166
Schustergeräth. Schwein.
S. Euseus, als Einsiedler , mit Schustergeräthschaßen.
S. Theobald, mit denselben Gerätschaften, weil ersich aus iDemuth dem Schustergewerbe ergebenhatte.
Schwein.
S. Antonius Eremita, der Vater der Mönche. Mit einem'Stabe und einem Glöckchen in der Hand. SieheGlocke. Ein Schwein zur Seite , oder von Flammenund Teufeln umgeben.
Nachdem er alle seine Güter unter die Armen vertheilt hatte,zog er sich in die Wüste zurück, aus der er nur von Zeitzu Zeit nach Alexandrien kam, wenn Verfolgungen oder Ketze-reien seinen Beistand forderten. Er starb in ungewöhnlichemAlter 356. Die Legenden erzählen mit mannigfacher Aus-schmückung die Versuchungen des S. Antonius und seineKämpfe mit den Teufeln, die er siegreich bestanden. Wes-halb er auch um Beistand gegen die bösen Dämonen ange-rufen wurde; so wie gegen die Pest, das Werk der Teufel.Nun ist aber wahrscheinlich, dass die Flammen und Teufel,unter denen Antonius in alten, zumal italiänischen Ilausbildernvorgestellt wird, sich zunächst nur auf die P e s t beziehen möchten.Siehe Teufel. — Vor der Antonikirche zu Rom werden all-jährlich die Hauslhiere geführt, um den Segen zu empfangen. DasLandvolk hält den S. Antonius für den Schutzpatron der Schweine,der sie vor Krankheiten schütze. Das Bild hat offenbar hierzudie Veranlassung gegeben. In der alten Vita S. Antonii fin-det sich nichts von einem Schweine; wohl aber ist das Schwein,als unreines Thier, nicht selten ein Bild des Teufels, undmag sich hier auf die Versuchungsgeschichte des An-tonius beziehen, die man erst in einer sehr späten Zeit phan-tastisch und lasciv darstellte.