98
Kind.
S. Felix ton Pincis, als Bischof, von Kindern mitGriffeln erstochen.
S. Richard, König von Westsachsen, als Pilger, mit sei-nen beiden Kindern , den Prinzen Willibald undWinnebald, auf der Wallfahrt nach Rom.
In Mainz hatte Richard die beiden Prinzen dem ErzbischofBonifacius übergeben und seine Reise allein fortgesetzt. InRom zog er sich von aller Welt zurück und führte ein strengesbeschauliches Leben. Richard starb 722 zu Lucca.
S. Veit oder Vitus, als Kind, einen Wolf neben sich,zuweilen hält er ein Buch, auf dem ein Vogel sitzt.Einen Hasen zur Seile. In einem Oellcesscl gesotten.Vergl. Hahn.
S. Gregorius von Armenien, als Bischof, auf einemPferde, einen Knaben hinter sich.
Er war Bischof zu Nicopolis in Klein-Armenien, dann Klausnerzu Pluviers im Orleans’schen. Eilftes Jahrhundert.
S. Willibrod , als Bischof, einen Knaben tragend.
Es bezieht sich wohl auf die fehlgeschlagene Mission unterdie Dänen, deren König Ongent sich der Einführung des Chri-stenthums widersetzt hatte, so dass Willibrod nichts andresthun konnte, als Kinder zu kaufen, sie im Christenthumc zuunterrichten und dann frei zu lassen. Willibald ist Apostelder Friesen und führte den Beinamen Clemens, in der Art,wie Winfried, dessen Gefährte er war, den Namen Bonifacius.Er war der erste Bischof von Utrecht und ist aus Northum-berland gekommen.
S. Wendelin, als Knabe, der die Schafe hütet. SieheSchafe.
S. Werner, als Bauernknabe.
Ein armer frommer Bauernjunge aus Wamrodd wurde 1285von den Juden zu Oberwesel am Rheine zu Tode gemartert.