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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Drachen, Schlange, Lindwurm.

bildern. Auch zeigen die ältesten Drachenbilder unter einandereine so entschiedene Uebereinslimmung in der charakteristischenZeichnung des Drachenleibes, dass der Gedanke schwindenmuss, es seien diese Gestalten lediglich in der Phantasie derKünstler entsprungen. Nach der Anschauungsweise der älterenchristlichen Zeit gehören diese Geschöpfe in das Reich desBösen, denn sie tragen seine Signatur. Sie sind dem Unter-gang geweiht. In den alten Legenden der Heidenbekehrerwird die Ausbreitung des Christenthums gemeiniglich mit derAusrottung der wilden Bestien und der Wohnbarmachung desBodens zusammengestellt, vrgl. Wilde Bestien. Ist es nun statthaftanzunehmen, dass sich einzelne Saurer noch nach der grossenVerwüstung, die jenen Riesengattungen von Geschöpfen denUntergang gebracht, das zähe Leben auf der Erde ge-fristet? Es ist nicht unwichtig anzuführen, dass an jenenOrten, wo Geologen die fossilen Rieseneidechsen aufgefunden,gemeiniglich Volksmärchen von Riesenfischen, Lindwürmern oderDrachen umgehen; namentlich in Frankreich, das so reich anDrachenfabeln ist; so wie am Ober-Main, woher wir die schön-sten Exemplare von Saurern aller Art haben. Demnachwird man zu der Annahme hingedrängt werden, dass sich derhistorische Drache mit dem symbolischen vermengt habe, da derDrachenmythen so ungemein viele nachzuweisen sind. Dass aberüberhaupt die christlichen Drachensagen nicht aus celtischen undgermanischen Ueberljeferungen entstanden und nur zu Legendenchristianisirt worden, ergibt sich aus dem hohen Alter morgen^ländischer Mythen und dem biblischen Gebrauche des Wortesfür Satan.

Erzengel Michael, mit einem Schwert oder einer Lanzein der erhobenen Hand. Den Drachen unter denFüssen. Vergl. Engel, Te.ufel.