Cent
Chag
Chatti
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Centrum gravitatis , der Schwerpunkt.
Centupliren, vcrhundertfaltigen. Catcl hat verhun-dcrten dafür angesetzt.
Centurio, ein Anführer von Hundert, ein Hauptmann.
Cephalogie , in der Zergliederungskunst, die Himlehre ;eigentlich die Kopflehre.
Cercle (spr. ßcrkl), in der Sprache der Vornehmen, einGesellschaftskreis.
Ceremonial, Lat. Ceremoniale, die Gebrauchsvor-schrift, d. i. eine Vorschrift, die zu beobachtenden Ge-bräuche betreffend.
Cerenronie. Stuvc hat Fcierbrauch, edler, Feierge-brauch dafür gebildet. Oft kann es aber auch durch Ge-brauch schlechtweg, und in der leichten und scherzendenSchreibart, besonders in Zusammensetzungen, wo dieVorsilbe ge oft einen unangenehmen Uebelklang verur-sachen würde, auch durch das verkürzte Brauch gegebenwerden; Hofgebrauch, Kirchengebrauch. Auch Umstän-de und Feierlichkeit passen dafür in vielen Fällen. Ermacht gern Umstände. Er liebt die Feierlichkeiten oderdas feierliche Wesen. Eatel hat Fcierbrauch aufge-nommen.
Ceremomell, das. Man versteht darunter den Inbe-griff der Gebrauche. In den meisten Fäflcn kann manes durch die Gebrauche, oder das Gebräuchliche schlecht-weg übersetzen.
Ceremoniös, feierlich.
Certiticat, Zeugniß, Schein, Bescheinigung, Beglau-bigung.
Certitication, die Bescheinigung.
Certiren, streiten, Wettstreiten oder wetteifern.
Cervelattvurst. Hirnwurst. Heynatz. Im N. D. ha-ben wir Bragenwurst dafür:
Nimm braunen Kohl, je krauser, je lieber;
Geuß Wasser, quantum satis-, darüber;
Setz' ihn aus Feuer, und stecke hineinDen Schenkel von einem gemästeten Schwein;(Doch kann's auch eine Bragenwurst sein) u. s. w.Man gibt aber den Namen Cervelatwurst auch solchenWürsten, welche statt des Gehirns nur kleingehacktesFleisch enthalten.
Cession, die Abtretung, z. B. eines Pfandbriefes, ei-nes Wechsels u. s. w., an einen andern. Cessio bono-rum, die Abtretung seiner Habe an die Gläubiger.
Cessiren, aufhören, wegfallen.
Chaconne und Ciaconne (spr. Schakonne und Tschia-konne),in der Tonkunst, ein edles Tanzstück. R ei chh ardt.
Chagrin (spr. Schagräng); i. der Verdruß, Kummer,Harm; 2. die Seehundshaut und ähnlich zubereitetesLeder, wofür Kind er ling Reibleder angesetzt hat.Nach einigen kommt das Wort in dieser Bedeutungvon dem Persischen 8 agri her, welches das Kreuz ei-nes Pferdes oder Esels bedeutet, wovon die erweichteHaut mit Senfkörnern gepreßt, und auf diese Weise zu
Chag
Chagrinleder gemacht werden soll. Für chagrin-artighaben wir gerieselt. „Diese Raupen haben eine bloße,aber geriefelte Haut." Systematisches Verzeichniß derSchmetterlinge. Wien 1776 . Catcl hat narbichtesLeder für Chagrin angesetzt.
Chagriniren (spr. Schagriniren), kranken. Chagrinant,krankend.
Chaine (spr. Schän'), 1. die Kette oder Fessel; 2. derZwang. In der Tanzkunst, wo es uncigcntlich gebrauchtwird, so wie in der Jagdsprache, wo ein Volk Hühnerdamit bezeichnet wird, kann unser Kette gleichfalls da-für gebraucht werden.
Chaise (fpr. Schäfl), eine Halbkutsche, ein halber Wagen.
Chalandise (spr. Schalangdip), die Kundschaft. Chalandheißt auf Franz, eine Kunde.
Chaleograph, der Kupferstecher.
Chalcographie, die Kupferstichskunst»
Chalouppe (fpr. Schaluppe), ein kleines, vorn und hin-ten spitz zulaufendes Fahrzeug, welches die großen Schif-fe bei sich führen, um es als ein Boot zu gebrauchen.Der N. D. Ausdruck dafür ist Slupe.
Chamade (spr. Schamadc), der Ergebungsmarsch. Hey-nah. Man schlägt den Ergcbungsmarsch. Da aber dasZeichen, wodurch Belagerte ihre Bereitwilligkeit sich zuergeben, nicht durch die Trommel allein, sondern auchwol durch Trompetenblasen und durch, eine aufgepflanz-te weisse Fahne gegeben wird: so scheint ein allgemei-nerer Ausdruck nöthig zu sein ; und, dazu schlage ich Er-gebungszeichen vor. Die Belagerten gaben dns Erge-bungszeichen.
Chamäleon; bekanntlich eine Art Eidechsen, welche ihreFarben wechselt, nicht nur je nachdem das Licht darauffällt, sondern auch, gleich dem Kopfe des Truthuhns,je nachdem sie von dieser oder jener Empfindung belebtwird. Man könnte Farbenspieler, oder Farbenwechslerdafür sagen. Man könnte auch Schiller-eidex, von schil-lern, Farben spielen, dafür bilden.
Chamarriren (spr. schamariren), verbrämen. Ein ver-brämtes Kleid.
Chamit, eine versteinerte Muschel, die in ihrem natür-lichen Zustande die Gienmuschel oder Riesenmuschelgenannt wird.
Charnp de bataille (spr. Schang de Batallje), dasSchlachtfeld, die Walstatt, von dem veralteten Wal,die Schlacht.
Champignon (spr. Schampinjong), die feinste Art vonSchwämmen. Wir haben in unserer Sprache Drüsch-ling, Herrenschwamm, Heiderling, Brachmannleitt,Erdschwamm, Feldschwamm und andere. Von diesenscheint für Champignon (Agaricus campestrisLin.) am besten Herrenschwamm zu passen, weil die-se Art von Schwämmen für die edelste gehalten wird.Erdschwamm und Feldschwamm bezeichnen das ganze
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