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Christliche Kunstsymbolik Und Ikonographie : Ein Versuch die Deutung und ein besseres Verständniss der kirchlichen Bildwerke des Mittelalters zu erleichtern
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Aelrren Anker.

Aebren.

S. Walburgis, als Aebtissin dargeslellt, drei Aehren inder Hand hallend , darneben ein Fläschchen , weil einheilsames Oel aus ihrem Grabe fliesst (Walburgisbalsam).Die Aehren beziehen sich wol auf die Heilung eines Mäd-chens vom Wolfshunger, deren die alte Legende erwähnt (?).Walburgis ist aus England nach Flandern gekommen und umsJahr 779 gestorben.

AHmosengeben. Siehe Beutel, Bettler.

Altar. Siehe Opferaltar.

Amboss.

S. Adrian, in ritterlicher Kleidung einen Amboss zurSeite, auf welchem ihm die Hand abgehauen worden.In der Verfolgung des Maximian hatte sich Adrian, ein kai-serlicher Offizier, zum Christenlhum bekehrt, ward eingezogenund gemartert. Natalie seine Frau, bisher insgeheim Christin,bekannte ihren Glauben offen und stärkte ihren Gemahl durchihr muthiges Beispiel.

Aiihiilie. Siehe Hügel.

Anker

bedeutet im Allgemeinen Standhaftigkeit im Leiden,sodann Gl aube, Hoffnung oder Geduld, als deren christ-liche Factoren. Deshalb sind auch auf uralten christl. Bildwerken,namentlich auf Grabsteinen, Särgen u. s. w. zu beiden Seitendes Ankers oft Fischlein angebracht, damit um so be-stimmter die Hoffnung des Christen, der christlicheGlaube individualisirt sei (siehe Fisch). Das Symbol des An-kers schwankt somit lange Zeit zwischen den verschiedenenBegriffen, und es ist merkwürdig, dass in der Farbensym-bolik das Grüne, in einem ähnlichen Wechsel, bald der Hoff-