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1 (1808) A - E
Entstehung
Seite
135
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Aste

Athe

Athe

Atla

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Asteriscns, das Sternchen (*), zum Bezeichnen beimSchreiben und Drucken gebraucht.

Ästhetisch, aus Schwache, S. Affect.

Asthma, die Engbrüstigkeit; im N. D. der Dampf.

Asthmatisch, engbrüstig; im N. D. dampfig.

Asträa, die Göttinn der Gerechtigkeit.

Astralisch, gestirnförmig oder gestirnmäßig.

Astrognosie, die Kenntniß der Sterne, mit EinemWorte, die Sternkenntniß.

Astrolabium, ein Winkelmesser, ein Werkzeug derMeßkunst.

Astrolog, ein Sterndeuter.

Astrologie, die Sterndeuterei.

Astrometeorologie, die Wettersternkunde, d. t. derInbegriff derjenigen Regeln, nach welchen man aus derjedesmahligen Stellung der Wandelsterne auf die Wit-terung zu schließen wagt.

Astronom, ein Sternforfcher, Sternkundiger.

Astronomie, die Sternlehre, Sternwissenschaft, Stern-kunde. Burja weifet den Namen Sternkunde dem-jenigen Theile der Sternlehre an, welcher LateinischAstronomia sphärica, und den Namen Sternwissen-schaft demjenigen, welcher astronomia physica genanntwird. Mein diese Wortbestimmung scheint gar zu will-kürlich zu sein. Gegründeter wäre vielleicht die von mirvorgeschlagene Unterscheidung der Zusammensetzungenmit Lehre (oder Wissenschaft) und Kunde, vermögewelcher das letzte nur von Kenntnissen, in sofern sielm Menschen (subjektivisch) gedacht werden, das erstehingegen von Kenntnissen als Wissenschaft für sich (objek-tivisch) gedacht, gebraucht würde.

Astronomisch. Ich beziehe mich auf das, was ich oben(unter Aesthetisch) über die veralteten Beiwörter leh-rig und künftig angemerkt habe. Würden diese wiedererneuert, so könnten wir sternlehrig für astronomisch,vbjektivisch genommen und sternkundig für astronomisch,subjektivisch verstanden, sagen. Für letztes findet sich indem Froschmäusler auch sternweise.Sternweise Leute."

Asyl, Lat. asylum , die Freistatt, Freistatte, der Zu-fluchtsort

A tempo, zu gleicher oder rechter Zeit. Inder Ton-kunst wird es auch für ai rigore di tempo, im stren-geren Zeitmaße, gebraucht. A tempo giusto, in an-gemessener Bewegung. Reichhardt.

Atheist, Gottlaugner würde deutlicher als Gottesläug-ner sein, aber das letzte ist gebräuchlich, das erste nicht.Der verkappte Realis de Vienna (Gabriel Wag-ner, S. H e r d er s Briefe über die Humanität Thl. 4.S. 17. folg.) fyat ttngötter (wie Abgötter) dafür:EinUnchrist ist kein Ungötter." Allein in beiden Wörternmüßte es Götterer, statt Götter, heißen. In der Att-gem. Deutsch, Bibliothek (Thl. VI. St. 2. Seit. 217.)kommen ohngöttische Völker f. atheistische vor. Da, woTheist und Atheist einander entgegengesetzt werden, könn-

te man auch wol Gottbekenner für jenes, und Gott-verkennet für dieses sagen. Wir haben übrigens füratheistisch, Atheist und Atheisterei oder Atheis-mus, die allereigenklichsien und passendsten Ausdrückein unserer Sprache, gottlos, ein Gottloser, die Gott-losigkeit; Ausdrücke, welche mit jenen Grichischen Wör-tern sowol der Zusammensetzung, als auch ihrer ursprüng-lichen und eigentlichen Bedeutung nach, völlig überein-kommen; nur daß wir diese eigentliche Bedeutung der-selben durch die uneigentliche kirchliche (nach welcher siefür böse, Böser und Bosheit genommen werden) fastganz haben verdrängen lassen. Ad. wehet »ach, daßgottlos in jener ersten und eigentlichen Bedeutung vonNotkern gebraucht sei; und daß die Holländer noch jetzt

- gvdloos für atheistisch sagen, ist bekannt. Es käme als»auf den Versuch an, ob wir es nicht auch im Deut-schen wieder gangbar dafür machen könnten.. Diesesschrieb ich vor einigen Jahren; jetzt, da es abgedrucktwerden soll, habe ich das Vergnügen zu bemerken , daßjener Versuch seitdem wirklich gemacht ist, und daß, soweit ich hören konnte, auch nicht Eine mißbilligendeStimme sich dagegen erhoben hat. Als man Fichtender Atheisterei beschuldigte, fing dieser seine Rechtfer-tigung mit den Worten an:Die Beschuldigung derGottlosigkeit ruhig ertragen, ist selbst eine der ärgstenGottlosigkeiten." Diese Stelle, in welcher Gottlosigkeitdas erstemahl für Atheisterei, das andere mahl fürdie damit verbunden gedachte Unsittlichkeit gebraucht wird,wurde in vielen Zeitungen und andern Flugschttfrenwiederholt; und niemand hatte gegen den darin beob-achteten Sprachgebrauch auch nur das geringste einzu-wenden. Er scheint also für keinen etwas auffallendeszu haben. Man könnte indeß da, wo ein Mißoerständ-niß zu besorgen wäre, die Bezeichnung durch den Zu-satz: in eigentlichem Sinne, genauer und fester ma-chen:Der Gottlose, das Wort im eigentlichen Sinnegenommen; die Gottlosigkeit, in ursprünglicher Bedeu-tung des Worts.

Atheisterei. S. Atheist. Auch die Gottlaugnerei.

Atheistisch, ohngöttisch, so wie wir abgöttisch sagen.Ohngöttische Völker." Allgem. Deutsche Bibliothek.Eigentlich würde unser gottlos dem atheistisch antwor-ten ; allein der Sprachgebrauch hat diesem bekanntlicheine andere Bedeutung gegeben. S. indeß unter Atheist.Gottverkennende odergottläugnende Völker könnte manauch sagen; aber nicht gottverkennende Grundsätze.Hier wüßte ich nur gottlaugnerische dafür anzugeben,welches aber gar zu hart ist.

Athlet, ein Wettkämpfer.

Athletic, die Kampfkunst, die Kampf-übungen.

Atl nten, in der Baukunst, Träger, d. i. Säulen inMenschen-gestalt, welche einem Vorspränge, Gesimse u.dergl. zur Unterstützung dienen.

Atmos-