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Appe
gungsruf." 2. In der Jagdsprachc, die erlernte Eigen-schaft der Hunde, sich abrufen zu lassen. Der Hund hatkeinen Apell, er läßt sich nicht abrufen; er hat keinGehör.
Appellunt, derjenige, welcher sich auf ein höheres Ge-richt beruft; der Berufcr.
Appellation, die Berufung auf ein höheres Gericht.Die Berufung schlechthin ist zwar in diesem Sinne nochnicht sehr gebräuchlich; allein was könnte uns hindern,es darin gebräuchlich zu machen, da es fowol dcr Zusam-mensetzung, als auch der eigentlichen Bedeutung nach, mitdem fremden Worte völlig übereinkommt? Halt aushat das veraltete Wort Gezug, welches einst dafür ge-bräuchlich war, aufbewahrt; aber das ist zu sehr veral-tet, als daß es jetzt noch wieder erneuert werden könnte.Appellutlons - Gericht/ ein höherer Gerichtshof, dasBerufungsgericht.
Appellativum (nomen), in der Sprachlehre, ein Gat-tungsname oder Gattungswort, d. i. ein Wort, wel-ches eine ganze Gattung bezeichnet.
Appellirsn, ein höheres Gericht anrufen, sich an einenhöheren Gerichtshof wenden. Wenn wir wollten, könn-ten wir auch berufen schlechtweg dafür einführen. Halt-aus hat die veraltete R. a. Gezug nehmen, dafür.Appendix, der Anhang.
Apperception, die Wahrnehmung einer Wahrnähme,d. i. das Wahrnehmen einer Vorstellung in unsererSeele, mit Bewustscin; wofür wir/wie H e r d e r (inder Metacritic) richtig angemerkt hat, mit Einem Wor-te, das Innewerden sagen können. So nahm die Wöl-fische Schule dieses Wort, und unterschied eS von derI'erception dadurch, daß sie dieses letzte von der blo-chen Wahrnehmung oder Vorstellung, in sofern dieselbeauch ohne Bcwnstsein in der Seele Statt finden kann,verstanden wissen wollte. Kant versteht unter Apper-ception überhaupt das Selbsibewustfein oder die ein-fache Vorstellung des Jch's. Dann unterscheidet er einedunkle, empirische , klare, deutliche und reine odertransscendentale Apperception. Unter der dunkeln ver-steht er „das Bewustscin, in sofern eS ein bloßes De-wustfein des Gegenstandes der Vorstellung ist." Ich mußaber bekennen, daß ich nicht weiß, was ich bei einem sol-chen Bewustscin des bloßen Gegenstandes (ohne Bewust-scin unserer selbst) denken soll. Mir ist dis eine bloßeVorstellung (?erceptio). Unter der empirischen Apper-ception will er ein solches Bewustscin seiner selbst ver-standen wissen, in welchem zugleich Empfindung ist; als»Bewustscin mit oder aus Empfindung. Mit der kla-ren Apperception verbindet er den Begriff von einemBcwnstsein der Vorstellung, als einer solchen, also denBegriff des Wahrnchmens einer Vorstellung. Die deut-liche Apperception ist ihm das Bewustscin unserer selbst,als eines von unseren Vorstellungen verschiedenen Sub-jects, also das, was wir Sclbstbewustscin nennen. Was
er endlich unter der reinen oder transscendentalen Ap-perccption versteht, mögen die Leser, wenn ste können,aus seiner eigenen Erklärung lernen: „Dasjenige Selbst«bewustscin, was, indem es die Vorstellung ich denkehervorbringt, die alle andere muß begleiten können, undin allem Bewustscin ein und dasselbe ist, von keiner wei-ter begleitet werden kann." Welche Erklärung! Mausieht nicht,.wie Kant die Apperception von der Pcr-ception (die ihm gleichfalls eine Vorstellung mit Bewust-scin ist) unterscheidet. S. dieses.
Appetisant, leckerhaft, reizend.
Appetit, die Eßlust, der Hunger. Ein Leipziger Kunst-richter will, ohne Grund, Eßlust nur für die höhereSchreib-art gelten lassen. Da jedermann, auch im ge-meinen Leben, Lust zu essen haben sagt, so ist nichtabzusehen, warum das Sachworl Eßlust nicht auch füralle Falle passen sollte. Appetit, von Thieren gesagt,kann durch Freßlust, Frcßbcgrcrde oder Freßgier gege-ben werden; so wie wir auch Eßgier, statt Eßlust, vonMenschen sagen können, wenn von einem heftigen Ver-langen nach Speise, oder von einem starken Appetite,die Rede ist. Doch haben wir für diesen Fall auch daSbekannte Heißhunger. Ost können und müssen wir aberauch die allgemeinen Wörter Lust und Neigung für Ap-petit gebrauchen, z. B. in den R. a. Appetit zu diesemoder jenem Getränke haben, Appetit zu Heimchen ha-ben, Appetit zu einer Pfeife Taback haben u. s. w.Wir haben auch von dem Zeirworkc gelüsten, das zwaretwas veraltete, aber an sich nicht tadelnswürdigeSach-wort, der Gelüst, welches sowol in der Deutschen Bi-bel (z. B. Röm. 24), als auch in neuern Schrif-ten vorkommt:
Kommt ein Gelüst sie an.
W i e l a n d.
In N. D. hört man das Gelüste dafür:
Daß ick, wenn diesem also ist.
Zu eurem Braten fühl' wenig Gelüst.
D. neue Frosch ma u sle r.Endlich haben wir für Appetit empfinden, auch das ein-fache Zeitwort lösten, drittpersönlich gebraucht: „Erhat Gott vertraut, der erlöse ihn nun, lüstet's ihn."Math. 27, 43.
Da lüstet es BraunenUebermaßig nach dieser geliebten Speise.
G ö k h e.
Appetitlich, leckerhaft. Man gebraucht lecker und le->ckcrhaft ohne Unterschied, bald für wohlschmeckend oderschmackhaft, bald für begierig nach schmackhaften Dingen.
Es wäre aber zu wünschen, daß wir uns dahin verei-nigen möchten, jedem dieser Wörter nur eine dieserBe-dcutungcn, und zwar ausschließlich, beizulegen, so daßwir leckerhaft nur in dem ersten, lecker hingegen nurin dem zweiten Sinne gebrauchten
Applü-