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1 (1808) A - E
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Arab

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hervorzukommen und die Wiesen von neuem zu bekleidenpflegt. Allein zuweilen geschieht auch dieses schon imMärz, zuweilen erst mit dem Anfange des Maimonals,je nachdem der Winter mehr oder weniger gelinde undkurz ist. Einige haben Blumenmonat vorgeschlagen,welches aber, besonders für das nördliche Deutschland,noch seltener passend ist, weil hier im April nur erstwenige Blumen zum Vorschein zu kommen pflegen.Eschenburg bemerkte (in dem Nachttage):Beiuns könne dieser Monat füglich Wandelmonat heißen,nicht nur wegen seines Unbcstandcs, sondern auch we-gen der Umwandlung des Natur-anblicks, welche umdiese Zeit vorzugehen pflege, obgleich auch diese in un-fern Gegenden ein eben so bewegliches Fest, als Ostern,sei." Indeß mehr oder weniger verändert sich die Naturin diesem Monate doch wirklich immer: und die Be-nennung Waudelmonat scheint mir daher unter allen,bei welche» auf Jahrszeit und Witterung gesehen wird,in der That die passendste und zugleich die bequemste zusein, weil wir, wenn sie angenommen würde, auch fürAprilwetter Wandelwctler sagen könnten. Der verstor-bene v. Kit igg e hatte über die Verdeutschung der Mo-natsnamen folgende Meinung:Die Benennung derMonate, die vom Wetter und von Feld-arbeiten, odervon den Festen hergenommen sind, scheinen mir nichtrecht passend zu sein. Ostern fallt nicht immer in denApril; nicht in allen Gegenden ist die Ernte in dem-selben Monate u. s. f. Warum nicht gesagt: erster,zweiter, dritter Monat u. s. w. ? Dann wäre es aberauch gut, wenn wir mit dem Frühlinge anfingen. Sowäre denn der September, der bisherigen Benennungnach, wirklich der stebente, der October der achte u. s.n>." In Brief-unterschriften ist diese Bezeichnung derMonate durch 1. 2. 3 . schon gewissermaßen üblich, in-dcm manche sich der Kürze wegen eines Bruchs bedie-nen, dessen Nenner den Monat, und dessen Zahler denTag des Monats angibt, nur daß der Jänner, und nichtder März, dabei 'jum ersten Monate angenommen wird;z. B. d. i. am i ntcn Tagc des 4 tcn Monats, oderdrn i2ten April.

A priori, wörtlich überseht, von vorn her. Man ver-stand ehemahls, und versieht noch jetzt im gemeinen Le-ben darunter: was durch sich selbst oder aus Vernunft-gründen, ohne Hinsicht auf Erfahrung, erkannt wird.Kant aber hat den Ausdruck strenger genommen, in-dem er dadurch solche Begriffe bezeichnet wissen will,welche unabhängig von aller Erfahrung, von allenEindrücken auf die Sinne, bloß aus unserm Erkenntniß-vermögen entspringen sollen. Das heißt aber im Grundealle Begriffe oder alle Erkenntniß a priori verwerfen,weil unsere Seele vor aller Erfahrung und vor allensinnlichen Eindrücken gar keine Begriffe, folglich auchgar keine Erkenntniß hat. In diesem strengen Sinne ge-nommen verdient also auch jener Ausdruck keine Vcr-

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deutschung, weil er ein Unding bezeichnet. In der ge-wöhnlichen Bedeutung genommen, kann er durch ausVernunftgründen ersetzt werden. Lessing (in Ernstund Falk) übersetzt ihn buchstäblich: von vorn herein.Nicolai (in Gundiberts Lcbcn) hat unzählige mahl,aber freilich spottweise, von vorn (so wie von hintenfür a posteriori) dafür gesagt, ja sogar das Spottbei-wort vonvornig gebildet. In der Umgangssprache wirdes durch zum voraus gegeben, z. B. man kann, ohneerst die Erfahrung abzuwarten, zum voraus wissen, daßnichts dabei herauskommen wird.'

A propos (spr. aprvpoh), i. zu gelegener Zeit, wie ge»rufen, z. B. in der R. a er kam recht apropos. DasGegentheil, mal apropos, ist: zur llnzeit, ungele-gen. 2. Als Uebergang von einer Materie zur anderngebraucht, kann man es theils durch aber (S. A d. un-ter diesem Worte), theils durch was ich sagen wollte,ehe ich es vergesse, das erinnert mich, dabei fallt mirein rc. geben.

Aptiren, zurccht machen, einer Sache anpassen. Herder. hat auch bequemen in dieser Bedeutung gebraucht:Zudieser Stellung sind alle dahinwirkende Muskeln be-quemt." Wenn dieses Wort, wie A d. sagt, veraltet ist,so scheint eS doch zu verdienen, daß wir es wieder zuerneuern suchen.

Aptirmig, die Bequcmung. Dieses Deutsche Wort wirdauch für Accommodatiou gebraucht. Ad. hat es, we-der in der einen, noch in der andern Bedeutung.

Aquagium , das Recht, Wasser von seinem eigenen Grund-stücke auf das angranzende eines andern abzuleiten; daSWasser-ableitungsrecht.

Aqua toffaiia. Man kann Schleichgiftwasser dafür bil-den; auch Toffanisches Wasser sagen, weil es seinenNamen von einem alten Italischen Weibe, Toffana ge-nannt, der Erfinderinn desselben, haben soll, und es des-wegen in Italien auch aqua della Toffana und aquatoffanina genannt wird. Als diese alte Giftmischerinnvon der Obrigkeit verfolgt wurde, weil sie mit diesemGifte einen Handel trieb, so flüchtete sie sich, sagt man,in ein Kloster, wo die Hand der Gerechtigkeit sich ihrernicht bemächtigen durfte.

Aquavit, Lat. aqua vitae, wörtlich übersetzt, Lebens--wasscr; man meint aber abgezogenen und versüßtenBranntewein.

Aquedue (spr.Akdück), Lat. Aquaeductus, eine Was-serleitung. Es wird aber gewöhnlich nur eine solche da-mit gemeint, durch welche das Wasser in gemauerten,auf Bogen ruhenden Gangen, über einen ungleichen Bo-den fortgeführt wird, und die wir durch Römische Was-serleitung genauer zu bezeichnen pflegen.

Arabesques (fpr. Arabeske), Arabische Figuren, Arabi-sche Verzierungen oder Mahleret. Die Benennung istvon den Arabern hergenommen, von welchen die Erfin-dung