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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Felsen Fisch.

Er selber verlässt seine Zelle und siedelt sich auf einem Fel-sen im Meere an, um jeder neuen Versuchung aus dem Wegezu gehen. Sechs Jahre wohnt er auf dem Felsen. Ein Fischerbringt alle zwei Monate die nöthige Nahrung. Da scheitertein Schilf, alles ertrinkt, nur ein junges Mädchen rottet sichauf den Felsen. Martinian reicht der schönen Jungfrau dienöthige Hülfe, und stürzt sich dann ins Meer um sich allen Ver-suchungen zu entziehen. Delphine tragen ihn auf dem Rückenans Land. Jetzt wandert der fromme Mann unstät als Bettlerumher und stirbt in Athen eines seligen Todes.

Fesseln. Siehe Ketten.

FSscli.

Der Fisch ist im Allgemeinen Symbol des Christen.Die Stellen: Matth. IV, 9. Marc. I, 17 gaben vielleicht dienächste Veranlassung dazu. Docli sollten sich nach einemsibylliuischen Verse die fünf Buchstaben des griechischenWortes (Tchthys) Fisch, auf Jesus Christus, den Sohn Gottes,als Messias deuten lassen. Dem Ausdrucke «Fischlein« für«Christen begegnen wir häufig bei den Kirchenvätern; demBilde der' Fische, auf Kunstwerken jeder Art, zuweilenauch als Delphine. Es war überhaupt eins der belieb-testen Sinnbilder und hat sich bis spät ins Mittelalter inGebrauch und Verständniss erhalten.

Der Prophet Jonas, den Wallfisch neben sich, oder wieer aus dem Schiffe geioorfen und vom Wallfisch ver-schlungen wird.

In den symbolischen Cykeln wird er auf Christus zu deutensein, den das Grab nicht bei sich behalten. Das Bild kommteinigemal in einer solchen Zusammenstellung mit andern Sym-bolen vor, dass ihm offenbar die Auferstehung Christi, oderder Frommen von dem Tode unterlegt ist, was nach der Ty-