Cava
Cens
Ceus
Cent
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Cavalier Parole , das Ehrenwort.
Cavata, in der Tonkunst , arienm ästiger Gesang. Eschen-bürg.
Cavatina, in der Tonkunst, kurzer Singefap. R c i ch a r dt.Cavent, der Bürge, Gewährsmann.
Cavillatioil, die Verspottung, die Aeffung.
Cavilliren, einen äffen, zum Besten haben, verspotten.Caviren, bürgen, sich verbürgen, Bürgschaft oder Ge-wahr leisten, für etwas haften. In der Kaufmanns-sprache heißt caViren, wenn es in Bezug auf Wechselgebraucht wird, auch zu Gelde machen oder an denMann bringen. So schicken z. B. Bcrlinsche KaufleuteAmsterdamer Wechselbriefe nach Hamburg, um sie da-selbst caviren zu lassen, d. i. tim sie daselbst zu verkaufen.Cavit'-it. Bis jetzt mußten wir uns mit Höhlung behel-fen, ob es gleich unbequem war, mit einem und eben-demselben Worte die Handlung des Hohlmachens, unddie dadurch bewirkte Cavität zu bezeichnen. Neulichhat uns Claudius mit einem eigenen Worte dafürversehen; er bildete Hohlheit:
Ein neues Licht ist aufgegangen.
Ein Licht, schier wie Karfunkelstein;
Wo Hohlheit ist, es aufzufangen,
Da fährts mit Ungestüm hinein.'
Ceäiren, abstehen, abtreten, überlassen.
Celadon. S. Seladon.
Celebre (spr. eeläbr), berühmt.
Celebriren, feiern, einen Festtag begehen.
Celebrität, i. die Festlichkeit; 2. die Berühmtheit, einberühmter Name.
Celerität,die Geschwindigkeit, die Schnelle oder Schnel-ligkeit.
Celibat ober Caelibat, der ehrlose Stand, die Ehe-losigkeit.
Celibataire (spr. Celibatär), der Hagestolz.
Cendrö (spr. ßangdreh), aschgrau.
Cenotaplüum, ein leeres Grab, zur Ehre eines anders-/ wo Begrabenen errichtet; also ein Ehrengrab.Censiren, beurtheilen, prüfen, schätzen. Im Scherzauch mäkeln und bemakeln. „Der Buchschauer hat dasWerk noch nicht gemäkelt."
Censit, der Zinsmann, einer der Zins erlegen muß.Censor,, der Bücherrichter, Buchschauer. S. Censur.Das erste hat Ad. in der neuen Ausgabe angenommen.Oft verbinden wir mit dem Worte Censor auch denBegriff eines Sittenrichters; und wenn von' den Rö-mischen Censoren insbesondere die Rede ist, so könnteman öffentliche Aufseher oder auch Staats-ausseher da-für sagen.
Censur. Ich habe für die Bedeutung, welche dieses frem-de Wort in der Gelehrtensprache hat, zwei Wörter vor-geschlagen : Gedankenschau oder Gedankenmauthe fürden scherzhaften, und Bücherschau oder Bücherschau-amt für den ernsthafteren Vortrag. Ueber dir ersten
fällte Affsprung folgendes Urtheil: „Da man in ei-nigen Ländern schon eine Bier - Brot- und Fleisch-schau hat, so können Gedankenschau und Bucherschaunichts auffallendes mehr haben." Kinderling wiesnach, daß Bücherschau, welches ich erst gebildet zuha-ben glaubte, schon in Tolz Tropis biblicis 1527vorkomme. Eine Empfehlung mehr dafür. Die Censursolcher Geisteswerke, die keine Bücher sind, z. B. derKupferstiche, Schauspiele u.f. w. kann man, nach R si-di ger's Vorschlage, Vorprüfung, auch die Schauschlechtweg nennen. In der R. a. die Censur ertheilenoder verweigern, Mannes durch Druckgenehmigung oderDruckbewilligung gegeben werden. Censur in kirchlicherBedeutung Censura ecclesiastica ist Kirchcnstrafe undKirchenbuße. Da indeß die Zeiten nicht mehr fernzu sein scheinen, da, außer der Obrigkeit, niemandmehr das Straf-amt auszuüben befugt sein wird: sobedarf es kaum noch eines Deutschen Ausdrucks für die-se Bedeutung des Worts. Censuren auf Schulen sindSchulgerichte oder Schulmufierungm.
Census , der Zins. ' '
Cent, von dem Lat. centum', hundert. Man gebrauchtes mit dem Lat. pro, für, z. B. fünf Procent, d. i.fünf von Hunderten, ein halbes Procent, ein Halbesvon Hunderten. Die Centgerichte waren ursprünglichsolche, deren Sprengel sich über hundert Höfe oder Gü-ter erstreckte.
Centifolie , die Hundertblättrige, nämlich Rose; dieBenennung einer bekannten Rosen-art.
Cento , überhaupt Flickwcrk; insbesondere ein Stoppel-gedicht, d. i. ein Gedicht, welches aus Versen zusam-mengesetzt ist, die man aus andern Gedichten entlehnthat, dergleichen z. B. Ausonius unter dem TitelConto nuptialis aus einzelnen Versen und Halbverfcndes Mrgils zusammenflickte.
Central, was zum Mittelpunkte gehört, oder den Mittel-punkt ausmacht; z. B. eine Centralschule, wofür wirHaupt- oder Kreisschule sagen können. Es wird näm-lich eine Schul-anstalt gemeint, welche in der Mitte ei-nes gewissen Kreises liegt, für welche sie bestimmt ist.Unter Centralfcuer versteht man ein, angeblich mittenin dem Erdbälle befindliches Feuer; also ein Mittel-punkts- oder Kcrnfeuer.
Centrifugalfraft, eine Bcwegkraft vom Mittelpunkteweg; eine abstrebende Kraft. C a t c l.Centripetalkmst, eine Bcwegkraft nach dem Mittelpunk-te hin: eine anstrebende Kraft. Catel.
Centrum, der Mittelpunkt. Einigungspunkt, welchesich ehemahls mit dafür angesetzt hatte, ist nicht cen-trum schlechtweg, sondern derjenige Mittelpunkt, umden man sich vereiniget, le point de raillement.Punkt muß für eingebürgert gehalten werden, weil esunsere Sprach-ähnlichkeit nicht beleidiget, und schon lan-ge in die Volkssprache übergegangen ist.
Cen-