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1 (1808) A - E
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Baro

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Bari Baro

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der Hamb. Volkssprache hat man das Wort Bütte da-für, vermuthlich wegen der Achnlichkeit, die man zwi-schen einem solchen Hute und einer Bütte ( Butte, Zo-ber) fand. Man gebraucht aber, wie es scheint, diesesWort nur svottweise. S. Richey.

Baril , ein Touuengefäß, Fäßchen.

Üaritono, Franz. Basse-taille, der hohe Baß. Reich-tz a r d k.

Barometer. Der gemeine Name ist Wetterglas. Für denwissenschaftlichen Gebrauch hat man Schwcrmesser vor-geschlagen, -welches nach Wärmemesser gebildet sein soll-te. Allein da hätte man doch Schweremesser sagen müs-sen, weil nicht etwas, welches schwer mißt, sondernwelches die Schwere mißt, angedeutet werden soll. Aberauch dann noch würde eine nothwendige Bestimmungfehlen; weil durch den Barometer nicht die Schwere ei-nes jeden Körpers, sondern nur die der Luft gemessenwird. Man hatte also Luftschwcremesser sagen müssen;allein welch ein Wort! Prok. Wagner suchte einbesseres, und fand, ungemein glücklich , wie es mirscheint, Luftwäger. S. Beiträge zur weitem Ausbil-dung der Deutsch. Sprache, IV. St. S. 159. Die-ses Wort vereiniget in seiner zweiten Hälfte die Begrif-fe messen und Schwere, und setzt durch die erste dieBestimmung Luft hinzu. Es druckt also vollkommen denBegriff eines Werkzeuges aus, wodurch die Schwereder Luft gemessen wird, und ist dabei, weder zu lang,noch übclklingend. Man würde daher sehr Unrecht ha-ben, wenn man sich dieses guten Ausdrucks nicht bedie-nen wollte. In einer, durch meine Preisschrist veran-laßten Holländischen Schrift: Broeve over het ver-17ken der Nederduitsche Taal, door J. Lublink,.den Jongen , welche früher herauskam, als dieser Vor-schlag von W a gner'n gemacht wurde, finde ich in ei-nem Verzeichnisse von Wörtern, die sich von mir her-schreibcn sollen, auch dieses Luftwäger (Luchtweeger)schon mit aufgeführt, ungeachtet ich mich nicht erinnernkann, es irgendwo vorgeschlagen zu haben.Ich muß

- . noch hinzufügen, daß man auch Wettcrsager, aber gleich-

- falls zu unbestimmt, für Barometer zu sagen versuchthat. Wenn ich nicht irre, so war es Wolf, der dic-

-- sen Ausdruck zuerst gebrauchte. Ein verdienter Sprach-. forscher in Schwaben, Gerstncr, erklärt sich in eini-gen, bei Gelegenheit der Beiträge zur weit. Ausb. derSprache mir handschriftlich mitgetheilten scharfsinnigen-Bemerkungen, gegen Luftwäger aus eben den Grün-den, aus welchen er Wettersager und Schwcremesser. und zugleich alle mit Messer gemachte Zusammcnsetzun-* gen verwirft.. Die Gründe sind folgende: 1. Messer,in den Zusammensetzungen Wärmemesser, Windmesseru. s. w. habe in der Sprache gar keine Achnlichkeit fürsich, wol aber Aehnlichkeitcn,wider sich, z. B. in Feld-

- . mcffer, Landmesser, in welchen Messer immer eine Per-

son, einen Menschen, welcher mißt, bedeute, und in

Messer, cnlter. Der Ununterrichtetc werde daher beijenen Zusammensetzungen eher an einen Menschen, wel-cher etwas ausmißt, oder gar an ein Messer von ge-wisser Art, als an ein Werkzeug der Naturlehre den-^ kcn." Dcr Verf. hat hier vergessen, daß Durchmesser,Halbmesser, Meilenmesscr und Winkelmesser, obgleichneuern Ursprungs, doch schon allgemein Gänge und Ge-be sind; so daß es jenen Zusammensetzungen denn dochjetzt nicht mehr an aller Achnlichkeit fehlt. Die mögli-che Verwechselung mit Messer, culter, ist ein Umstand,den diese Ausdrücke mit hundert andern Wörtern ge-mein haben. Aber theils das in jenen Zusammensetzun-gen verbundene Bestimmungswort, theils der Zusam-menhang , können vor einer solchen Verwechselung schü-tzen. 2.Jedes Werkzeug, das in unserer Sprache alshandelnd oder wirkend vorgestellt wird, und dessen Be-nennung von einem Zeitworte in thätiger Form abge-leitet ist, zeichnet sich durch eine gewisse Thätigkeit aus,diese sei nun entweder eine sichtbare, auffallende Bewe-gung, oder Veranlassung zu Bewegung, Möglichmachungderselben, oder sichtbare, auffallende Gewalt, mit deres wirkt." Diese Bemerkung ist im Ganzen genommenvöllig richtig, nur daß die Beiwörter auffallende Be-wegung und auffallende Gewalt füglich halten wegblei-ben können, weil wir dergleichen Wörter haben, welchenur an sehr geringe oder gar keine Kraft und Bewe-gung denken lassen, z. B. Hosenträger, ein über dieSchultern gehendes Tragcband, Meilenzelger, Pfeisen-räumer u. s. w. Richtiger würde die Regel gefaßt sein,wenn es hieße: Wörter dieser Art finden nur für sol-che Gegenstände und Begriffe Statt, die sich füglich vcr-persönlichen ( personificiren ) (äffen. Dis, aber auchweiter nichts, ist eine nothwendige Bedingung für solcheWörter, weil sie die Form der'Pcrsoncnwörtcr haben.Aber nun frage ich denn auch: ob irgend ein anderesWerkzeug sich von der Einbildungskraft bequemer alsetwas persönliches oder selbsthandclndes vorstellen läßt,als >in Luftwäger oder Barometer? Thut er nicht,sobald er fertig ist, das, was er thut, ohne menschlicheMithülfe, gleichsam ganz von selbst? Wie viel unbe-quemer war es, den Bohrer, Drücker, Hirschfänger,Heber, Nußknacker, Dbstbrcchcr, Pfropfzieher, Krä-der u. s. w. als selbßhandclnd oder als Personen zudenken? Und doch ist dis in unserer Sprache geschehen ;sie kann und darf sich daher nicht weigern, auch denLuftwager unter ihre Pcrsonenwörlcr aufzunehmen. Aberauch selbst nach dem, was unser Vcrf. dazu crfodert,verdient der Gegenstand jenes Worts durch ein Persp-nenwvrt bezeichnet zu werden. Hat der Barometer csnicht mit dem ganzen uns umgebenden Lust-und Dunst-kreise zu thun? Hat cs nicht etwas recht sehr auffal-lendes, daß dieses kleine Werkzeug jede mit der Spann-kraft dieses Luftkrciscs vorfallende Veränderung, gleicheinem Selbstbcweger (Automat) sofort anzeigt? Scheint' T nicht,