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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Vende"e! Vende'e! Mein Lied dir klingt

Aus gluterfüllter Seele,Und bis zum letzten Hauche singt

Dir Lob und Preis die Kehle.

Die Treu an deines Landmanns HerdUnd seines Muthes Wagen,

Sie waren deines Fürsten SchwertIn seines Unglücks Tagen.

Der Glaube, den wir treu und wahr

Gehalten unsrem Gotte,Bracht' unsre Feinde immerdar

Zu Schanden und zu Spotte!

Es lebt und sprosst das KönigthumIn unsrer Thäler Gründen,

Stets wird das Volk zu dessen RuhmJohannisfeuer zünden.

Und wenn die Treue im Verfall,Verrath und Aufruhr wüthen,

Dann thürmen Herzen sich zum Wall,Den König zu behüten.

Den Schleier sieht des Schicksals Hand

Man über Alles breiten;Doch die Vende'e, der Treue Land,

Lebt fort in allen Zeiten.

Des Landmanns Königslied verklingtAllmälig wie ein leises FlüsternWelch neues Lied doch näher dringt,Sich mit dem ersten zu verschwistern ?