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1 (1808) A - E
Entstehung
Seite
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Acci

Acco

Accö

tine Waare betrachtet werden, welche der Staat, gegenErlegung der darauf gesetzten Abgabe, zu führen und zu ge-brauchen erlaubt. Für diese Art der Accise haben wir in-deß die bestimmtere Benennung, Kopfsteuer.

Asssprung, welcher aufden Ursprung der Accise und aufdie Abstammung des Worts sieht (von ad oder ac, undZps,wie man in Schwaben und in der Schweiz für Zins, cen-sus, sagt), will Beisteuer oder Nebensteuer dafür gesagtwissen, weil die Verzehrungssteuer erst spater aufgekom-men, folglich eine Nebensteuer fei. S. Beitrage zur weitemAusbildung der Deutsch. Sprache. V. 75. Gegen dasletzte Wort weiß ich nichts erhebliches einzuwenden; aberBeisteuer ist schon in einer allgemeinen Bedeutung, näm-lich für jede Art von Beitrag zur Befriedigung irgend einesBedürfnisses, anch bci.Privatpersonen, üblich, und würdedgher eher den Begriff einer Mithülfe, als einer Nebcn-ab-gabe erwecken.

In der N. D. Volkssprache findet sich für jede Art vonSteuer das bedeutende Wort ltngcld, gebildet nach derAchnlichkeit mit llnmesen, Unthaten, Ungcwitter, in wel-chen die Vorsilbe un den Ncbcnbegriff deö Bösen, Lästigenoder Schädlichen herbeiführt. Dieses paßt aber nur für diedrückenden Steuern, die von ungerechten und unmkldcnStaatsverwcsern, ohne Noth, aufgelegt werden.

Acclamatum, der Zuruf.

Accolade, die Umhalsung. Umarmung würde zu edel da-für sein.

Accommodant, laßt sich bald durch fügsam, bald durch ge-schmeidig, balo durch lenksam übersetzen. Er ist von füg-samer Gemüthsart, überaus geschmeidig und sehr lenksam.

Accommodatkm. Dieses Wort, in demjenigen Sinnegenommen, worin die Gottesgelehrten es gebrauchen, laßtsich durch Anpassung oder Anwendung , auch durch Be-quemung oder Anbequemung, verdeutschen. Denn wasgeschieht bei einer solchen Aeeomodation? Es werden Wor-te des A. T., die sich auf längstvergangene Umstände, undauf Personen der Vorzeit beziehen, von den Verfassern des91 . T. so angeführt, als wenn sie von spätern Umständen, undvon Personen gesagt wären, die zu ihren Zeiten lebten. Je-ne Worte werden also auf diese Umstände und Personen an-gewandt, diesen Umständen und Personen angepaßt oderanbequemt.

In der englischen R. a. by reason and accommoda-tion glaubt C r a mer (im Neseggab) es durch Gefügig-keit (durch Vernunft und Gefügigkeit), Eschen bürg hin-gegen (in dem Nachtrage zu meiner Preisschrift) aus ver-nünftigen und angemessenen (passenden, statthaften)Gründen, übersetzen zu müssen. Das Wort Gefügigkeitin diesem Sinne finde ich auch in dem Archiv drrZeit ge-braucht, wo von B a r r a s gesagt wird :Sein Muth, sei-ne Energie (Volkskraft), Besonnenheit, seine zeitgerechteGefügigkeit u. f. w."

Accommodement, spr. Ackommodemang, der Vergleich,die Ausgleichung, die Uebereinkunst.

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Accommodiren, 1 ^bequemen, anpassen, übereinstimmigmachen. Man hat auch anbequemen dafür gesagt. 2. kräu-seln, z. B. die Perücke; 3. fid) accornodiren, sich beque-men, sich fügen.

Accompagnement, spr. Ackompanjmang, die Beglei-tung, in eigentlicher und uneigentlicher Bedeutung, z. B.in der Tonkunst.

Accompagniren, begleiten; wie Accompagnement.

Accompliren, erfüllen, vollenden.

Accord. i.in eigentlichem Sinne. Einige haben Einklangdafür gebraucht; allein nach andern soll in der Tonkunstdis Wort nur dem Unisono antworten. Es kann indeß,seiner Zusammcnfetzvng nach, beides ausdrucken, weil dieVorsilbe ein in Zusammensetzungen eben so oft, vielleichtnoch öfter das Verhältnißwort in (hinein) wie in Einsaat,Einstimmung, Einfuhr u. s. w., als das Zahlwort ist,wie in einfach, Einfalt, Einhorn u. s. w. H e yn atz undKinderling haben Vollklang dafür angesetzt; alleindas scheint mehr auf volle Musik, bei der alle Stimmenbesetzt sind, als auf bloße Aeeoide zu deuten. Efchen-b u r g fand Zusammenklang zwar besser, aber anch unbe-hülflicher, und wollte lieber Zuklang dafür gesagt wissen.Zusammenklang hat unter andern Bürger gebraucht:Ordnung und Zusammenklang der Gedanken und Bil-der." Eben derselbe hat aber auch Einklang dafür gesagt:Den der Geist gedeiht durch Weisheit,

Und das Herz gedeiht durch Schönheit;

Dieser Einklang rauscht in Stärke.

Zuklang habe ich selbst versucht:Suche ihre Denk-artund ihre Gesinnungen zu dem vollkommensten Zuklange mitden deinigen zu stimmen." Theophron. Zuklang undMißklang haben die Aehnlichkeit mit Zutrauen und Miß-trauen für sich. Zusammenklang und Zusammenstim-mung werden vielleicht besser für Harmonie gebraucht.S. dieses. Göthe endlich hat Anklang dafür gesagt,welches, seiner Bau-art nach, dem fremden Worte am näch-sten kommt:Auf alles, was der Jüngling zu ihm sagte,antwortete der Alte mit der reinsten Uebereinstimmung(Harmonie), durch Anklänge (Aeeorde), die alle verwandteEmpfindungen rege machten." Meisters Lehrjahre.

2. Uneigentlich, der Vergleich oder Vertrag, die Einigung.Wenn es von einer Festung heißt: sie sei mit Accord über-gegangen, so können wir dafür sagen: sie habe sich aufVergleich, oder unter Bedingungen ergeben, oder, sie seimit Vergleich oder auf Vergleich übergegangen.

Accordiren, 1. anklingen, zuklingen, oder einklingen;s. Accord. 2. uneigentlich (wie wenn man sagt: diese Leu-te acevrdiren, nicht übereinstimmen, zu einander passen;sie stimmen nicht überein; diese Farbe paßt nicht zu jener;

3. bewilligen oder zugestehen, wie man sagt: er hat ihmeine Frist von sechs Tagen bewilliget. Die Stadt verlangtzu accordiren, kann auf Deutschste will sich mit oder ausVergleich übergeben, ausgedruckt werden. Wer mit sei-nen Gläubigern accordirt, der setzt sich mit ihnen, oder

M trifft