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1 (1808) A - E
Entstehung
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144
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Bara

Bare

Banq

welche R zu diesem Worte (im Z. St. der Beitragezur weitem Ausbildung der Deutschen Sprache. S.162) macht:Bankerott stammt unstreitig von Bank,und das erkennt selbst Düfrcsnc für ursprünglichDeutsch, und zwar Sächsisch an. Bei ihm wird bancaunter andern gebraucht pro mensa mercatorum , inqua merces suas emtoribus exponunt. Wenn nunder Kaufmann seinen Waarentisch nicht mehr hinstellt,seine Nude nicht mehr aufschlagt, nichts mehr feil zubieten hat, was ist er dann? Bankerott. Warum abernicht lieber völlig Deutsch banklos? Den Vorzug kön-nen wir unsern Nachbaren wol gönnen, daß sie früherals wir einen banklosen Kaufmann benannt haben ; jetzt,da die rühmlose Kunst, oder bis Unglück auch zu unseingedrungen ist, müssen wir auch wol ein eigenes Wortdafür stempeln. Hat der Kaufmann seinen Waarentisch,seinen Laden, wie wir sagen, selbst zerbrochen: so mager uns nicht übel nehmen, wenn wir ihn auch einenBankbrüchigcn, und sein wol selbst befördertes Unver-mögen fortzuhandcln, einen Bankhruch nennen." Imgemeinen Leben scheint die R. a. er oder vielmehr seinHaus ist gebrochen bisher die gebräuchlichere gewesenzu sein. Zu Hamburg aber sagt man: er muss einkom-men oder er ist eingekommen, nämlich bei Rathe, umsein Unvermögen zu bezahlen anzuzeigen.

Banquerottirer, Franz. Banqueroutier. Wenn Bank-brüchiger verworfen wird, so müßte man Umwerscr da-für sagen. Oft ist es leider mit Betrieger oder vorsetz-licher Bet>leger ganz einerlei.

Banquett (man spricht Bankett), daS Gastmahl, Gast-gebot, der Schmaus, das Fest, das Hochgelag, edlerHochmahl.

Banquette (fpr. Bankett), 1. in der Bcsestigungskunst,eine Erd-erhöhung oder Erdbank an der innern Sciredes Walles, wodurch die darauf stehenden Soldaten inden Stand gesetzt werden, Überweg zu sehen und zu schie-ßen; 2. der Fußweg längs einer fahrbaren Straße. Ei-gentlich paßt das fremde Wort in dieser Bedeutung nurfür die erhöhten Fußwege, welche einer Bank gleichen;aber man hat sie von diesen auch auf die nicht erhöhtenFußwege, welche neben einem Fahrwege angelegt sind,ausgedehnt.

Banquetiren (spr.banketiren), schmausen, prassen, schlem-men, ein Hochmahl begehen oder halten.

Banquier (fpr. Bankieh). Moritz bemerkt zwar richtig,daß Wechsler, dem Sprachgcbrauche zufolge, den Be-griff, den wir mit jenem fremden Worte verbinden, nichtausdruckt; aber wenn er hinzufügt: Banguirer ist da-für schon eingeführt, und wegen der Deutschen Endungvorzuziehen, so mus ich gegen beides eine Verwahrungeinlegen, Es ist weder eingeführt, noch vorzuziehen. Bes-ser, das ausländische Wort in seiner ganzen fremdenForm bis auf weiter beibehalten , als die Zahl der un-seligen Zwittcrwörtcr in irer und iren zu vermehren.

Ein Banquier ist im Grunde doch nichts anders, alsein Kaufmann, dessen Waare Geld ist; warum solltenwir denn nicht Gcldhündler dafür sagen dürfen? Beiden Glücksspielen könnte man es durch Bankhalter ver-deutschen. Catel hat diesen letzten Ausdruck ange-nommen.

Baraque (fpr. Barack), eine Feld - oder Lagcrhütte. Daserste hat Catel ausgenommen.

Barattiren, Waarentausch treiben, einenWaarcntauschtreffen oder machen.

Baratto, ein Waarentausch, d. i. ein Handel, da manWaaren, nicht gegen Geld, sondern gegen andere Waa-ren umtauscht.

Barbarismus, ist bekanntlich nicht jeder Sprachfehler,sondern derjenige, der durch Einmischung fremder Wör-ter oder fremder Sprach-eigcnheiten begangen wird. Sowie die Grichen alles, was nicht Grichisch, die Nömcvalles, was nicht Römisch war, barbarisch nannten: sokönnten wir das, was nicht Deutsch ist also diebarbarismos jeder Art, in Bezug aus unsere DeutscheSprache Undcutsch nennen.Es ist undcutsch, oderdeutschwidrig, oder eine Undeutschheit," und in Be-zug auf andere Sprachen,es ist Unlakein, Unsranzv-sisch rc.," könnten wir für, cS ist ein Barbarismus,sagen. Schon Luther hat das Grichische Wort ßct$~ßagos (1. Cor. 14, 11.) durch unteutsch übersetzt; undv. Stade billiget das (unter Unteutsch) aus ebendem-selben Grunde, den ich hier dafür angegeben habe. Sonstkönnen wir auch die Wörter Sprachmischung, Sprach-mengerei und Sprachgemengsel, Sprachvcrunreinigungdafür gebrauchen. Rüdiger hak Frcmdheitcn dafürbeliebt.

Barbier, N. D. Baibier, ein Schecrer oder Bartschee«rer, N. D. Bartputzer. Freilich da, wo wir mit Per-sonen dieser Berufsart selbst reden, werden wir unsschon müssen gefallen lassen, ihnen nach wie vor die fremd-artige Benennung Barbier, die sie lieber als die Deut-sche hören, zu geben; aber wenn wir in ihrer Abwesen-heit von ihnen zu andern reden, brauchen wir kein Be-denken zu tragen, den Deutschen Namen vorzuziehen.

Barbiren, scheeren; N. D. putzen.

Barbouilleur (fpr. Barbulljöhr), der Schmierer, Sud-ler, Farbenkleeker.

Barbouilliren (fpr. barbulljiren), bepinseln, besudeln,beschmieren. Auch hinkleckscn. Ich habe diese Landschaftnur so hingepinselt, hingeklccksct, hingesudelt.

Bardiet, ein Bardenlied, ein Schlachtgesang oder Krie--gcslicd, weil die Barden durch ihre Lieder zur Tapfer-keit ermunterten.

Baret oder Barett, Franz. Barette, eine Art von Hutoder männlicher Kopszierde, wovon wir in Deutschlandnur noch diejenigen von Sammet kennen, die in eini-gen Gegenden, z. B. in Hamburg, von den Geistlichenund von obrigkeitlichen Personen getragen werden. /In

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