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Aca
Acce
Acce
Acci
Acatholici, die Nichtkatholiken.
Accabliren, überhäufen, beschweren oder belasten, nie--erdrückcn oder zu Boden drücken. Mit Geschäftenüberhäuft, beschwert, belastet oder überladen fein. Ei-nen durch Vorwürfe niederdrücken. Gebeugt, oder zu Bo-den gedrückt durch schwere Unglücksfälle.
Acceleriren, beschleunigen. Acceleration, die Be-schleunigung oder das Beschleunigen.
Accenc, der Ton und Nachdruck, z. B. den Ton oderNachdruck auf eine Silbe, auf ein Wort legen. Auch dieAussprache, wie wenn man sagt: sein Accent ist gutoder taugt nicht. „In der Tonkunst, der Druck oderNachdruck des Tons. In altern Zeiten, besonders inder alten Französischen Instrumentalmusik auch der Bor-schlag und der Einfall." Reichhardt.
Accenmation, die Betonung.
Accenmiren, betonen; also betonte und unbetonte Sil-ben für aeeentuirte und unaeeentuirte.
Accentus ecclesiastici , die Stimmbeugung, bei Absin-gung der Episteln,Evangelien u. a. Altargesänge. R ei ch h.
Acceptable, (spr. aeeeptabl), annehmlich, z.B. eine sol-che Bedingung.
Acceptant, bet Annehmer, Genehmiget, Empfänger;die ersten beiden in Wechselgeschäften für denjenigen, dereinen Wechsel annimmt, aeeeptirk, d. t. ihn für gültig er-klärt, und sich anheischig macht, die darin bestimmte Sum-me zu zahlen. Acceptant per honor di lettera heißtderjenige, der, ohne selbst der Bezogene zu sein, ausFreundschaft oder Gefälligkeit einen Wechsel annimmt;also der Annehmer aus Gefälligkeit, oder aus Achtunggegen den Aussteller.
Acceptation, die Annahme oder Annehmung, z.B. ei-nes Wechsels.
Acceptilation, eine Scheinqüittung, d. i. Bescheinigungdes Empfanges einer wirklich nicht empfangenen Sache.
Acceptiren, annehmen, genehmigen; z. B. einen aufuns gezogenen Wechsel.
Acc&s, (spr. Akßah), der Anfall.
Access, der Zutritt, Zugang.
Accessible, (spr. akccssibl), zugänglich.
Accessit (das), der zweite oder mindere Preis. Den er-sten Ausdruck hat K i n d e r l i n g gebraucht. Freilich be-steht das Accessit gewöhnlich nur in dem Urtheile derPreisrichter, daß derjenige, dem es ertheilt wird, nahe da-bei gewesen sei, den wirklichen Preis zu gewinnen; alleinda dieses Urtheil doch immer eine Belobung ist, und Lobauch die Stelle eines Preises vertreten kann: so scheint dieVerdeutschung durch zweiter oder minderer Preis in kei-nem Falle unschicklich zu sein. Wollte man indeß es genauerdamit nehmen, so könnte man das Accessit in dem Falle,daß keine wirkliche Belohnung damit verbunden ist, durchBelobungspreis verdeutschen. Im Scherze könnte manauch wol: „er,hat das Beinahe erhalten" und „man hatihm das Beinahe ertheilt" zu sagen sich erlauben.
Accessorium, (Franz. Accessoires dieZubehör, das Zu-gehörige. In der Mahlerei, wo mit jenem fremden Wortejede Vorstellung bezeichnet wird, die zu dem Hauptge-genstand nicht nothwendig gehört, scheint der Deutsche Aus-druck Beiwerk schon gebräuchlich dafür geworden zu sein.G öth e hatBeiwesen dafür in die Schriftsprache einge-führt: „Wem ererbte Reichthümer eine vollkommene Leich-tigkeit des Daseins verschafft haben; wer sich, wenn ich michso ausdrücken darf, von allem Beiwesen der Menschheit,von Jugend auf, reichlich umgeben findet, gewöhnt sichmeist, diese Güter als das Erste und Größte zu betrachten."Wilh. MeistersLehrjahre.
Acciaccatura, (spr. Alschiackatura), in der Tonkunst, dieZusammenstoßung (nah aneinander liegender Töne).Reichhardt.
Accidens , etwas zufälliges, eine Zufälligkeit. Per acci-dens (Franz, par accident) von ungefähr, zufälligerWeife.
AccidentelL, zufällig.
Accidenti musicali, zufällige Dorzeichnungen, (die nichtzu der Seala des Haupttons gehören, und also nicht zu An-fange des Stücks bemerkt worden sind). Reichhardt.Nebentöne. Eschenburg.
Accidenzien, Spötteln. Will man ein edleres Wort, sokann man Neben-einkünfte, Nebengebühren und Neben-gefalle sagen.
Accise. Das allgemeinste Wort, welches jede Art von Abga-be unter sich begreift, und welches oft, auch ohne nähere Be-stimmung, für Accise gesetzt werden kann, und wirklich ge-setzt wird, ist Steuer. So können wir z. B. sagen: von die-ser oder jener Waare muß Steuer erlegt, oder sie muß ver-steuert werden; sie ist steuerbar (accisbar) oder steuerfrei(accisefrei). In andern Fallen muß der Ausdruck mit einernähern Bestimmung versehen werden, weil Accise nicht, wieSteuer, eine jede Art von Abgabe, sondern nur diejenigebezeichnet, welche von allerlei Waaren, besonders von eßba-ren und trinkbaren Dingen, als Mehl, Bier, Wein u.dcrgl.erlegt wird. Wird nun die Sache, von welcher die Steuergehoben wird, mit angegeben, so ersetzt ihr Name das, waSdem Worte Steuer an Bestimmtheit fehlt, z. B. Mehl-steuer, Weinsteuer, Biersteuer, Tranksteuer u. s. w., Aus-drücke, die auch, wenigstens in einigen Gegenden Deutsch-lands, ganz gebräuchlich sind. Wird hingegen im Allgemei-nen davon geredet, so müßte man mit bcitt Worte Steuer,um es mit Accise völlig gleichbedeutend zu machen, noch einanderes,und zwar gleichfalls allgemeines Wort verbinden,welches auf alle diejenigen Dinge paßte, von welchen Accisegehoben zu werden pflegt. Diese sind nun zwar meisten-theis genießbare Sachen; aber mit unter doch auch ande-re Dinge-z.B. Papier und Bücher. Ich habe daher Waa->rcnsteuer dafür vorgeschlagen, weil das Wort Waare al-les, wovon Accise gehoben zu werden pflegt, unter sich be-greift, selbst die Köpfe der Unterthanen nicht ausgenommen,weil auch diese, wenn sie versteuert werden müssen, als
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