Die Bluttaufe.
erührt, im Innersten bewegt,Von. solehem Muth, von solcher Sitte,Zagt Carnac in der Helden Mitte;Denn wo sich solche Liebe regt,Da muss dem Herzen weh' geschehn,Weiss es, sie müsse untergehn.Stirbt auch die Liebe gottergeben,Mehr frommt es, dass sie bleib' am Leben;Sie nährt mit ihrer HimmelsglutNoch tausend Herzen, jung, im Blühen;Eh' in der Selbstsucht tück'scher HutDie Flammen, womit sie wärmt, verglühen.Und vor den Grafen tritt, er bald,Vom Weh', von Liebe überwallt:„Genug des Blutes ist geflossen,Mir schaudert vor solchem Widerstand;Graf, Euch und Euren KampfgenossenBeut sichre Rettung meine Hand;Erhaltet Euch mit Euren KriegernFür späterer Kämpfe süsses Loos,Und nicht Besiegten gleich, gleich SiegernVerlasset Eurer Väter Schloss,Euch und die Euren, Graf, gerettet,Nicht an's Verderben all gekettet!
Wenn jeder noch, ein braver Mann,Das Schwert begeistert schwingen kannFür ein von mir bestritt'nes Kecht,Erzeugend solch Heroengeschlecht,Dann sucht zur Unzeit nicht den Tod,Spart Euch für andrer Zeiten Noth, —Stosst nicht den Schutz, den ich Euch beue,Zurück, diess bringt Euch ew'ge Reue,Und des Verderbens schwere WuchtVernichtet Eures Trotzes Frucht.0! haltet Haus in solcher ZeitMit solcher Treu' und Ergebenheit,Um Euren König zu beschützen,Wird Euer Heldenmuth Euch nützen,Doch der Verwegenheit tollkühne ThatSchafft weder Ihm, noch den Euren Rathl"
Der Graf entgegnet diesen Worten:„Nie öffnen meines Schlosses PfortenFreiwillig sich; sprengt sie Gewalt,Dann seh' ich dem Tod in's Auge kalt;Hier bin ich Herr nicht mehr, nur Knecht,Im Dienste für des Königs Recht,Gewöhnt, auf sein Geheiss zu handeln,
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