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schlechts, gehn sie unter den Bildern der Ahnherrn herum —und sind mit diesem vagen Gefühle zufrieden. Manchen magwohl oft ein geheimer Zug nach diesen alten Dingen hinge-trieben haben und er beschaut sie wie ein abgekommenesRüstzeug und möchte gern errathen, was dieses und jenesdürfte bedeutet haben; zuletzt aber muss er sich abwenden,weil es ihn wie ein krauses bedeutungsloses Spiel gemahnt.So ist es in der That mit den christlichen Bildwerken er-gangen. Wo aber die Bedeutung dieser alten Kunstwerketrübe, und die mächtige Beziehung abgelöset worden, diezwischen ihnen und dem religiösen Leben ihrer Zeit statlfand,da konnte dem modernen Beschauer kaum etwas mehr übrigbleiben, als der ästhetische Bestandteil des Bildwerks. Na-türlich musste ihm auch frei stehen, eine Kritik zu üben, dieihm an den Werken des klassischen Alterthums bereits ge-läufig geworden war. Und man hat sie geübt! Ja, man hat indieser Periode der wieder erwachten Liebe zur mittelalter-lichen Kunst fast nur die leibliche Seite der Kunstwerke inBetracht genommen. Bei dem bussfertigen, die Welt ver-läugnenden, demüthigen Leben haben sie nichts so schön gefun-den, als die Falten am Mantel, die Harmonie desColorifs; undder Ausdruck des höchsten sittlichen Lebens war für sie nurein schöner Kopf, gut genug gezeichnet, voll trefflicher Tinten.Allenfalls hat man sich noch bis zur religiösen Sentimentalitäterhoben. Den grossen Geist, der hinter all den Farben undFormen wäre zu erkennen gewesen, haben die Meisten nichtgeahnet. So ist dieser verkehrten Auffassung und Kunstkritikzunächst die Verkennung der christlichen Bildwerke des Mit-telalters zuzuschreiben. Denn auöh da, wo die ästhetischeSeite hoch genug angeschlagen worden, ist uns das Verständ-nis des Bildwerkes immer nicht recht eröffnet worden. Esblieben geisterhafte, bedeutsame Gestalten, die den Finger auf