder wol gar, einen Chapeau-bas-hut inder Hand. Ich habe für den Begriff, welchen man da-mit bezeichnen will (ein kleiner Hur, den man untermArme, und nicht, wie gewöhnliche Hüte, auf dem Ko-pfe trägt) das Wort Armhut oder Armhütchen gebil-det ; und dieses ist das erste von allen Wörtern, die ichvorzuschlagen gewagt habe, dem Ad. die Ehre erwiesenhat, es mit Beifall in sein Wörterbuch aufzunehmen.Die Allgem. Bibliothek hingegen und Rüdiger fan-den es verwerflich, und zwar aus dem Grunde: ,,weilein solcher Hut doch nicht für den Arm bestimmt sei,nickt daran, sondern nur darunter, ja oft auch in derHand getragen werde." Allein der Arm ist doch ge-wöhnlich derjenige Theil unsers Körpers, der diesen Hutzu tragen hat; es scheint daher auch nicht unrecht zusein, ihn nach dem Arme zu benennen. Und wenn ergleich nicht immer unter dem Arme, sondern auch wolin der Hand getragen wird, welches dem eigentlichenHute gleichfalls zuweilen widerfährt: so ist doch dergewöhnliche Ort, wo er die meiste Zeit, besonderswenn wir eine ehrerbietige Stellung annehmen müssen,getragen wird, unter dem Arme. Er scheint also mitRecht ein Armhut genannt zu werden.

Characlvter (spr. Karakkcr), 1. ein Zeichen, 2. einSchriftlichen, 3. ein geheimes Schriftlichen, oderdie Geheimschrift; 4 - das Eigenthümliche, die Eigen-heiten, das Eigcnheitliche einer Sache; 5. die Ge-müthsart , oder die sittliche Gemüthsart, die unter-scheidende Gemütbsbildung, wofür man auch Gemüths-beschaffenheit, Gemüthscigenheiten, und Sittenge-