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1 (1808) A - E
Entstehung
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134
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Asse

Assi

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Wort in einem Zusammenhange zu gebrauchen, wie et-wa folgender ist.Endlich schlagt die erwünschte Stun-de der Glanzversammlung, des Schauspieles, des Lar-ventanzes u. s. w." Theophron. Prachtversamnt-kung ist übrigens von Heynatze'n aufgenommen wor-den. Da, wo keiner dieser vorgeschlagenen DeutschenAusdrücke vollkommen passen will, können wir die As--semblecn auch vornehme Gesellschaften, Kreise dc«Großen, Versammlungen der großen oder schönenWelt nennen. EinS oder das andere von diesen Hütte z.B. der Uebersetzcr deS Engl. Kinderbuchs, GeschichteSandfords und Mertons, in folgender Stelle gebrau-chen können:Eine von den Damen gab zu verstehen,Hr. Barlow sei ein wunderlicher Mann, der niemahlsin Assemblecn ginge." In Nordamerika werden un-ter Assembleen die Versammlungen der einzelnen Staa»ten, also Staatsversammlungen, verstanden.

Assension, der Beifall, die Bei- oder Zustimmung.

Asseutiren, beipflichte», beistimme», oder zustimme»,Beifall geben.

Asseriren, behaupten.

Assertion, die Behauptung.

Asserviren, verwahren, aufbewahren,

Assessor, der Beisitzer.

Assiduität, ausdauernder Fleiß, Strebsamkeit.

Assiette, 1. die Lage oder Stellung; 2. der Teller; 3.in der Koch - und Tischsprache der Vornehmen, auch ei»Schüffelchen mit irgend einer feineren Speise, bestimmtdie Leere zwischen den größer» Schüsseln auszufüllen,also ein Zwischenschüsselchen. Endlich 4 bezeichnen dieFranzosen mit dem Worte Assiette auch dieGemüths-stimmung, die Fassung oder den ruhigen Gemüthszu-stand eines Menschen. Die Niederdeutschen haben einWort, welches dieser Bedeutung völlig angemessen ist. Schick. Er ist auf seinem Schicke (Geschicke), sagtman. Einer unserer Schriftsteller Ewald hatdieses N. D. Wort auch schon in die Schriftsprache ein-zuführen gesucht. In den meisten Fällen aber paßt dasbessere Wort Fassung dafür.

Assignant, in der Kaufmannssprache, derjenige, welchereine Anweisung ausstellt; also der Anweiser.

Assignat. Unter diesem, in dem Laufe der Franz. StaatS-vcrändcrung so oft gehörten Worte verstand man bekannt-lich ein Papiergeld, dem diejenigen Güter, welche fürdas Eigenthum des Staats erklärt waren, zum Unter-pfande dienten, oder welches als eine Anweisung aufdiese Güter angesehen werden sollte; also eine Staats-anweisung. Er bezahlte, nicht in baarcm Gelde, sondernin Staatsanweisungen.

Assignatio» , die Anweisung.

Assigniren, anweisen.

Assimilation, die Achnlichmachung. Dieses Wort wirdvornehmlich von der allmähligen Verwandlung der ge-nossene» Nahrungsmittel gebraucht, vermöge welcher sie

Assi Aste

die Beschaffenheit der Bestandtheile des thierischen oderPflanzcnkörpcrs annehmen. Moritz, welcher au derMöglichkeit, fremde Wörter, die man unserer Spracheaufgedrungen hak, zu verdeutschen oft gar zu früh ver-zweifelte, meinte, daß auch Assimilation beibehaltenwerden müßte, weil für den dadurch bezeichneten Be-griff sich kein Ausdruck in unserer Sprache stndc. AlleinwaS könnte uns hindern Derahnlichung dafür zu sagen?Dieses Wort ist nicht bloß sprachrichtig'gebildet, sondernauch von guten Schriftstellern/ z. B. von Fischer'»in der Deutschen Monatsschrift, schon gebrauchtworden.

Assimiliren, verahnlichen. Boß hat auch das einfacheähnlichen, für ähnlich darstellen gebraucht:

Und das geähnlichte Land.

Assistent, ein Helfer, oder Gehülfe, ein Anwalt.

Assistenz (granj. assistence), der Beistand , die Hülfe..

Assistiren, beistchm, helfe», an die Hand gehen.

Assoeiation, die Vereinigung, Verbindung. Den phi-losophischen Kunst-ausdruck, associatio idearum , hatman durch Vergesellschaftung der Begriffe verdeutscht;«in Wort, welches freilich lang, aber doch noch immer«m eine Silbe kürzer, als das Lateinische, ist. Stic-ler hat die Gesellung, consociatio; davon ließe sichdie Begrisssgefellung bilden. Da aber diese Zusammen»setzung hart ist, so möchte ich sie doch lieber (nach derAehnlichkeit des Lat. Ausdrucks) in die Gesellung derBegriffe auflösen.

Associe, (spr. Assoßieh), im Allgemeinen, Genoß undMitgenoß, bestimmt,Handelsgenoß, Amtsgenoß,Dienst-genoß, Hausgenoß, Tischgenoß, Bettgenoß, Zunftge-noß u. s. w. Zuweilen könnte man auch wol Mitherrdafür sagen, z. B. er ist Mitherr in dem Handlungs»hausc N. N.

Associiren, sich vereinigen oder verbinden, sich verge-sellschaften, mit einem zusammentreten.

Assortiment, (spr. Assortimang), ein Waarenlager zumeinzelnen Verkauf, bestehend in einer Mannigfaltigkeitverschiedener Dinge von einerlei Art, welche zusammengenommen einen vollständigen Vorrath bilden; z. B. einAssortiment von Tüchern, d. i. ein vollständiges La-ger von Tüchern verschiedener Farbe und Güte, zumeinzelnen Verkauf. Es wird dem Verlagslager entgegen-gesetzt ; und man könnte es daher ein Verkaufslagernennen. Die Buchhändler sagen 8ortiment. S. dieses.

Assortiren, (sich) sich mit Waaren vollständig versehen.Ein wol assortirtes Waarenlager, sagt man, und meintein vollständiges, welches sich über alle zu einerlei Artgehörige Unter-arten ausdehne.

Assonpiren, ()pr. assupiren), schläfrig oder betäubt ma- .chen. Assoupirt, betäubt.

Aster, in der Pflanzenlehre, die Sternblume oder Stern-pflanze.

Aste-