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1 (1808) A - E
Entstehung
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Asci

Assa

Assa

Asse

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darunter eine Anweisung zur Ausübung der Tngendleh-re, und in der Gottesgelahrtheit, eine Anweisung ent-weder zur Ausübung der Vorschriften der Gotteslehre,oder zum eindringlichen und erbaulichen Vortrage der-selben , verstanden; also immer eine Uebungslehre. Frei-lich aber haben viele von je her nur äußere UebungenEinsamkeit, Fasten und Korperkastciungen aller Art, dar-unter verstanden.

Ascii, in der Erdbeschreib., Unschattige. Unbcschattetc,welches Kinde rling dafür angesetzt hat, würde Leu-te bezeichnen, auf welche kein Schatten geworfen wird;es werden aber solche gemeint, die keinen Schatten wer-fen, so oft nämlich ihnen die Sonne scheitelrccht steht.

Asimptote, in der Meßkunst, eine gerade Linie, welchereine krumme Linie sich unaufhörlich nähert, ohne sie jezu erreichen.

Asotisch, schwelgerisch, üppig, wüst, z. B. ein solchesLeben.

Aspecten, gute oder schlimme; eigentlich Ansichten;nämlich der Gestirne, aus deren Stellung gegen dieWandelsterne (Planeten) die Sterndeuter auf diese oderjene Witterung, auf dieses oder jenes Schicksal u. s. w.schließen. Wir sagen aber Aussichten und Vorzeichendafür. Die Aussichten sind schlecht. Es ereignen sich Vor-zeichen, welche einen nahen Krieg verkündigen. Mangebraucht auch das einfache Zeichen dafür. Die Zeichen,der Zeit. Er ist unter guten oder bösen Zeichen oderSternzeichen gebohren.

Asphalt, Lak. asphaltiis, Erdpech, Judenleim, oderJudenpech, Bergharz.

Asphyxie, Lat. asphyxia, 1. das Nachlassen oder Still-stehen der Schlag-ader. Wenn Puls für eingebürgertgelten soll, so kann man Pulsstillstand oder Pulssto-ckung dafür sagen. 2. Der Scheintod.

Aspiranten.Unter allen Philosophen, welche einigesAufsehen gemacht haben, oder machen wollen, kurz un-ter allen Aspiranten in der Philosophie." M a ck e n s c n.Warum nicht: unter allen Anspruchmachenden, oderdeutlicher, unter allen, welche auf Vorzüglichkeit An-spruch machen? Sonst wird Aspirant auch für Can-didat, Bewerber, genommen.

Aspiration, der Hauch. Ein Laut, mit oder ohne Aspi-ration, ist ein gehauchter oder ungchauchter Laut.

Aspirirsn, 1. nach etwas streben; 2. in der Sprach-lehre , etwas mit dem h aussprechcn. H c y n a tz hatbehauchen dafür angesetzt, welches aber mißverstandenwerden könnte. Ein behauchtes e könnte heißen: ein c,worauf man gehaucht hat; man meint aber ein e, wel-ches in einen Hauch verwandelt, oder mit einem Hau-che ausgesprochen wird. Ich ziehe daher das einfacheHauchen vor. Gehauchte Buchstaben. Das e muß ge-haucht werden.

Assa fötida. Der gemeine, nicht sehr feine Name istTcufelsdrcck. Man könnte Stinkharz dafür sagen.

Assassinium, kommt in der bunten Rechtssprache fürMeuchelmord vor. S. Neuer Katechismus der Kanz-leisprache von Link.

Assecuvanz, die Versicherung. Assecuranzcompagnie,eine Versicherungsgesellschaft, d. i. eine Gesellschaft,welche für eine verhältnißmäßige Belohnung sich derge-stalt für Wasser- oder Feuergefahr verbürget, daß siesich anheischig macht, den Werth der versicherten Gü-ter, im Falle daß diese verunglücken, dem Einsetzer zuersetzen.

Assecurateur (spr. Assekuratöhr), wofür man in Han-delsstädten auch Asscrör (Assiireur) hört, ein Ver-stcherer, welcher für eine verhältnißmäßige Belohnungsich für Wasser- und Feuergefahr verbürget.

Association, die Versicherung.

Assecuriren, versichern.

Assemblee (spr. Assangbleh), die Versammlung. DISDeutsche Wort kann in den meisten Fällen füglich dafürgebraucht werden. So auch Gesellschaft. Es ist heuteGesellschaft bei dem Minister N.N. Allein oft wird derNcbenbegriff von Glanz und Pracht, den das WortAssembler mit sich zu sichren pflegt, durch den bloßenZusammenhang nicht hinlänglich angedeutet; und dannbedürfen wir eines bestimmteren Deutschen Ausdrucksdafür. Ich hatte daher in der Preisfchrift für Fälle die-ser Art auch Prachtversammlung vorgeschlagen. Dage-gen machte ein Bcurtheiler in der Allgem. Biblioth.folgende, an sich ganz richtige Einwendung:In As-sembler liegt freilich der Begriff einer glänzenden Ver-sammlung; allein doch nicht so nackt und offen, als inPrachtversammlung. Herren und Damen putzen sichzwar gern, nie aber gestehen sie, daß sie geputzt sind;am allerwenigsten sagen sie es von sich selbst. Sie sagengern: ich gehe in die Assembler; aber wer würde sagenwollen: ich gehe in die Prachtversammlung?" Hierausfolgt, nicht, daß dieser Deutsche Ausdruck überhauptverwerflich set,> sondern nur, daß er nicht von denengebraucht werden könne, die bei der Assembler selbst zu-gegen waren. Ein Dritter mag, scheint es, gar wol sa-gen, daß bei diesem oder jenem heute Prachlverfamm-lung gewesen sei. Vielleicht würde aber Glanzvcrsamm-lung, welches ebendenselben Begriff, nur nicht eben sogrell, bezeichnet, eine allgemeinere Anwendung leiden,weil es weniger prunkhaft klinget, und weil das WorkGlanz sich nicht gerade auf die Kleidung, sondern auchauf das Ansehen, den Stand und die Würde der ver-sammelten Personen bezieht, die jemand, der einer sol-chen Versammlung selbst beiwohnet, durch den Ausdruckanerkennen kann, ohne dadurch in den Verdacht zu ge-rathen, daß er einen Theil dieses Ansehens sich selbst zu-schreiben wolle. Man darf ja ohne Bedenken sagen: ichhabe heute einer sehr glänzenden Versammlung beige-wohnt: warum also nicht auch, einer Glanzversamm-lung? Wenigstens scheint uns nichts zu hindern, diesesR 2 Wort