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Der Page des Kaisers : Ein Gedicht von der Treue
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Du schwangst dich, mein Lied, im Flügelgewand

Hinüber ins vielgepries'ne Land,

Das wie verödet, arm und kahl,

Die Treue bewahrt im Jammersal

Und zu der Menschheit ewigem Ruhme

Am Glauben hält und am Königthume.

Ein Immergrün sprosset unter Dornen

Empor zum Himmel aus blutiger Saat;

Ein Fels inmitten der Welt, der verlornen,

Verirrten weis't den rechten Pfad;

Ein Golgatha-Kreuz auf Leichenbergen,

Zu dulden mahnt der Zeiten Noth,

Mild lächelnd nahen lässt den Schergen,

Die Treue stirbt keinen Henkertod

Und wenn auch? Nun, dem vergossnen Blut

Entkeimen die Rosen der Liebe voll Glut.

Viel tausend Gruss dir, wackres Land,

Das treu bei seinem König stand,

Sich gegengestellt dem endlosen Weh;

Viel tausend Gruss dir, wackre Vende*e!

Wer je geliebt sein Vaterland

Und treu an seinem Fürsten stand,

Fühlt heimisch sich in deinen Au'n,

Denn wohl thut's, so viel Liebe zu schau'n.

Da geht der greise Bauer heim,

Im Herzen der alten Liebe Keim,

Die süss gezeitigt im Gemüthe

Zu Tage bricht als Liederblüthe.

0 lasst uns horchen, wie es klingt,Dem Herzen ein Liebesquell entspringtUnd fortgetragen durch die LuftAus jedem Herzen wieder ruft:

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