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1 (1808) A - E
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105
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Al-fr

Alia

Alia

Alie

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Der Gott, | der {6cn nährt { wird Menschennicht | ocrflpj pfn ;

Wer großj imStlciJnertifi,j iriyl» größer sein [ int©ro[pcn.

Al-fresco. S. Fresco.

Algebra, die Zeichenrechnung; nach andern die Buchsta-denrechnung. Allein beide Namen sind nicht recht bestimmt;denn die gemeine Rechenkunst hat auch ihre Zeichen (dieZahlen), und man rechnet auch in andern Theilen der Grö-ßenlchre, außer der Algebra, durch Buchstaben. Sie ist, wieein Beurthciler in der Jen. Lit.Zcitung bemerkt, nur dasKapital der Buchstabcnrechcnkunst van der Auflösung derGleichungen. Man sollte sie also Gleichungslehre nennen.

Alibi, das. Dieses Lat. Umstandsworts welches anderswobedeutet, wird in derLateinisch-DeutschenRechtssprache,als ein Sachwert gebraucht. Der Angeklagte, sagt man,kann das Alibi beweisen; d.i. er kann darthun, daß er zuder Zeit, da er das ihm Schuld gegebene Verbrechen sollbegangen haben, nicht an dem Orte, wo das Verbrechen be-gangen wurde, sondern anderswo war. Er kann das An-derswo beweisen^ klingt freilich sonderbar, aber nicht imgeringsten sonderbarer als: er kann das Alibi beweisen.Will man natürlicher sprechen, so sage man: er kann be-weisen- daß er abwesend war, oder, er kann seine Abwesen-heit von dem Orte des Verbrechens beweisen.

Alienation, die Veräußerung oder Entäußerung.

Alieniren, veräußern; auch entwenden.

Alignemeut (spr. Alinjmang), die Richtung nach geraderLinie, also die Schnurrichtung- oder das Schnurrichten.Ost ist das Richten schlechtweg hinreichend.

Aligniren (spr. alinjircn), nach der Schnur abmessen, rich-ten, abstecken^

Alimentatitm, die Verpflegung, der Unterhalt.

Alimente, Nahrungsmittel, Verpflegungs - oder UntereHaltsmittel, die einem verhafteten Schuldner von demGläubiger gewährt werden müssen.

Alimemiren, verpflegen, unterhalten.

Alla breve , alla capella , in derTonkunst, aufKäpell-ark.Reichhardt. Nur Schade, daß Las Wort Kapelle eineundeutsche Betonung hat.Alla breve, im geschwin-den Zeitmaße von zwei halben Tacten. Alla cäpella istdavon die Gattung, und der Hauptbegriff eine geschwin-de, genau gleichmäßige Fortschrcitung der Bewegung."Eschenburg.

Alla dlritta, in der Tonkunst, stufenweise, nach der Tonlei-ter, (auf- oder absteigend); wenn bei einem sogenanntenLauft auswärts oder abwärts kein Ton übersprungen/ son-dern jeder, so wie er in der Reihe folgt, mit angegeben wird.

Alla kolacca, in der Tonkunst, aus Polnisch (Polisch), oderin der Bewegung des Polnischen (Polischen) Tanzes.

AllaZöppa,heißt in der Tonkunst so viel, als hinkend-ungleich. Es wird dadurch die Leidenschaft der Sehnsuchtmit allem, was dazu gehört, Schwachheit, Furcht, Weh-muth u, dergl. ausgedruckt." Roths gemeinnuy. Lexicon.

All arm . S. Alarme.

Allöe (spr. Allch.) Ich hatte in meinen frühern Versuchen1. Baumreihe und Baumschnur, in sofern Bäume, nachdcr Schnur gepflanzt, darunter verstanden werden, und 2.Baumgang und Wandclhahn, auch Schattcngang (disletzte nachAdelung'cn), in sofern der durch dergleichenBaumrcihen eingeschlossene, zum Lustwandeln bestimmteRaum gemeint wird, dafür angesetzt. Dagegen wand-te Rüdiger ein:Allee wird durch Baumreihe oderBaumreihe oder Baumschnur nicht treffend überseht, weildiese Wörter nicht mit ausdrucken, das wenigstens zweiReihen Bäume fein müssen, und also einen falschen Begriffgeben würden." Ich antwortete: daß man, um dieses zuvermeiden, sich der Beiwörter doppelte oder zweifache, drei-fache, vierfache bedienen könne. d igcr fuhr fort: dereinfachste Deutsche Ausdruck wäke wol die wörtliche Ueber-fetzungGancp" Meine Antwort hieraus war: ja; wennentweder die Vüum-art, aus der die Allee besieht, mit an-gegeben wird, z. B. Lindengang, Pappelngang- Ulmen-gang u. s. w., oder wenigstens das allgemeine Wort Baumvorgesetzt wird, Baumgang. Sonst ist Gang für sich zuunbestimmt.Adelung setzt dafür Schattengang, wel-ches auch Moritz noch schöner findet. Dieses wäre darumbequem, weil die Einfassung nicht immer aus Bäumen, son-dern auch oft aus Sträuchen oder Hecken besieht; allein dieBestimmung zuM Schattcngcben findet doch aber biswei-len, wie bei Obstbäumen oder andern weitläuftig an dieLandstraßen gepflanzten Bäumen, gar nicht Statt." Icherwiederte: aber doch in den meisten, vielleicht mehr oderweniger in allen Fällen, wo wir uns des Franz. Worts Al-lee bedienen, und a potiöri lit denominatio.Mankann also zwar in vielen Fällen Schattengang, Baum-gang, Lindengang, Heckengang u. dergl. zu Vermeidungdes fremden Wortes gebrauchen; aber in manche R. a. undZusammensetzungen passen sie doch nicht so gut; z. B. eineAllee pstanzcn, die Haupt-oder Quer-allee; und es kannalso däs fremde Wort schwerlich ganz entbehrt werden."Dieser letzte Zweifel scheint mir am leichtesten gehoben wer-den zu können; denn warum sollten wir nicht sagen dür-fen: eine zweifache oder dreifache Baumreihe pflanzen,einenSchattengang/Lindengang,Heckengang, eine Wan-delbahn u.s.m. anlegen? Warum nicht, derHauptgangoder die Hauptbahn, der Quergang u.s.w ? Das von mirgebildete Wandelbahn soll übrigens nicht zum gemeinenGebrauche, sondern für die höhere Schreib-art sein. In N.D. hört man auch für Allee, in sofern nicht die Baumreihen,sondern der dazwischen befindliche Weg gemeint wird,Schlendcrweg und Schlendergang; letztes auch für Pro-menade. Göthe hat auch Laubgang für Allee gesagt, wo-bei man aber vielleicht eher an einen mit Laub bedecktenoder belegten Gang, als an eine Allee denken möchte.

Allegata , angeführte Stellen, Anführung.

Allegation, die Anführung.

AUegiren, anführen.

O Allego-