Druckschrift 
Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

Fluss.

69

dass von den vier Beinen des Lamms vier Ströme Blutesrinnen, die sich in einem Hostienkclch sammeln. In einemandern symbolischen Cyklus wird der aus einem Felsen hervor-springende Bach auf des Heilands Geburt bezogen. Siehe Fels.

Als historisches Attribut , insbesondere bei Einsiedlern,kommen Wasser, Flüsse u. s. w. häufig vor. Es wird näm-lich in den Legenden sehr häufig erwähnt, dass sich frommeEinsiedler Csiehe dieses) ein Geschäft daraus gemacht, Reisendeüber einen Fluss zu tragen, woraus denn eine besondere Artvon guten Werken entstanden ist.

S. Romanus, als Bischof mit einem Kreuze in der Hand,vor einem Flusse stehend. Weil er einer Ueber-schwemmung der Seine durch sein entgegengestrecktesKreuz gewehrt. Vergl. Schlange, Drache.

S. CnnisTorii, als Riese, einen mächtigen Stab (Baum)in der Hand, das Christuskindlein auf der Schulter.Siehe Riese.

S. Julianus IIospitatob, Reisende über den Fluss setzend.Vergl. Hirsch.

' S. Justus, an einem Hasser. Bleislücke um den Hals.Er wurde so ertränkt.

M e e r.

S. Franciscus n e Paula. Auf seinem Mantel auf demMeere schwimmend. Siehe Mantel.

S. Raymunbus de Pennaforte, auf seinem Mantel überdas Meer schwimmend. Siche Mantel.

S. Martinianus , auf einem Felsen im Meere, wohin ersich geflüchtet, um den Versuchungen zu entgehn.Siehe Fels.

S. Martinianus. Hie Apostel Petrus und Paulus schlagenWasser aus einem Felsen.