Band
Band
»all
aussi d’une espece d’Opdra compose d’actes dc-taclies reiinis sous un titre commun et dont cha-cun amene une fete. Dictionaire de l’academiefr anreise.
Ballon (spr. Ballong), cirt mit Lust öngefulftcr Ball zumBallspiel; ein Windball. In engerer Bedeutung ver-sieht man jetzt einen mit leichterer Dunstlust angefülltenBall darunter, der, vermöge seiner größer» Leichtigkeit,in gemeiner Luft in die Höhe steigt. In diesem Sinnegenommen, sagt man Lustball dafür.
Bailot (spr. Balloh), ein Ballen oder Waarenballen.
Bailotiren oder balotireu. Man hat dafür kugeln, sowie die Kugelung für ballotement oder balotementeingeführt. Zu Frisch'ens Zeiten wurde dieses Deut-sche Wort, wie bosseln, vom Kegelspiele gebraucht; we-nigstens umschreibt dieser es durch conis ludere, eos-que globis sternere. Für Ballotirkugeln (Franz. Bal-lette) hatEschenburg Kugellose vorgeschlagen ; C a-t e l aber Wahlkugel dafür angesetzt.
Balustrade, Geländer, Lehne oder Brustlehne, Docken-geländer und Dockenwerk.
Balsamiren. Dafür hat H a l l e r auf gut Deutsch bal-samen gesagt:
Denn Liebe balsamt Gras, und Ekel herrscht aufSeiden (Seide).
Auch Zachariä hat dis Wort, welches man sehr mitUnrecht hat veralten lassen.
Bambocludsn oder Bambocciaden, in der Mahlerei,ein von Peter von Laar, genannt Bambocbc oder Bam-boccio, einem Niederländischen, körperlich sehr häßlichgebildeten Mahler des vorigen Jahrhunderts, entlehn-tes Kunstwort zur Bezeichnung solcher Bilder, wodurchmenschliche Mißgestalten dargestellt werden. S. Hey-d eure ichs ästhetisches Wörterb.
Banco, ist das Deutsche Bank mit Jtal. Endung; alsokönnen wir Bankgeld f. Banco-geld, Bankzettel f.Banconoten oder Bancobillets, und Bankrechnungf. Bancoconto, sagen. Bankgeld ist dasjenige, wasju Banken angenommen wird, gewöhnlich besseres oderschwereres, als das umlaufende (Curantgeld). Das Ham-burgische Bankgeld z. B. besteht in alten vollwichtigenSpeeieöthalern, das Stück zu einem und einem halbenReichsgulden gerechnet, dahingegen die Speeiesthalerin umlaufender Hamb. Münze mehr, in Conventions-vder Uebereinkunftsmünze zwei Gulden gelten.
Bandage (spr. Bandage), der Verband.
Bandagist (spr. Bandagist), der Bruch-arzt. Andere, z.B. M o r i tz , haben Bruchbändermacher dafür angesetzt.Allein i. müßte dis Bruchbandmacher heißen, weil wirin unsern Zusammensetzungen das erste oder bestimmen-de Wort lieber in der Einzahl, als in der Mehrzahlzu gebrauchen pflegen, z. B. Hutmacher, Zahnarzt,Strumpfwirker (nicht Hütemacher, Zahnearzt re.); 2.sind der Bruch-arzt und der Bruchbandmacher zwei ganz
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verschiedene Personen. Der letzte verfertiget nur dieWerkzeuge, welche der erste anlegt.
Bands (spr. Bangde), die. Dis Wort wurde ehemahls,nicht nur von Spitzbuben, sondern auch für jede Gesell-schaft von Schauspielern und Tonkünstlern gebraucht.Von diesen ist jetzt das edlere Wort Gesellschaft, vonjenen Rotte gebräuchlich. Indeß kann man auch Ban-de (nur nicht nach Französischer, sondern Deutscher Aus-sprache) für eingebürgert gelten lassen, weil es unsereAehnlichkeitsregel nicht verletzt und schon in die Volks-sprache übergegangen ist. Eine Räuberbande.
Bandelier. Wir können füglich Schultergehänge dafürsagen, weil ein breites über eine der Schultern queerHerablaufendes Band, oder auch ein solcher Riemen ge-meint wird, an dem z. B. die Reiter ihr Feuerrohr, dieTrommelschläger ihre Trommel tragen.
Bandelotten (spr. Bangdelvtten), Tdhrgehänge.
Banderole (spr. Vangdrvhl'); 1. derSchissswimpel; 2.das Pikenfähncheu; 3. der Trvmpetenquast.
Bandit, ein Meuchelmörder. Für banditenmässig kön-nen mir meuchelmörderischer Weise, oder auch kürzer,mit L u t h e r’it, meuchlings (wie rücklings) sagen. Dasveraltete meuehel bezeichnete die Begriffe heimlich undtückisch. Man hatte auch ein Zeitwort meucheln fürheimtückisch handeln. S. Cabala.
Bannarium molendinum, der Mühlenzwang.
Bannum; in der barbarischen Rechtssprache kommt diesesbarbarische Wort für Acht vor; so wie Bannitus fürGeächteter.
Banquerott (spr. bankerott), Jtal. banac» rottn. Diesesuirdeutsche Wort wird im Deutschen noch obenein oftauf eine widersinnige Weise gebraucht, indem man, erist banquerott für er hat Banquerott gemacht, zu sa-gen sich erlaubt, da doch jenes nichts anders heißt, als:er ist eine zerbrochene Bank. Der Ursprung dieses Worts— daß nämlich ehemahls den Wechslern in Italien,wenn sie aufhörten zu bezahlen, die Wechselbank umge-worfen oder zerbrochen wurde — ist bekannt. Ich haktein meinen frühern Versuchen und nachher in der Preis-schrift, Bankbruch und Kasserrbruch dafür, so wie Bank-brüchiger und Kassenbrüchiger für Bankervttirer, vor-geschlagen ; allein beide haben bis jetzt noch nicht son-derlich Glück gemacht. Indeß hat doch neuerlich C at e lsie in das Wörterbuch der Franz. Akademie anfgenom-men. In der Volkssprache einiger Gegenden sagt man:er hat umgeworfen f. er hat Banquerott gemacht. Ebendieses finde ich auch in dem alten Froschmäusler:
Sie wissen, was die Stadt bedarf,
Wer wohl fährt oder gar umwarf.
Edler und gebräuchlicher sind die R. a. er hat aufge-hört zu zahlen; das Haus ist gefallen. Diese letzteR. a. ist gut gewählt, weil ein einstürzendes Gebäude,außer seinen Bewohnern, auch andere mit zu beschädi-gen pflegt.—Ich füge noch folgende Bemerkung hinzu,
welche