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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Marienbilder.

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auf dem Haupte eine Krone von zwölf Sternen, ein goldnesScepler in der lland, zu ihren Füssen den Mond, der hin-wiederum auf der Erdkugel steht, um welche die Schlangegewunden ist. Letztere hat gemeiniglich einen Apfel im Maule.Es ist kein Zweifel, dass die ganze Zusammenstellung aus demangezogenen zwölften Capitel der Offenbarung Johannes ge-flossen ist. Schwieriger aber ist zu entscheiden, ob diesermerkwürdigen Darstellung alte gnoslischo Ideen von demhimmlischen Sonnenweib unterlagen, die sie die Mutter desLebens nannten (wozu allerdings der constante Blumenschmuck,den wir überall und allezeit bei solchen Slatuen finden, passenwürde. Denn wol lag ursprünglich diesem Blumenopferin nördlichen Gegenden sind es künstliche, die man nebendas Scepter in die Hand steckt eine bestimmte Bedeutungzu Grunde}. Es liegen ferner allerlei Spuren vor, dass diesesmystische Marienbild auf die Kirche gedeutet wurde. Vondieser Ansicht ausgehend wurde der Complex von Sinnbildernleicht aufgelöst. Die Kirche ( die Braut, vergl. Krone}, inewiger Wahrheit (Sonne}, erhaben über allem Wandelbaren(Mond}, beherrscht (Scepter} die Welt (Kugel}, sie, dieKirche, ist die Trägerin des menschgewordenen Logos (sie trägtChristus im Arm}, der die alte Schlange, welche die Welt ge-fangen hielt mit der Sünde, zertrat. So war die Jungfrau Mariazum symbolischen Ausdruck für die christliche Kirche gemacht.

Bildnisse und Erscheinungen der Jungfrau Maria.

S. Anna, mit dem Kinde Marin. MaiHa lesen lehrend.

S. Joachim, die Jungfrau Maria als Kind tragendeinen Iiarh mit Trauben ( Opfer } zur Seite.

S. Anselmus von Canterbury, als Bischof und Kir-chenlehrer. Christus und die Jungfrau Maria alsErscheinung cor sich. Vergl. Bildnisse Christi.

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