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Kind.
„Geburtstag“ natales, natalilia martyrum genannt, undgleich dem Sacrament der Taufe, als der Anfang eines neuenLebens, als der wahre Geburtstag betrachtet wurde. Mit dieserVorstellung hängt eine frappante Darstellung in der älterenKunst zusammen. Die Seelen der nach empfangener Taufeverstorbenen Kinder wurden nämlich als lebende, die ohneTaufe Verstorbenen als todte Kindlein dargestellt. — DerMoment des Sterbens wird als die Geburt zu einem neuenLeben bei solchen gedacht, die auf den Namen Christi getauftsind. Dies mag auch die ursprüngliche Ansicht gewesen sein,und der Todestag der Blutzeugen wurde nur in Folge dessen„Geburtstag“ geheissen. Nur eine leicht zu erklärende Aus-nahme findet sich bei der Jungfrau Maria. Auf Bildern vomTode der Maria erscheint Christus häufig, wie er die Seeleder Mutter, als neugebornes Kind, auf dem Arm trägt. Das-selbe von anderen frommen Seelen. Ebenso empfangen dieEngel die Seelen der Sterbenden, wo dann die Gerechten alsKindlein vorgestellt sind, die nach oben schauen und verlangen;die Seelen der Gottlosen sich nach der Erde zurückwenden.So häufig auf alten Darstellungen des jüngsten Gerichts, derMissethäter bei der Kreuzigung Christi u. s. w. Auch ausden gefalteten Händen eines Betenden steigt ein kleines Ivind-lein auf, um die zu Gott sich erhebende Seele anzudeuten.Ueber Seele vergl. auch Taube.
Als historisches Attribut kommen Kinder auf folgendenDarstellungen vor:
Abraham, der Erzvater. Er trägt ein Messer. EinKind neben ihm. Vergl. Messer.
Der Prophet Elias , mit einem Schwert und einemKinde zur Seite, das er vom Tode erweckt hatte.Vergl. I. Buch der Könige XVII, 19 — 24 ff. Das Schwert