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Schlange. Schleier.
einem Di'eb zur Stelle wo die Schlange hauste und warf ihr seinScapulier um den Hals, worauf der eine Missethäter (der Dieb warfortgelaufen) die Schlange erschlug. Damit setzt man die altenPrivileges de la fierte, oder chasse de S. Roman in Verbin-dung, wornach der Kirche von Rouen zustand, alljährlich einenVerbrecher zu begnadigen und frei zu lassen. Auch wurdesonst bei grossen Processionen eine Schlange umgetragen. —Schon ältere katholische Schriftsteller haben hierbei erinnert,dass durch die Procession, — bei welcher der freigesprocheneVerbrecher die Schlange zu tragen hatte — nur ein Symbol fürden unterworfenen Satan und die Befreiung des Menschen vondem Tode der Sünde sei. Es wäre allerdings möglich, dassdie Legende von dem Schlangenkampf aus einer solchen sym-bolischen Darstellung entsprungen sei, denn auch an andernOrten kömmt dieselbe Symbolik vor. Vergl. Drachen. —Die andere Darstellung des S. Romanus bezieht sich auf dasWunder, wie er einst die angeschwollene Seine durch seinGebet und das vorgehaltene Kreuz in ihr Bett zurückgebrachthabe.
Schleier.
S. Aldegunde, in fürstlicher Kleidung, eine Taube hältihr den Schleier. Vergl. Taube, Engel, Meer.
S. Ludmilla, in fürstlicher Kleidung, einen Schleierin der Hand.
Sie war die Gemahlin des Herzogs Borzivojus von Böhmen,vom heil. Blethodus hatte sie die Taufe empfangen. Auf An-stiften ihrer Schwiegermutter Drahonura (Dragonura) wurdesie von den Fürsten Tuman und Kuwan 927 mit ihrem Schleiererdrosselt. Ludmilla ist wegen ihres Eifers für die Ausbrei-tung des Christenthums eine der Patrone von Böhmen ge-worden.