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Applanirrn, ebenen , ausgleichen. Wenn dieses Wortin eigentlichem Sinne für flach machen genommen wird,st» können wir auch flächen von Fläche dafür sagen.Der hügelichte Boden mußte erst geflacht werden. Neu-lich fand ich auch in Vaillants Reisen, übersetzt vonFörstern, das zusammengesetzte verflachen in dieserBedeutung gebraucht: „Je weiter wir kamen, destomehr verflachte sich die Gegend."
Applaudiern, beklatschen, Beifall geben, oder mit Bei-fall aufnehmen. „Er ward beklatscht vom großen Hau-fen." Göckingk.
Applaus, Sstt. Applausus, £ranj. Applaudissement,der Beifall, der Zulauf.
Applicabir (spr. applikabl), anwendbar.
Application, 1. die Anwendung, oder Nutzanwendung;<2. der Lernfleiß, die Aemsigkeit.
Applicatur, in der Tonkunst, die Fingersctzung, oderder Fingersatz.
Appliciren, i. anwenden, 2. sich auf etwas legen, undZ. beibringen, z. B. ein Klistir.
AppoZ'Hato (spr. appodfchiato), in der Tonkunst, getta-gcn. Reichhardk.
Appotzgi^wea (spr. Appodschiatura), in der Tonkunst,der Vorschlag. Reichhardt.
Appoinremenc (spr. Appoengtmang), der Gehalt, dieBesoldung.
Apportirrn, holen, bringen; ein Jagdwork.
Apporirio, in der Sprachlehre, die Hinzufügung. „Wennzwei Sachwörter bloß als Hinzufügung (Apposition)neben einander stehen, d. h. wenn sie eine und ebendie-selbe Sache, nur durch verschiedene Merkmahle bezeich-nen, um sie desto genauer zu bestimmen." I. Löwe.Beisatz scheint mir besser zu sein.
Appreciiren, schätzen.
Apprrhendirrn, ergreifen, auffassen. Einen Gegenstandauffassen, d.. i. sich eine bestimmte Vorstellung davonmachen. Diese Erklärung dürfte für viele meiner Leserdeutlicher sein, als die Kantische: „ins empirischeBewustscin aufnehmen."
Apprrhension, die Ergreifung oder das Ergreifen, dieAuffassung oder das Auffassen. Die Kant i sch e n,dem Worte Appreliension beigefügten Erklärungen:„Die Aufnahme in die L^ntbesis der Einbildungskraft,"und „der Anfang der Jnhabung einer körperlichen Sa-che im Raume," scheinen mir zu denen zu gehören, fürwelche man einen einfachen und zugleich verständlichenDeutschen Ausdruck vergebens suchen würde.
'Appretiern, zurichten, Waaren und Speisen. DieTuch-macher sagen bereiten; daher der Tuchbereiter.
Apprrtne, auch Apprrttr, die Zurichtung, Zuberei-tung oder Bereitung. Von gewebten Zeugen gebraucht,versteht man darunter das äußere Anfthn von Feinheit,den Glanz.
Approbation, die Billigung, Genehmigung.
Approbiern, billigen, genehmigen, gutheißen.
Appeochen (spr. Apprvschen), in dcrKriegsfprache, Lauf-graben, Annäherungsgraben.
Appeoebiern (fpr.apprvschiren), sich nähern. Lessinghat auch streifen in diesem Sinne, jedoch mit dem Ne-bcnbegriffe bis zum Berühren, gebraucht: „Es streiftein wenig an Gotteslästerung."
Approfondirrn , ergründen. Heynatz sagt: es kommeihm vor, daß approfondiren etwas starker, als er-gründen sei, und er gibt daher zu bedenken, ob nichtdas von Luthern (Sir. 44, 39) gebrauchte ausgründenden Vorzug verdiene? Mir scheint jenes eben das zu sa-gen, und dabei den Vorzug der größer» Gebräuchlich-keit zu haben.
Appeopeiirrn (sich), sich zueignen; dichterisch auch sicheignen.
Und der Leistende eignet die Stadt sich.
Voß.
Am genauesten antwortet aneignen dem fremden Worte,ungeachtet A d. diesem das Zeichen der Verwerfung vor-gesetzt und dabei versichert hat, daß zueignen besser sei.Aber einige unserer besten Schriftsteller haben nicht ge-glaubt, durch diesen Machtspruch gebt nden zu sein: „Manerstaunt über die Geschmeidigkeit eines Genies, welchessich einen so verschieden-artigen Stoff doch so ganz an-eignen konnte." Ebeling.
Approvisionnirrn, mit Lebensmitteln versehen.
Appeoximation, die Näherung, Annäherung.
Appui (spr. Appüih'), die Stütze, die Lehne.
Appuyiern (spr. appüjiren), im Allgemeinen, stützen, sichstützen; in besonderer Bedeutung aber, r.in der Lese-kunst, aushebcn, den Nachdruck oder den Ton auf et-mas legen, auch heben schlechtweg. Hier muß diesesWort, nicht jenes gehoben werden, könnte man sagen.G ö the hat es, in diesem Sinne genommen, durch la-sten verdeutscht: „Sie deklamirtc nicht übel (trug nichtübel vor); allein man merkte bald, daß es nur eineWort-deelamation (ein Workvortrag) war, die auf einzelnenStellen lastete, und die Empfindungen des Ganzen nichtausdruckte." Wilhelm Meister. 2 Auf etwas hal-fen, dringen, bestehen. 3 . In der Kriegessprache, sichan etwas lehnen. Der rechte Flügel lehnte sich an denBerg, der linke an den Fluß.
Apeil. Man hat seit Karls des Großen Zeiten ver-schiedene Versuche gemacht, die Lateinischen Monatsna-men zu verdeutschen; allein man ist bisher noch nichtdamit zu Stande gekommen, solche Benennungen dafürzu finden, welche allen Deutschen gefallen hätten. Dieälteste Verdeutschung des Aprils ist Ostermonat, weildas Osterfest am öftesten in diesen Monat zu fallen pflegt.Allein es fällt doch zuweilen auch in den März; folg-lich paßt diese Benennung nicht auf alle Fälle. Die Hol-länder nennen ihn Grasmonat, die Neufranken Wie-scnmonat (Prairial), weil im April das neue Gras
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