Druckschrift 
Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

80

Hand Hase.

Hand.

Eine Hand, die aus den Wolken hervor reicht, bedeutet dieAllmacht Gottes Apostelg. VII, 50. Jesaj. LIX, 1; eine Kroneüber das Haupt Christi haltend, die dem Sohn verlieheneMacht; dieses auf alten Wandgemälden häufig; eine Handreicht bei Isaacs Opferung aus den Wolken hervor; eine Handreicht aus den Wolken bei Constantins Apotheose, auf einerbekannten Consecrations - Münze.

S. Johannes Damascenus, als Kirchenvater und Bischofvorgestellt, seine abgehauene Hand haltend.

Im Bilderstreite mit dem Leo dem Isaurier circulirte eineSchrift, die fälschlich dem Johann D. zugeschrieben wurde. DerKaiser war so sehr darüher entrüstet, dass er dem vermeintenSchreiber die Hand abhauen liess, die ihm aber von derJungfrau Maria wieder angeheilt worden. Vergl. Korb.

S. Felicianus, Hände und Küsse durchbohrt. Vergl.Haken.

S. Lazarus von Constantinopel, in Mönchskleidung mitverbrannten Händen. Mit denen er immer noch Hei-ligenbilder gemalt hatte.

S. Quiriacus, seine abgehauene Hand tragend.

Handschuh.

B. Amadeus von Savoyen, mit den Zeichen des fürst-lichen Standes. Die Jungfrau Maria reicht ihm dieHandschuhe.

Harnisch. Siehe Rüstung, Ritter.

Hase.

ß. Albertus von SiENA, als Einsiedler mit einem Hasenam Arm. Weil sich ein solcher einst zu ihm ge-flüchtet hatte.