Druckschrift 
Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
Entstehung
Seite
181
Einzelbild herunterladen
 

Taube.

181

befindet, als Anspielung auf die Errettung aus der Sündflut. Soauf alten Sarkophagen, Grablampen, in Grabkapellen (wo über-haupt die Geschichte des Noah in typischer Weise anzu-bringen beliebt war). Vielleicht ist aber hierbei der Oel-zweig zum Hauptbegriif gemacht, in so fern der durch Chri-stum erlangte Frieden und die Rettung vom ewigen Todeangedeutet werden soll. Vergl. Oelzweig (worin auch derBegriff der Taufe aufgenommen ist).

S. Fabian, als Papst, mit einem Schwerte, Taubeneben ihm.

Es wird schon von einem Kirchenhistoriker des vierten Jahr-hunderts erzählt, bei der Papstwahl 236 habe sich dem Fabianeine Taube aufs Haupt nieder gelassen, denn er sei nur zu-fällig in die Kirche eingetreten, wo man eben mit der Papst-wahl beschäftigt war, durch welches Wunder er der Laie undFremdling war erwählt worden. Als Papst verweigert ereinstmals dem K. Philippus Arabs den Eintritt in die Kirche, bevorer nicht Pönitenz getlian. Er verbietet die Einmischung desweltlichen Gerichts in geistliche Angelegenheiten; organisirtdie Kirche und die Stadt Rom und stirbt den Martyrtod unterDecius 253.

S. Hilarius von Arles, als Bischof, Taube zur Seite,die ihn bei der Wahl soll bezeichnet haben.

Er ist ein Schüler und ein Pflegling des heil. Ilonoratus, derihn zu seinem Nachfolger im Kloster Lerins ernannte und demer gleichfalls in der bischöflichen Würde in Arles nachfolgte.Ein gelehrter Kirchenvater. Führt den Vorsitz auf dem Concilzu Orenge 44f, ein eifriger Anhänger des Augustin, bekämpftdie Pelagianer, stirbt 449. Vergl. auch Schlange.

S. Severus von Ravenna, mit Wcbergeräth. Eine Taubeauf der Schulter.